Archiv des Autors: Manuela Barth

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Digitales Schatzkästchen für urbane Gärten

Die anstiftung fördert nicht nur die Stiftungsinitiative Urbane Gärten München, sondern Gemeinschaftsgärten und interkulturelle Gärten sowie Offene Werkstätten und Reparatur-Initiativen bundesweit. Wie bereits berichtet, hat die anstiftung mittlerweile eine umfangreiche online-Plattform für Gemeinschaftsgärten in Deutschland geschaffen: urbane-gaerten.de richtet sich an alle, die einen Gemeinschaftsgarten betreiben, weiterentwickeln oder gründen wollen oder sich dafür interessieren. Sie steckt nicht nur voller wichtiger Informationen, sondern bietet auch Möglichkeiten zum Austausch, zur Präsentation des eigenen Gemeinschaftsgartens und zum Stöbern. Gudrun Walesch von der anstiftung ist hauptverantwortlich für dieses Projekt. Mit ihr durften wir uns darüber unterhalten.

Was war der Anlass für euch, diese Plattform ins Leben zu rufen?

Seit Februar dieses Jahres ist die Website online. Gegründet haben wir sie, weil es zahlreiche Anfragen aus den Gemeinschaftsgärten gab, eine bundesweite Vernetzung über das eigene lokale Netzwerk hinaus zur Verfügung zu haben, zum Erfahrungsaustausch, gegenseitiger Beratung und zur Vernetzung. Wissen kann geteilt werden, Fragen und Ideen können gemeinsam diskutiert werden. Länger bestehende Gartenprojekte und  jüngere Initiativen oder Gruppen, die einen Gemeinschaftsgarten planen, können von den Erfahrungen anderer Gemeinschaftsgärten profitieren. Sie bekommen Hilfestellungen, Inspirationen für ihre Projekte, themenspezifischen Input und können Fragen stellen.

Wie ist die Website aufgebaut und an wen richtet sie sich?

Wir hatten auf der anstiftungs-Website bereits viel Material für die Gemeinschaftsgärten zur Verfügung gestellt. Das ist auf der Gemeinschaftsgärten-Plattform nun sichtbarer und leichter zu finden. Das Praxiswissen mit den Tipps zu allen urbangärtnerischen Belangen, von den ersten Schritten zum Aufbau eines Gemeinschaftsgartens und Finanzierungstipps über gärtnerische und infrastrukturelle Themen bis zum Klimagärtnern und Färben mit Pflanzen. Diese Inhalte sind nun auch kommentierbar, sodass weitere Tipps und eigene Erfahrungen mit dem Netzwerk unkompliziert geteilt werden können.

Unter dem Menüpunkt Gärten haben wir unsere Übersichtskarte, auf der die Gemeinschaftsgärten unseres bundesweiten Netzwerks verzeichnet und kurz portraitiert sind. Lokale Gartennetzwerke zeigt stadtweite oder regionale Gartennetzwerke. Unter dem Menüpunkt Community haben wir mittlerweile 16 Gruppen mit sechs Expert*innen, die zu bestimmten Themen Input geben und Fragen beantworten. Den Gruppen kann man unkompliziert beitreten und mitdiskutieren. Es können eigene ausführliche Gartenseiten angelegt und Veranstaltungen eingestellt werden.

Zum Beratungsangebot der anstiftung gibt es Wissenswertes unter Beratung, wir organisieren ja viele Workshops, wenn möglich vor Ort, aufgrund von Corona aber momentan vor allem online und telefonisch. Zudem findet man hier die Gemeinschaftsgärten, die selber auch beraten und kann sie kontaktieren.

Auf der Website kündigen wir natürlich auch unser eigenes Veranstaltungsangebot an und in den Netzwerk-News berichten wir über interessante Projekte, spannende Entwicklungen und informieren über Neuigkeiten.

Das Angebot der Website richtet sich an alle urbanen Gemeinschaftsgärten. Von der Beratung bis zum Blog mit Beiträgen zu aktuellen Themen. Die Registrierung auf der Website ist ganz einfach, so kann man mit kommentieren, den Gruppen beitreten und Wissen teilen.

Gemeinsames Garteln in Freiham

In Freiham-Nord wurde im Juni ein neuer Gemeinschaftsgarten eröffnet. Auf 800 Quadratmeter gärtnern die Anwohner*innen nachbarschaftlich die Parzellen, mit Schwerpunkt auf die interkulturelle Kommunikation und Lebensmittelproduktion. Betrieben wird der Garten vom Nachbarschaftstreff, dem Kinderschutz München in Kooperation mit Green City e.V. betreut. Weitere Informationen finden Sie bald auf Urbane Gärten München.

Den Bericht in der Süddeutschen Zeitung finden Sie hier.

Audiotour: Biostadt München – hörbar.

Ab dem 1. Juli 2020 steht die Audiotour: „Biostadt München – hörbar. Eine Stadtführung zu Orten nachhaltiger und regionaler Ernährung von Ober- nach Untergiesing“ auf der Homepage www.audio.eine-andere-welt-ist-pflanzbar.de zum kostenlosen Herunterladen und Streaming zur Verfügung.

Auf einer Route von 1,5 Kilometern und 17 Stationen geht die Tour in 80 Minuten der Frage nach, wie Stadtbewohner*innen so mit Nahrungsmitteln versorgt werden können, dass die Umweltbelastung so gering wie möglich ist, möglichst wenig Müll entsteht, die Würde der Tiere geachtet wird, faire Preise und Löhne bezahlt werden, die bayerische Landwirtschaft unterstützt wird, die Versorgung auch in Krisenzeit funktioniert und es allen gut schmeckt.

Im Fokus stehen dabei die Zusammenhänge zwischen Stadtentwicklung und Ernährung um zu zeigen, dass es jenseits von Konsumentscheidungen noch jede Menge Möglichkeiten gibt, das Ernährungssystem zu transformieren. Die Teilnehmer*innen werden zu bekannten und unbekannten Orten in München/Giesing geführt, an denen Stadtpolitik (u.a. Biostadt München), Gewerbe (u.a. das Kartoffelkombinat oder die Münchner Wochenmärkte) und Zivilgesellschaft (u.a. Green City e.V.) ein ressourcenschonendes, regionales, artgerechtes und faires Ernährungssytem gestalten. Die Mischung aus Stadtteilspaziergang, historischer Führung und Erwachsenenbildung richtet sich an ein breites Publikum. Für Jung und Alt ist etwas dabei, vom hippen Vegan Restaurant, alternativen Tauschmarkt, über Schnibbelparties und DIY urbanen Gärten bis zum traditionellen Wochenmarkt, dem Giesinger Bräu und einer alteingesessenen Metzgerei.
Gefördert wurde die Audiotour durch das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München und anstiftung.

Corona tauglich: Das Format der Audiotour eignet sich als Aktivität in Corona-Zeiten, denn alle Teilnehmer*innen können die Tour in ihrem eigenen Tempo machen und Abstand wahren.

Weitere Informationen auf der Website (pdf).

Foto: Ella von der Haide

WerkBox3 räumt auf & aus

Zum 31.7.2020 muss die WerkBox3 leider ihre Halle im Werksviertel-Mitte räumen. Daher ist einiges an Gartengeräten, Werkzeug und Baumaterialien abzugeben:

  •     2 große blaue Kunststofftonnen/regentonnen mit Deckel
  •     2 Schubkarren
  •     2 mechanische Rasenmäher
  •     Pflanztöpfe & Pflanzkästen
  •     diverse Hochbeete
  •     und vieles mehr

Alles anzuschauen und abzuholen am kommenden Wochenende – da wird aufgeräumt.

WANN

Samstag, den 4.7.2020 zwischen 11 und 18 Uhr
Sonntag, den 5.7.2020 zwischen 11 und 18 Uhr

WO

WerkBox3
Werksviertel-Mitte – Werk 10

Zufahrt mit Auto über Piusstraße
Zugang zu Fuß/mit dem Rad aufs Gelände von allen Seiten möglich

Info & Anfahrtsplan unter https://www.werkbox3.de/2020/06/30/gartenutensilien-werkstattmaterial-abzugeben/

UGAIN – Neue Trainingsplattform für interkulturelle Gemeinschaftsgärten

Jetzt online!

Das Projekt UGAIN zeigt freien Organisationen, Behörden sowie zukünftigen oder bereits tätigen Koordinator*innen von Gemeinschaftsgärten Möglichkeiten auf, Gärten oder Grünanlagen in gemeinsame Treffpunkte zu verwandeln, um soziale Integration und kulturellen Austausch zwischen ortsansässigen Menschen und Migrant*innen zu fördern.

Die Ziele des Projekts sind:

  • Funktion von interkulturellen Gemeinschaftsgärten als Orte der Begegnung für soziale Integration von Migrant*innen.
  • Erfahrungen von ausgewählten Best Practice Beispielen aus ganz Europa.
  • Gestaltung einer gemeinsamen Basis für Interaktionen zwischen allen Gartennutzer*innen, unabhängig von deren Herkunft und Hintergrund, um gegenseitiges kulturelles Verständnis und Akzeptanz zu fördern.
  • Ausarbeitung von Vorschlägen, wie Migranten*innen durch die Vermittlung von Informationen und das Erlernen neuer Kompetenzen und Softskills ihre zukünftigen Berufschancen verbessern können und Zugang zu den sozialen Diensten in ihrem neuen Heimatland erhalten.

UGAIN hat eine Lernplattform geschaffen mit Tutorials zu verschiedenen Themen und für unterschiedliche Zielgruppen, praktischen Hinweisen für Geflüchtete und Inspirationen zur Gründung oder Neuorientierung von (interkulturellen) Gemeinschaftsgärten. Die Informationen in verschiedenen Sprachen sind gut aufbereitet und leicht zugänglich, sie eignen sich damit optimal für die Anwendung in der gemeinschaftsgärtnerischen Praxis.

Hier geht’s zur Homepage von UGAIN.

Das europäische Forschungsprojekt UGAIN wurde mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Kommission von der Technischen Universität München (D), der anstiftung (D), Cantabria Acoge (ES), der Folksuniversitetet (SE), OnProjects (ES), Social Farms & Gardens (GB) und gartenpolylog (A) durchgeführt.