Archiv der Kategorie: Ausstellung

Kulturtage Bogenhausen @Grünstreifen

am 6. Mai 2023, 15 bis 18 Uhr
im Interkulturellen Gemeinschaftsgarten Grünstreifen
Bürgerpark Oberföhring, Oberföhringer Str. 156

Anlässlich der Kulturtage Bogenhausen bieten der Interkul´turelle Gemeinschaftsgarten Grünstreifen in Oberföhring ein vielfältiges Rahmenprogramm für große und kleine Besucher*innen. Das Angebot reicht von Gartenführungen und künstlerischen Interventionen in Form von Objektkunst und Malerei, über Filmvorführungen und Livemusik, bis hin zu einem offenen Mitmachprogramm für Kinder und ihre Familien. Zudem habt ihr die Möglichkeit Erzeugnisse aus unserer urbanen Kräuterküche zu erstehen, genauso wie Lesegenuss aus zweiter Hand.

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SAMSTAG & SONNTAG

15:00 – 18:00 Uhr

# Künstlerische Interventionen am Grünstreifen – Objektkunst und Malerei
# Bücherecke – Lesegenuss aus zweiter Hand (spenden oder tauschen)
# Erzeugnisse aus der urbanen Kräuterküche – Öle, Salben & Co.
# Gartenführung (15 Uhr, Treffpunkt Gartenhaus)

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SAMSTAG 6. Mai

15:00 – 18:10 Uhr

FasziNatur – wertvolles Grün in der Stadt (5-12 Jahre)

Im offenen Mitmachprogramm erleben wir gemeinsam (Stadt-)Natur als Lebensraum für Menschen, Tiere sowie Pflanzen und spüren ihre Vielfalt nach. Veranstalter: Ökoprojekt MobilSpiel e.V.

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15:30 – 17:10 Uhr

Filmvorführung: Wurzeln des Überlebens (100min) &
Der Film begleitet fünf Landwirte, die sich bei ihrer Arbeit auf ein im Zuge der agrarwirt- schaftlichen Industrialisierung fast vergessenes bäuerliches Wissen besinnen und ver- suchen, auf ihren Höfen den Einklang von Mensch, Tier und Natur wiederherzustellen. Ihr Plädoyer: »Wir Bauern müssen selbstbewusster werden, uns nicht mehr alles gefallen lassen von Politik und Wissenschaft!

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17:30 – 17:55 Uhr

Filmvorführung: Plantagenwirtschaft in den Tropen (24min)
Kakao, Bananen, Ananas und viele weitere Produkte aus den Tropen sind aus unseren Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Doch wo und wie werden sie eigentlich angebaut und wer verdient wirklich daran? Der Film stellt anhand des Beispiels Amazonien die Merkmale von Plantagenwirtschaft dar. (ab 12 Jahren)

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SONNTAG 7. Mai

15:30 – 16:00 Uhr

Akustik-Konzert: Musikalische Zeitreise mit Gitarrist Jonas Matthias Jäger
> Capricho àraba von Francesco Tárrega 1852-1909 (englischer Barock)
> A Dream von John Dowland 1563-1626 (spanische Romantik)
> Koyunbaba von Carlo Dominiconi (italienische Moderne)

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Eintritt: kostenfrei

Mehr Informationen unter: www.gruenstreifen.org

Grafik: (c) Interkultureller Gemeinschaftsgarten Grünstreifen

München im Blütenrausch: Trockenblumen für die Kunsthalle

Für eine große Installation der Künstlerin Rebecca Louise Law, die 2023 in der Ausstellung „Flowers Forever“ vom 3. Februar bis 27. August 2023 in der Kunsthalle München der HypoVereinsbank gezeigt werden soll, werden 200.000 getrocknete Blumen benötigt. Alle sind eingeladen, Blumen zu sammeln – seien es gekaufte Sträuße oder Blumen aus dem eigenen Garten – und sie getrocknet bis November 2022 in die Kunsthalle zu bringen. Außerdem sucht die Kunsthalle Freiwillige, die bei diesem Projekt vor Ort unterstützend tätig sind, z.B. beim Binden der Blumengirlanden.

Wer Interesse hat, sich daran freiwillig zu beteiligen, findet auf der Website der Kunsthalle München weitere Informationen. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an: blumen@kunsthalle-muc.de

„Alles Tomate“

Eine Ausstellung des ÖBZ über unser Lieblingsgemüse

auch in den Sommerferien geht’s weiter im urbanen Garten. Jetzt werden die Tomaten geerntet und genossen, mit frischen Kräutern aus dem (urbanen) Garten – das schmeckt nach Sommer. Dem beliebtesten Gemüse in Deutschland ist eine schöne Ausstellung des Münchner Umwelt-Zentrums (MUZ) im Ökologischen Bildungszentrum (ÖBZ) gewidmet. Wer keine eigene Tomatenernte hat, darf sich auf eine Tomatenverkostung vom Waldgärtner Siggi Fuchs im Rahmen der Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 7. August freuen.

Die Ausstellung ist ab 1. August 2022 im Ökologischen Bildungszentrum (ÖBZ, Englschalkinger Str. 166) zu sehen. Sie beleuchtet geschmackliche und kulturelle Aspekte. Außerdem werden Projekte einer nachhaltigen Tomatenproduktion vorstellt.

Zur Vernissage am Sonntag, 7. August 2022 von 15 bis 17 Uhr gibt es eine Einführung in die Ausstellung. Daneben verkostet der Tomatengärtner Siggi Fuchs einige seiner Lieblingssorten.

Bild (c) MUZ im ÖBZ

Die erste Saatgutbibliothek in München!

Gibt es ab 22. März 2022 in der Stadtbibliothek Giesing

Urbane Gärtner*innen und solche, die es werden möchten, können sich jetzt freuen. Dank des großen (Nachhaltigkeits-)Engagements der Giesinger Stadtbibliothek wird dort am 22. März die erste Saatgutbibliothek Münchens eröffnet. Damit trägt die Stadtbibliothek der Tradition des Vermehrens, Weitergebens und Tauschens von Kulturpflanzen Rechnung, die leider seit einigen Jahrzehnten durch die industrialisierte Landwirtschaft gefährdet ist.

Weitergeben von Saatgut ist eine wichtige Kulturleistung

Vielfältige Pflanzenarten wurden lange Zeit lokal und kleinteilig angebaut und gezüchtet. Nach der Ernte wird das gewonnene Saatgut mit ins neue Jahr genommen, erneut gesät und zu geerntet. In diesem Kreislauf entwickelten die Kulturpflanzen über einen langen Zeitraum Eigenschaften, mit denen sie sich optimal an ihre Umgebung anpassen konnten. So entstand eine sehr große Sortenvielfalt. Dieses (samenfeste) Saatgut ist nicht patentiert und dadurch für alle zugänglich.

„Wer die Saat hat, hat das Sagen“

Sowohl die Vielfalt als auch der Zugang sind seit dem letzten Jahrhundert stark gefährdet. In der industrialisierten Landwirtschaft kommen oftmals kommerzielle und patentierte Hybridsorten zum Einsatz, deren Wachstum durch Gleichförmitgkeit und Einheitlichkeit gekennzeichnet ist. Dieses Saatgut muss allerdings von den Bäuerinnen und Bauern jedes Jahr neu gekauft werden, der Anbau ist oftmals auf den Einsatz von Pestiziden abgestimmt.

Die Saatgutbibliothek der Münchner Stadtbibliothek in Giesing möchte den Gedanken der Vermehrung, Weitergabe und des Tausches aufgreifen und zu neuem Leben erwecken. Mit der Saatgutbibliothek entsteht ein nachhaltiger Kreislauf, der auch die Artenvielfalt aufrechterhält.

Saatgutauswahl speziell für urbane Gärten, Balkons und Terrassen

Das Saatgut – Tomate, Erbse, Salat, die alte Kulturpflanze Melde und verschiedene Bohnensorten – wurde speziell für den urbanen Anbau auf kleinen Flächen und Balkonen oder Terrassen ausgewählt. Zudem können Freiflächen, die in den letzten Jahren brach lagen, damit begrünt werden.

Zum Frühlingsanfang, ab dem 22. März, können die Interessierten in der Stadtbibliothek Giesing kostenlos Tütchen mit sortenreinem Saatgut für ihren Balkon oder Garten mitnehmen. Hierfür muss man kein aktives Mitglied der Stadtbibliothek sein.

Per Newsletter (www.muenchner-stadtbibliothek.de/newsletter) begleitet und berät das Team der Saatgutbibliothek von der Aussaat bis zur Ernte, gibt Tipps, wie der Anbau optimal gelingt und informiert über den eigenen Anbau in den Hochbeeten der Stadtbibliothek Giesing. Über die gesammelten Erfahrungen der Teilnehmenden wird im Blog der Münchner Stadtbibliothek berichtet.

Die Saatgutbibliothek der Stadtbibliothek Giesing auf einen Blick:

  1. Samentütchen mit Salat, Tomaten, Melde, Erbsen und verschiedenen Bohnensorten abholen
  2. Samen aussäen
  3. Ernten
  4. Gewonnenes Saatgut in die Bibliothek zurückbringen

Ein vielfältiges Veranstaltungsangebot sowie Workshops und Ausstellungen begleiten dieses Pilotprojekt bis zum Abschluss mit dem Gartenfest als Dankeschön am 24. September (vormerken!).

Veranstaltungsprogramm:

1. bis 30. April 2022
Boden, Regenwurm & Co – Eine Ausstellung zum Thema Boden
Ausstellung in der Stadtbibliothek Giesing

1. April, 18 bis 19 Uhr
Tomate, Salat, Melde & Co. – Wie gelingt die Aussaat?
Annette Holländer (Garten des Lebens) beantwortet in der Stadtbibliothek Giesing Fragen rund um die Aussaat

27. April, 18 bis 19 Uhr
Bohnen, Bohnen, Bohnen… – alles rund um Bohnen und andere Hülsenfrüchte
Annette Holländer stellt einige dieser vielfältigen Eiweißlieferanten vor und gibt Tipps zu Anbau, Pflege und Saatgutgewinnung in der Stadtbibliothek Giesing

7. Oktober, 18 bis 19 Uhr
Herbstzeit – Hochbeetzeit – Anlage, Aufbau und Bepflanzung eines Hochbeets
Annette Holländer informiert über die Hochbeetplanung in einem Workshop in der Stadtbibliothek Giesing

Anmeldung jeweils über stb.giesing.kult(at)muenchen.de oder telefonisch unter 089 189 31 29 18

Besuch im Lesegarten

Neben dem Besuch der Saatgutbibliothek in der Stadtbibliothek Giesing empfiehlt sich auch der Besuch des Lesegartens, der nicht nur zum Lesen und Entspannen einlädt, sondern auch mit seinem Hochbeet urbane Gärtner*innen lockt.

Kooperationspartner:

Weitere Informationen auf dem Flyer der Stadtbibliothek Giesing.

Liegestühle vor palmen

Die Stadt und das Grün – urbane Gärten im Museum (in Frankfurt/Main)

„Die Stadt und das Grün“ heißt die aktuelle Sonderausstellung im Historischen Museum Frankfurt vom April bis Oktober 2021. Eigentlich handelt es sich um gleich drei Ausstellung über den Umgang mit dem Stadtgrün in Frankfurt in Zeiten von Klimawandel und Wohnungsknappheit. Anlass sind das 150-jährige Jubiläum der Eröffnung des Palmengartens und der 30. Geburtstag des GrünGürtels in Frankfurt am Main.

Im Fokus stehen die Geschichte und Gegenwart nicht nur öffentlicher Grünflächen und Parks, sondern auch Urban Gardening in Frankfurt sowie die ökologische und gesellschaftspolitische Dimensionen des Stadtgrüns.
Und auf dem Museumsplatz stehen zehn Hochbeete mit Stauden, Kräutern und Gemüse, die von Skulpturen aus Frankfurter Gärten des 17. und 18. Jahrhunderts eingerahmt werden.

Wer gerade in pandemischen Zeiten die Reise bis zum 10. Oktober 2021 nach Frankfurt nicht antreten kann oder will, findet auf der Website des Museums dennoch eine digitalisierte Form der sehr sehenswerten Ausstellung „Die Stadt und das Grün – Gärtnern jetzt!“.

Gärten vor Hochhaussiedlung
(c) Angela Malyska, Historisches Museum Frankfurt

Vorgarten, Kleingarten, Gemeinschaftsgarten, Landwirtschaft, Guerilla Gardening – die Möglichkeiten in der Stadt zu gärtnern sind vielfältig!

Neben Versorgung und Freizeit scheinen Begrünungen geeignete Maßnahmen zu sein, um dem Klimawandel und den Hitzewellen in der Stadt zu begegnen. Gärtnern macht
ja angeblich glücklich – doch welche Motivation steckt noch dahinter?
Was können wir von Gärtner*innen lernen, wenn wir die Stadt zukunftsfähig machen wollen? Wo steht die Gartenarbeit im Spannungsverhältnis von Lohnarbeit, Aktivismus und Freizeit, Individualismus und Gemeinschaft, Eigentum und Kollektivierung,
Idealismus und Pragmatismus?

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit über 50 Gärtner*innen entstanden. In vier Themenbereichen (Ernähren, Erleben, Kümmern und Engagieren) geben sie Einblicke in ihre gärtnerische Praxis und Auskunft darüber, welche Bedeutung die Pflege und der Erhalt von städtischen Grünflächen für sie hat.

https://www.historisches-museum-frankfurt.de/stadtlabor/stadtlabor_gaertnern

Weitere Informationen auf der Website des Historischen Museums Frankfurt.

Und wer nach Frankfurt reist, sollte sich das umfangreiche Veranstaltungsprogramm nicht entgehen lassen.

Fotos: Historisches Museum Frankfurt