Wettbewerb: Die schönsten Nachbarschaftsaktionen 2018

Das Netzwerk Nachbarschaft schreibt auch in diesem Jahr „Die schönsten Nachbarschaftsaktionen“ aus. Ob Sportevent, Begrünungsaktion, Dorf- oder Straßenfest, Willkommensinitiative, Tauschbörse, Bank-Patenschaft oder originelle Begegnungsstätte und Kulturspektakel – bewerben Sie sich jetzt mit Ihrem kreativen Nachbarschaftsprojekt!

Auf die Sieger warten sechs mit je 500 Euro dotierte Nachbar-Oskars, die vom Künstler Janosch kreiert wurden. Neu ist der Sonderpreis für die schönsten Bilder aus Nachbarschaften im Gesamtwert von 1.000 Euro. Malen, fotografieren, filmen – zeigen Sie Ihr buntes Quartier.

Bewerben können Sie sich auf der Website des Netzwerks Nachbarschaft

Bild: © Netzwerk Nachbarschaft/ Janosch

(G)Artenvielfalt: Wahl zum Gartentier des Jahres 2018

Wussten Sie, dass Blattläuse ganz oben auf der Speisekarte von Marienkäferlarven stehen? Oder die kleine Hain-Schwebfliege den Sommer im warmen Süden verbringt und dafür die Alpen überquert? Hornissen interessieren sich nicht für Kuchen oder Süßgetränke – sie fressen am liebsten Wespen, Bremsen oder Stubenfliegen.

Die Kandidaten für den Titel „Gartentier des Jahres“ sind Helfer in unseren Gärten. Ob bei der Schädlingsbekämpfung oder Blütenbestäubung – auf sie kann kein Gartenfreund verzichten. Jeder Gartenbesitzer kann dazu beitragen, den teils gefährdeten Arten eine Heimat zu geben.

Die sechs Insekten sind Botschafter für die Biologische Vielfalt in unserer Kulturlandschaft. Stimmen Sie für das Gartentier des Jahres ab und wählen Sie Ihren Favoriten aus!

Die Heinz-Sielmann-Stiftung, die sich einsetzt für den Erhalt der Biodiversität, möchte auf diese unscheinbaren Insekten in unserer unmittelbaren Nachbarschaft aufmerksam machen und verlost unter allen Teilnehmer*innen sechs Wildbienennisthilfen aus Massivholz zum Aufhängen am Haus oder im Garten.

Teilnehmen unter: https://www.sielmann-stiftung.de/gartentier/wahl///Naturwunder/

Pflanzenspaß für Kinder und Eltern im Grünspitz Giesing

Die Bäume sind wieder grün und die ersten mutigen Radieschen spitzen aus der Erde: Der Frühling kommt und mit ihm das Projekt „Junges Stadtgemüse” – dieses Jahr im Gemeinschaftsgarten Grünspitz in Giesing. Während der Gartensaison gibt es immer sonntags vom 13. Mai bis 7. Oktober zwischen 14 und 18 Uhr ein Programm rund ums Garteln speziell für Kinder und ihre Familien. Zu finden ist der „Grünspitz“ an der Ecke Martin-Luther-Straße/Tegernseer Landstraße, am besten erreichbar mit der Tram 15/25 (Haltestelle Tegernseer Landstraße). PA/SPIELkultur organisiert das Programm im Auftrag des Stadtjugendamts München in Kooperation mit dem Verein Kulturverstrickungen und dem Gemeinschaftsgarten Grünspitz.

In dem Projekt können Eltern und Kinder die wilden Ecken und Geheimnisse des Gartens mit allen Sinnen erkunden oder einfach die grüne Oase mitten in der Stadt genießen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, gärtnerisch aktiv zu werden und Kinderbeete mitzugestalten, zu betreuen und schließlich die Früchte ihrer Arbeit zu ernten. So kann die Entwicklung des Gartens über das ganze Jahr beobachtet werden – vom Bau der Hochbeete, dem Säen und Ziehen der Setzlinge, der Pflege der Pflanzen bis zur Ernte. Spielerisch können die jungen Gärtner und Gärtnerinnen erfahren, was die Natur im Garten schenkt. Es werden Hollerkücherl gebacken, saure Kornelkirschdrops getrocknet, Marmelade gekocht, Kräuterbutter geschüttelt und vieles mehr. Außerdem kann man den Bienen bei ihrer Arbeit zusehen, Vogelfutter herstellen und Nisthilfen bauen.

Die neue urbane Gartenbewegung will Orte für Naturerfahrung, gemeinschaftliches Arbeiten und sozialen Austausch zurück in die Städte bringen. Gleichzeitig wird durch den umweltfreundlichen Anbau von Lebensmitteln mitten in der Stadt wieder ein direkter Bezug zur Produktion der Nahrung hergestellt. Diese Räume sind ideal, um die Prinzipien nachhaltiger Anbauweisen, umweltbewusster Ernährung und Selbstversorgung zu erleben.

https://ru.muenchen.de/2018/87/Pflanzenspass-fuer-Kinder-und-Eltern-im-Gruenspitz-Giesing-78354

Dokumentarfilme zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit beim DOK.fest

Das DOK.fest München zeigt in den kommenden zehn Tagen eine Reihe ausgezeichneter Dokumentarfilme, einige davon auch zum Themengebiet Umwelt und Nachhaltigkeit. Nach, zwischen und vor dem Gärtnern lohnt sich ein Kinobesuch, um den Horizont zu erweitern, neue Perspektiven zu gewinnen und gemeinsam über große und kleine Themen zu diskutieren.

DARK EDEN
von Jasmin Herold und Michael Beamish, DE, 2017, 90 Min

Die Regisseurin Jasmin Herold verliert ihr Herz an die Fracking Goldgräberstadt im hohen Norden Kanadas – so wie einst Olga und Markus aus Ostdeutschland. Sie lernt Robbie kennen, der mit Begeisterung die „I love Oilsands“-Campaign leitet und Ureinwohner, die nicht mehr jagen, weil alle Tiere an Krebs erkrankt sind. Die Abgründe hinter dem Ölsand-Eldorado werden immer sichtbarer und lassen erahnen, welche unermesslichen Schäden Menschen und Umwelt davontragen – bis das große Feuer kommt und alles Leben vertreibt. Eine spannende und bildgewaltige Filmerzählung.

Samstag, 05.05.2018, 17:00, HFF – Audimax
Sonntag, 06.05.2018, 21:00, City 3
Donnerstag, 10.05.2018, 19:30, Carl-Amery-Saal/Gasteig
Samstag, 12.05.2018, 16:00, Rio 2

BE’ JAM BE – THE NEVER ENDING SONG
von Cyprien Ponson und Caroline Parietti, FR/CH, 2017, 85 Min

Tief im Dschungel Borneos leben die Penan, ein indigenes Volk von Nomaden. Ihre Mythologie und ihre Gesänge sind geprägt vom traditionellen Leben im und mit dem Regenwald. Doch die Moderne bedroht ihre Lebensweise. Der Regenwald wird gerodet, das Land soll wirtschaftlich urbar gemacht werden. Die Penan bereiten sich auf ihren wichtigsten Kampf vor: den Widerstand von mit Blasrohren bewaffneten Männern gegen riesige Bulldozer. Der Film führt tief hinein in den unberührte Schönheit des bedrohten Regenwaldes. In der Form eines poetischen Klagelieds wird der Kampf Davids gegen Goliath besungen.

Donnerstag, 03.05.2018, 19:00, City 3
Sonntag, 06.05.2018, 14:00, City 2
Dienstag, 08.05.2018, 20:00, HFF – Kino 2
Freitag, 11.05.2018, 11:00, HFF – Kino 1

HOT GREASE
von Sam Wainwright Douglas und Paul Lovelace, US, 2017, 67 Min

Frittenfett im Tank? Was vor wenigen Jahren nach Zukunftsmusik klang, ist heute real. Denn die Treibstoffrevolution ist in vollem Gange! Dabei liegen die Vorteile auf der Hand: Ein scheinbar wertloses Rohmaterial, verbrauchtes Küchenfett, wird mit innovativen Technologien in eine erneuerbare Energiequelle verwandelt. Autos, Busse und LKW tanken recycelten Biodiesel. Dadurch wird der CO2-Ausstoß drastisch reduziert, was wiederum das Klima schont. Warum fahren wir also nicht längst alle mit Biosprit? Versucht die mächtige Erdölindustrie den Vormarsch alternativer Kraftstoffe zu verhindern? Diese Dokumentation zeigt, wie mitten im Ölstaat Texas ein brodelnder Kampf um den Treibstoffsektor tobt.

Freitag, 11.05.2018, 18:00, City 2

FLOOD
von Ohad Milstein, IL, 2018, 60 Min

Die einsame Siedlerin in der Westbank erzählt, wie sie auch mal Steine auf die Palästinenser geworfen habe, die ihr Gebiet auf dem Weg zur Wasserstelle durchquert hatten. Diese hätten so „ihre Lektion gelernt“. Ein palästinensischer Bauer berichtet von seinem Land, das langsam vertrocknet. Zieht Israel hier etwa das Grundwasser ab? In einem Container, der sich bizarr in die Golan-Höhen einfügt, erforschen Wissenschaftler die Sonnenaktivität. Ein Geologe schließlich beobachtet das Tote Meer. Es verdunstet. Der Regisseur zeigt nicht mit dem Finger auf Missstände. Sein suggestiver Essay stellt die richtigen Fragen statt falsche Antworten zu geben.

Dienstag, 08.05.2018, 19:00, Jüdisches Museum München

THE RIGHTS OF NATURE: A GLOBAL MOVEMENT
von Valeria Berros/ Hal Crimmel und Issac Goeckeritz, US, 2018, 52 Min

Macht euch die Erde Untertan!” Dieser Imperativ ist tief in die Textur unserer westlich-globalisierten Welt eingeschrieben. Keine Umweltschutzbewegung hat es bis dato geschafft, das zu ändern. Noch immer ist die Natur im besten Fall eine zur Ausbeutung freigegebene Ressource, im schlimmsten Fall der wohlfeile Ort für eine Deponie. Auf seiner Reise um die Welt begegnet der Film Wissenschaftlern, Juristen und Aktivisten, die die Art, wie wir der Natur begegnen, radikal verändern wollen. Dazu gilt es zunächst, die Rechte der Natur als unveräußerliches und einklagbares Grundrecht weltweit in den Verfassungen zu verankern. Der Film ist nicht nur eine Tour d’Horizon, sondern auch die präzise Bestandsaufnahme einer hochspannenden Umwelt-Bewegung mit ihren Herausforderungen, Chancen und ersten Erfolgen.

Montag, 07.05.2018, 18:00, Rio 1
Freitag, 11.05.2018, 15:00, Neues Maxim

SILAS
von Anjali Nayar und Hawa Essuman, CA/ZA/KE, 2017, 80 Min

Unermüdlich recherchiert der Umweltaktivist Silas Siakor in seiner Heimat Liberia die Machenschaften und Deals internationaler Unternehmen und der Regierung. Landraub und Korruption können nur verhindert werden, wenn die politischen Eliten auch von der breiten Bevölkerung Leuten zur Verantwortung gezogen werden. Silas und sein Team setzen dafür neue Technologien ein: Mit der Smartphone-App TIMBY kann jedermann Menschenrechtsverletzungen dokumentieren und weltweit öffentlich machen. Über fünf Jahre begleiten die Filmemacher einen Kampf zwischen David und Goliath.

Sonntag, 06.05.2018, 16:00, HFF – Kino 1
Montag, 07.05.2018, 19:00, Atelier

THE ANCIENT WOODS
von Mindaugas Survila, LT, 2017, 86 Min

Lichtpunkte flirren durch trübes Grün. Schnee schmilzt unter den Hufen eines Rehs, ein Insekt trocknet seine Beine in der Frühlingssonne. Kommentarlos wird es unserem Auge selbst überlassen, die Vorgänge in den Tiefen des Waldes zu interpretieren. Und nicht immer gelingt es sofort zu entschlüsseln, was geschieht. Die Geräusche des Waldes entführen uns in einen unbekannten Mikrokosmos, wir dringen vor in die kleinsten Lebenswelten unter den Wurzeln, in morastige, von winzigen Fischen bevölkerte Gewässer und folgen einem Adler, der über den uralten Baumwipfeln kreist. Langsam erschließt sich das große Ganze und die Poesie der Natur, in der sogar Menschen ihren Platz finden. Survila schafft einen geradezu spirituellen Film, der sein Publikum in einen meditativen Zustand versetzt.

Sonntag, 06.05.2018, 18:30, Neues Maxim
Dienstag, 08.05.2018, 19:30, Rio 2
Sonntag, 13.05.2018, 15:00, Filmmuseum

Mehr zum Programm: www.dokfest-muenchen.de

Das Dok.fest wird veranstaltet von: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. in Kooperation mit Filmstadt München e.V., zusammen mit der Münchner Stadtbibliothek

Tag des Schulgartens am 12. Juni 2018

Beteiligen Sie sich am “Tag des Schulgartens” in diesem Jahr.

Nach einem erfolgreichen Start und großer Resonanz im vergangenen Jahr ruft die Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten e.V. auch für das Jahr 2018 einen “Tag des Schulgartens” aus. Bevorzugt am 12. Juni 2018 öffnen Schulen und Schulgarten-affine Bildungseinrichtungen ihre Pforten für die Öffentlichkeit und machen damit deutlich, wie wichtig Schulgärten für Kinder sind. Jede Einrichtung kann dies auf ihre Weise tun, zum Beispiel im Rahmen eines Schulfestes, eines Tages des offenen Schulgartens, eines Pressetermins usw.

Um am Wettbewerb teilzunehmen, schicken Sie nach Ihrem Tag des Schulgartens spätestens bis zum 1. September 2018 Ihren Bericht mit einem kurzen Text, Bildern und evtl. Links zu Presseberichten, an den Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten e.V.

Weitere Informationen zum Tag des Schulgartens finden Sie hier.