Archiv der Kategorie: Projekte

Neue Initiative sucht Gärtner*innen

Die neu gegründete Kiumbi gGmbH ist eine Plattform, auf der Projekte für Naturschutz angeboten werden. Für oder mit Kindern. Ziel ist die Vermittlung eines nachhaltigen Umgangs mit natürlichen Ressourcen. Dabei gilt: Große Vision, kleine Schritte. Regional, an der Wurzel und durch eine Vorbildfunktion für andere.

Ein Bereich, in dem Kiumbi diese Ziele umsetzen will, ist ökologische Landwirtschaft und Ernährung. In dem Projekt „Von der Wurzel bis zum Teller“ wird lokaler Gemüseanbau nach Permakulturprinzipien betrieben und anschließend gemeinsam vegan gekocht. Dadurch wird den Teilnehmer*innen die Freude am Selbstgärtnern vermittelt, dabei hilft ein_e Permakulturexpert*in. Im Zweiten Schritt wird das angebaute Gemüse zu veganen Gerichten verarbeitet – auch dies unter Anleitung eines/r erfahrenen Köchin/Koches. Eingebettet in den praktischen Teil werden die Zusammenhänge unserer Ernährung auf den Klimawandel erklärt.

Für dieses Projekt sucht Kiumbi noch ein*e Gärtner*in mit Permakultur-Erfahrung. Finden Sie hier die Stellenbeschreibung.

Onlineplattform zum Mitmachen

Die anstiftung greift den vielfachen Wunsch nach einer besseren Vernetzungsmöglichkeit für urbane Gartenaktivist*innen auf und errichtet im Laufe des Jahres eine Onlineplattform. Die inhaltliche Grundlage werden das Praxiswissen, die Gartenkarte und weitere Ressourcen bilden und durch Euer Wissen erweiterbar sein. 

Das Ganze soll ein virtueller Ort für Austausch unter den Gartenprojekten werden, um Diskussionen über aktuelle Themen und Dauerbrenner anzuregen. Außerdem soll damit die Zusammenarbeit aller Gartenaktivist*innen vereinfacht und im besten Fall die lebendige Vielfalt der Gartenszene gefördert werden. 

Wann es soweit ist, dass Tester*innen auf die Plattform losgelassen werden können, ist derzeit noch nicht bekannt. Aber wer eine kurz und formlose Nachricht an email hidden; JavaScript is required schickt, bekommt beizeiten eine Einladung zur Betaphase.

An dieser Stelle möchte ich nochmals auf das umfangreiche Praxiswissen, das die anstiftung auf ihrer Website urbanen Gärtner*innen zur Verfügung stellt. Eine große Bandbreite von Themen, die für Gemeinschaftsgärten relevant sind werden hier behandelt, mit sehr hilfreichen Tipps und Hinweisen. Unbedingt anschauen!

Parkplätze zu Parks!

Ein neues Projekt zu Gunsten eines lebenswerten Parkraums in der Stadt.

  • Wer steckt dahinter: IFUB* – ein innovatives, junges Münchner Architekturbüro, das über den Tellerrand hinausschaut 
  • Was ist die Idee: Gestaltung von Parkraumflächen mal anders
  • Wer kann mitmachen: alle, die der Meinung sind, mehr Frei-/ Nutzfläche zur Erhöhung der Lebensqualität zu gestalten
  • Was ist zu tun: Kauf, Schenkung o.ä. eines verkehrstüchtigen Pickups / einer Ape und freie kreative Gestaltung der Ladefläche – die Ideen sind frei
  • Was ist zu investieren: der Pickup, den vielleicht jemand sogar günstig abzugeben hat, Materialien für den Um-/Ausbau der Ladefläche, etwas Zeit und kreatives, handwerkliches Geschick sowie ein Parkticket von 30 € pro Jahr (in München)
  • Was bringt’s: Freude was Eigenes zu gestalten, Zeit mit Freunden, Nachhaltige Nutzung von ausrangierten Fahrzeugen, Freifläche wie eine Gartenlaube, Kräuter, Blumen o.ä. vor der eigenen Tür – Erholungswert in Mitten der dicht bebauten Stadt und definitiv was neues

Wie wollen Sie Ihre Stadt gestalten? Mehr dazu finden Sie unter ParkdeinPark.

Auszeichnung für rosen_heim

Das Gartenprojekt „rosen_heim“ hat im Rahmen des Bundeswettbewerbes „Europäische Stadt: Wandel und Werte – Erfolgreiche Entwicklung aus dem Bestand“ eine Anerkennung in der Kategorie „Stadtleben“ erhalten.

Mit der Idee, den Ortskern von Ramersdorf neu zu beleben und die emotionale Bindung der Menschen vor Ort zu fördern, wurde im Rahmen der Sanierung auf einer Brachfläche, einer ehemaligen Tankstelle, ein Urban-Gardening-Projekt ins Leben gerufen. Auf der rund 450 Quadratmeter großen Fläche wird in Hochbeeten gemeinschaftlich Obst und Gemüse angepflanzt. Der Ort wird zudem durch unterschiedliche Veranstaltungen wiederbelebt, genutzt und durch großen persönlichen Einsatz gepflegt. Interessierte sind herzlich willkommen. Auch im Winter finden Treffen und Veranstaltungen statt.

Seit April 2015 bauen engagierte Nachbar*innen aus recyceltem Material Hochbeete, Insektenhotels, Sitzgelegenheiten und mehr. So konnten schon im ersten Jahr Salat, Bohnen, Kartoffeln, Tomaten, Kräuter und Erdbeeren geerntet werden. Daneben ist der Gemeinschaftsgarten rosen_heim ein Begegnungs- und Austauschort von und für die Anwohner*innen aus Ramersdorf. Mit großem Engagement und Erfolg leitet Andrea Schanzenbach das Projekt. Herzlichen Glückwunsch!

München hat einen Ernährungsrat

Die Entscheidung darüber, wie wir uns in Zukunft ernähren, wollen immer mehr Menschen mitgestalten, anstatt sie weiterhin den internationalen Handelskonzernen zu überlassen. Denn diese haben mit einer am Welthandel orientierten, ressourcenintensiven Landwirtschaft sowie industriellen Verarbeitung und globalen Vermarktung von Lebensmitteln hohe gesellschaftliche und ökologische Kosten verursacht. Dazu zählen u.a. der Klimawandel, die Flächenversiegelung, der Verlust an Biodiversität, soziale Ungleichheiten und gesundheitliche Schäden sowie Mangelernährung im globalen Süden. Aus diesem Grund haben sich in den letzten Jahren in vielen europäischen Städten zivilgesellschaftliche Ernährungsräte nach nordamerikanischem Vorbild gegründet. Diese setzen sich für die Sicherung einer resilienten, transparenten und nachhaltigen Lebensmittelversorgung ein. Dazu erarbeiten sie kommunale Ernährungsstrategien, mit denen die drängenden Fragen nach gerechter Entlohnung für Produzierende, ressourcenschonender Produktion und Vermarktung sowie dem Zugang aller Stadtbewohner*innen zu gesunden, wohlschmeckenden Lebensmitteln gelöst werden sollen.

Die Voraussetzungen für die angestrebte Ernährungssouveränität sind zum einen die Stärkung regionaler Erzeuger*innen und Verarbeiter*innen durch faire, vielfältige Marktstrukturen, die Unterstützung solidarischer Erzeugergemeinschaften und die Bereitstellung von stadtnahen und innerstädtischen Flächen zur ökologischen Produktion von vorwiegend pflanzlichen Lebensmitteln. Zum anderen bedingt sie eine umfassende schulische und außerschulische Umwelt- und Ernährungsbildung zur Vermittlung von Herstellung, Verarbeitung und Wertschätzung von Lebensmitteln. Damit verbunden ist die flächendeckende Umstellung der Gemeinschaftsversorgung in öffentlichen Einrichtungen auf regionale, saisonale, ökologische und fleischreduzierte Kost.

Nach einjähriger Vorbereitungszeit gründete ein breites Bündnis aus Verbraucher*innen, landwirtschaftlichen Erzeuger*innen, urbanen Gärtner*innen, Lebensmittelretter*innen, Wissenschaftler*innen, Vertreter*innen der regionalen Lebensmittelwirtschaft und Gastronomie, von Verbänden, Vereinen, Firmen und Bildungseinrichtungen in München und Umgebung am Montag, den 18. Juni den Münchner Ernährungsrat e.V. (MünchnER).

Nächste Veranstaltung des MünchnER:

Im Rahmen des diesjährigen Klimaherbsts lädt der Münchner Ernährungsrat am 24. Oktober zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „Wieviel Energie steckt in meinem Essen?“ ein. Nach einem Impulsreferat des Ökotrophologen Dr. Karl von Körber (Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Ernährung) wird der Münchner Ernährungsrat sich und seine Ziele vorstellen.