Neustart

Wie die Ernährungsbewegung unsere Lebensmittelversorgung neu erfindet

Ein Artikel auf speiseraeume.de
“Zum Haare raufen: Wenn man die Nachrichten aus Politik und Wirtschaft zum Thema Ernährung hört, ist dort wenig Fortschritt im Sinne von Umwelt, Gesundheit und Fairness zu erkennen: Es heißt weiter so. Und eher mehr von dem was schon in der Vergangenheit das Welthungerproblem nicht gelöst, die Belastungsgrenzen unseres Planeten gesprengt und Gesundheit von vielen Arbeitern und Verbrauchern gefährdet hat. Da wünscht man sich manchmal einen Filter, der einem hilft positive Ansätze zu erkennen. Setzen wir doch einmal die viel gescholtene Filterblase positiv ein und richten sie als Lupe auf die Ansätze der neuen Ernährungsbewegung. In dieser Blase wuselt es! Hier sind viele Menschen unterwegs, die alternative Ideen entwickeln und leben. Hier entdeckt man eine beeindruckende Bewegung, die mit imponierender Kraft und Engagement Pilotprojekte schafft. Sie zeigt wie man anders mit Ressourcen, mit Lebensmitteln und Menschen umgehen kann. Diese Food-Bewegung hat sich aufgemacht das Ernährungssystem zu verändern. Weiterlesen…

Landesgartenschau 2016 in Eutin

Am Wochenende war ich in Eutin auf der Landesgartenschau, die sich auf 27 Hektar am Eutiner See und rund um das Eutiner Schloss zieht. Seepark und Schlosspark wurden dafür – teilweise nach historischen Vorlagen – neu gestaltet. Die Meinungen der BürgerInnen zu dem Preis-Nutzen-Verhältnis gehen wie immer auseinander, doch tatsächlich waren beide Parks in den letzten Jahren ziemlich ungepflegt und präsentieren sich nun wieder auf das Allerfeinste. Interessant wird sein, was nach der LGS in den nächsten Jahren mit den Anlagen passieren wird.

Der Seepark hat durch große Flächen, klare Wege und neue Blickachsen gewonnen. Die Blumenbeete sind durch Maschendrahtumrandungen vom Gänsespeiseplan gestrichen. Strandkörbe, viele Liegestühle und einige Hängematten laden zum Ausruhen ein. Für ein Bad in der wunderschönen historischen Badeanstalt am See haben die Temperaturen leider nicht gereicht.

Mit einer Elektro-Fähre können die Fußmüden vom Seepark zum Schlosspark fahren. Der Klimawandelgarten zeigt besondere Baumarten, die für zukünftige städtische Anforderungen gezüchtet werden. Im Areal der Hausgärten gestalteten Garten- und Landschaftsarchitekten auf 12 Flächen um 200 qm unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten – vom Bauerngarten bis zur Wellness-Oase (http://www.eutin-2016.de/ausstellungen/hausgaerten.html) Der Upcycling-Garten zeigt Grün in Bäckerkisten, Tetrapacks, Badewannen, Wanderschuhen sowie Gras-Sitzhocker aus Autoreifen.

Die anschliessenden sechs Kulturgärten greifen Theater, Krimi und Literatur auf (http://www.eutin-2016.de/ausstellungen/kulturgaerten.html). Pflicht ist natürlich der Freischütz von Carl Maria von Weber (in Eutin geboren). Besonders gut haben mir die “Sommergäste” gefallen, angelehnt an das Theaterstück von Maxim Gorki. “Kultur 36” bietet 36 Kultureinrichtungen der Stadt Pflanzwürfel mit Obstbaum, Fächern für Informationsmaterial und Sitzgelegenheit.

Über den Marktplatz mit den alten Hofgebäuden, in denen sich während der Ausstellung Blumenhallen und etwas zu viel geschmackloser Kommerz befinden, geht es zu den historischen Küchengärten – meinem absoluten Highlight der Schau (http://www.eutin-2016.de/ausstellungen/kuechengarten.html). “Im Zentrum des Schlossgartens liegt der ab 1790 nach englischen Vorbildern gestaltete, rund 1,8 Hektar große Küchengarten. Der ummauerte Nutzgarten diente über Jahrhunderte der Produktion von gärtnerischen Erzeugnissen und der Belieferung der Eutiner Hofküche. Die Industrialisierung des 20. Jahrhundert verursachten in Folge gravierende Schäden im Küchengarten (…). Letztendlich führten diese Probleme zu einer vollständigen Aufgabe der gärtnerischen Nutzung – seit den 1990er Jahren liegt das Gelände weitgehend brach.” Im Zuge der LGS wurde dieses Gartendenkmal wiedererrichtet und alleine dies rechtfertigt allen Aufwand und Kosten. Die Küchengärten umfassen Imkerei, Hühnerhof, Apothekergarten, ein Garten nach Hildegard von Bingen und die Orangerie. Hier sind auch der Liensfelder Landhof, der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. (VEN) und die Gartenfreunde e.V. vertreten. Langfristiges Ziel: den Garten nach ökologischen Gesichtspunkten zu bewirtschaften und vergessene traditionelle gärtnerische Techniken sowie Anbau und Kultivierung historischer Obst- und Gemüsesorten einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Dazu mussten einige Sponsoren mit ins Boot geholt werden. Wir hoffen, das Ziel wird erreicht!

Die Landesgartenschau Eutin kann noch bis zum 3. Oktober besucht werden.

http://www.eutin-2016.de/

Garteln in der Stadt: Interview mit der Schweisfurth Stiftung

Stiefel_HeaderDie Gartensaison 2016 hat begonnen! Rund 50.000 Münchnerinnen und Münchner garteln in den unterschiedlichen gemeinschaftlich organisierten Urbanen Gärten. Aktuell werden Samen und Setzlinge getauscht und neue Pflanzen gezogen. Die Schweisfurth Stiftung hat zu Saisonbeginn mit Britta-Marei Lanzenberger gesprochen, die das Projekt „Urbane Gärten München“ koordiniert, welches u.a. durch die Schweisfurth Stiftung gefördert wird.

http://www.schweisfurth-stiftung.de/stadt-land-tisch/interview_urban_gardening/

Mehr Grün für München

Gestern abend fand die feierliche Preisverleihung für die Gewinner des Wettbewerbs 2014/2015 statt. Im großen Sitzungssaals des Rathauses wurden die Projekte vorgestellt und die Preise übergeben. Von den Gemeinschaftsgärten haben der Kultgarten der WerkBox3 und der Bienengarten Pasing gewonnen!