Solidarische Landwirtschaft in und um München

Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi)

Auergarden

Der Auergarden ist eine solidarische und ökologische Wirtschaftsgemeinschaft, die innerhalb eines Jahres eine regionale Obst- und Gemüseernte gemeinsam organisiert und sie wöchentlich unter den Mitgliedern verteilt. In Au in der Hallertau (Landkreis Freising) wird frisches und regionales Gemüse nach ökologischen Grundsätzen angebaut. Dabei wird ausschließlich samenfestes Saatgut genutzt und weitgehend in Mischkultur gepflanzt. Nur regional verfügbarer organischer Dünger, wie z.B. Pferdemist und -jauchen, kommen zum Einsatz, um die Bodenfructbarkeit zu erhalten und aufzubauen. Wildkräutern und vergessenen Gemüsesorten schenken die Gärtner*innen besondere Aufmerksamkeit.

Die Mitglieder unterstützen den Gemüseanbau der SoLaWi Auergarden durch die Abnahme der Ernte für eine komplette Saison. Das erntefrische Gemüse und Obst wird unter allen Mitgliedern aufgeteilt und wöchentlich geliefert. Es gibt alles, was saisonal wächst. Jedes Mitglied holt sich seine Ernte vom Hof oder vom Verteilraum in Freising oder München ab. Die Verteilorte dienen auch als Treffpunkte und Orte des Austauschs mit den Gärtner*innen und Mitgliedern. Mitglieder bekommen außerdem in Veranstaltungen, bei Ernteaktionen oder Feiern einen Einblick in die Produktion ihrer Lebensmittel.

Die Förderung von kleinbäuerlicher Landwirtschaft und naturnahem Gemüseanbau sind das Ziel der SoLaWi Auergarden.

https://www.auergarden.de/

Heckerei

Die Bioland-Gärtnerei Hecker in Olching wirtschaftet seit 2012 teilweise auch als Solidarische Landwirtschaft. Die Heckerei bietet ihren Mitgliedern wöchentlich einen Ernteanteil.

Eine BR-Dokumentation über die Heckerei finden Sie hier.

Kartoffelkombinat

Das Kartoffelkombinat ist eine genossenschaftlich organisierte Gemeinschaft von derzeit über 1000 Münchner Haushalten, die ihr regionales, saisonales Biogemüse, zusammen mit ausgewählten Partnern, anbaut. Die wöchentliche Ernte wird unter den Genoss*innen aufgeteilt und an Verteilstationen in München geliefert. Die Genoss*innen garantieren durch ihre Mitgliedschaft im Kartoffelkombinat die Abnahme aller erzeugten Lebensmittel und übernehmen die Kosten wie Saatgut, Löhne, Logistik, etc. im Voraus.

Das Ziel des Kartoffelkombinats ist der Aufbau einer selbstverwalteten und nachhaltigen Versorgungsstruktur sowie ein gemeinwohlorientiertes statt proftimaximierendes Wirtschaften. Damit macht sich die Soldarische Landwirtschaft zunehmend unabhängig von industriellen Agrarstrukturen und können selbst bestimmen, was und wie angebaut wird. Dieser Versorgungsweg führt zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, zum Wirtschaften ohne Vermarktungsdruck, zur Verbesserung des Ökosystems und zum gemeinwohlorientierten Handeln.

https://www.kartoffelkombinat.de/blog/

Waldgärtner

Der Waldgärtner, den es seit 2009 gibt, ist die erste Solidarische Landwirtschaft in Bayern.

Angefangen hat sie als Waldgärtnerei, 2011 folgte die Pacht einer Gärtnerei mit Gewächshaus, und 2013 kam ein weiterer Standort in Höhenkirchen hinzu, der seit 2015 der Hauptstandort des Walgärtners ist. Die Gärtnerei wird von den Beiträgen der Mitglieder getragen. Durch diese Form des solidarischen Wirtschaftens arbeitet sie unabhängig von marktwirtschaftlichen Zwängen. Mit dem regional, saisonal und ökologisch angebauten Gemüse werden derzeit rund 150 Menschen in München versorgt.

An vier Verteilstationen (in der Wehrelestr. 24, in der Schrenkstr. 9, im Impact Hub in der Gotzingerstr. und direkt in der Gärtnerei in Höhenkirchen) kann der Ernteteil von den Mitgliedern wöchentlich abgeholt werden.

Zwischen März und November werden rund 40–50 Gemüsearten angebaut, darunter eine Vielzahl an Salaten, Kräuter, Kohl, Zucchini, Gurken, Zuckerschoten, Bohnen, Paprika, Chili, Brokkoli, Weißkohl, Auberginen. Eine Besonderheit des Waldgärtners sind die rund 40–50 alten, samenfesten und geschmacksintensiven Tomatensorten.