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Digitales Schatzkästchen für urbane Gärten

Die anstiftung fördert nicht nur die Stiftungsinitiative Urbane Gärten München, sondern Gemeinschaftsgärten und interkulturelle Gärten sowie Offene Werkstätten und Reparatur-Initiativen bundesweit. Wie bereits berichtet, hat die anstiftung mittlerweile eine umfangreiche online-Plattform für Gemeinschaftsgärten in Deutschland geschaffen: urbane-gaerten.de richtet sich an alle, die einen Gemeinschaftsgarten betreiben, weiterentwickeln oder gründen wollen oder sich dafür interessieren. Sie steckt nicht nur voller wichtiger Informationen, sondern bietet auch Möglichkeiten zum Austausch, zur Präsentation des eigenen Gemeinschaftsgartens und zum Stöbern. Gudrun Walesch von der anstiftung ist hauptverantwortlich für dieses Projekt. Mit ihr durften wir uns darüber unterhalten.

Was war der Anlass für euch, diese Plattform ins Leben zu rufen?

Seit Februar dieses Jahres ist die Website online. Gegründet haben wir sie, weil es zahlreiche Anfragen aus den Gemeinschaftsgärten gab, eine bundesweite Vernetzung über das eigene lokale Netzwerk hinaus zur Verfügung zu haben, zum Erfahrungsaustausch, gegenseitiger Beratung und zur Vernetzung. Wissen kann geteilt werden, Fragen und Ideen können gemeinsam diskutiert werden. Länger bestehende Gartenprojekte und  jüngere Initiativen oder Gruppen, die einen Gemeinschaftsgarten planen, können von den Erfahrungen anderer Gemeinschaftsgärten profitieren. Sie bekommen Hilfestellungen, Inspirationen für ihre Projekte, themenspezifischen Input und können Fragen stellen.

Wie ist die Website aufgebaut und an wen richtet sie sich?

Wir hatten auf der anstiftungs-Website bereits viel Material für die Gemeinschaftsgärten zur Verfügung gestellt. Das ist auf der Gemeinschaftsgärten-Plattform nun sichtbarer und leichter zu finden. Das Praxiswissen mit den Tipps zu allen urbangärtnerischen Belangen, von den ersten Schritten zum Aufbau eines Gemeinschaftsgartens und Finanzierungstipps über gärtnerische und infrastrukturelle Themen bis zum Klimagärtnern und Färben mit Pflanzen. Diese Inhalte sind nun auch kommentierbar, sodass weitere Tipps und eigene Erfahrungen mit dem Netzwerk unkompliziert geteilt werden können.

Unter dem Menüpunkt Gärten haben wir unsere Übersichtskarte, auf der die Gemeinschaftsgärten unseres bundesweiten Netzwerks verzeichnet und kurz portraitiert sind. Lokale Gartennetzwerke zeigt stadtweite oder regionale Gartennetzwerke. Unter dem Menüpunkt Community haben wir mittlerweile 16 Gruppen mit sechs Expert*innen, die zu bestimmten Themen Input geben und Fragen beantworten. Den Gruppen kann man unkompliziert beitreten und mitdiskutieren. Es können eigene ausführliche Gartenseiten angelegt und Veranstaltungen eingestellt werden.

Zum Beratungsangebot der anstiftung gibt es Wissenswertes unter Beratung, wir organisieren ja viele Workshops, wenn möglich vor Ort, aufgrund von Corona aber momentan vor allem online und telefonisch. Zudem findet man hier die Gemeinschaftsgärten, die selber auch beraten und kann sie kontaktieren.

Auf der Website kündigen wir natürlich auch unser eigenes Veranstaltungsangebot an und in den Netzwerk-News berichten wir über interessante Projekte, spannende Entwicklungen und informieren über Neuigkeiten.

Das Angebot der Website richtet sich an alle urbanen Gemeinschaftsgärten. Von der Beratung bis zum Blog mit Beiträgen zu aktuellen Themen. Die Registrierung auf der Website ist ganz einfach, so kann man mit kommentieren, den Gruppen beitreten und Wissen teilen.

Neue Plattform für urbane Gemeinschaftsgärten

Die anstiftung hat mit eine neue Plattform zur Vernetzung der urbanen Gartenprojekte in Deutschland geschaffen, die dem Austausch von Wissen und Erfahrungen dienen soll sowie zum Gründen und Weitermachen motivieren will.

Hier finden urbane Gärtner*innen im Community-Bereich verschiedene Werkzeuge zum Organisieren, Informieren und Kommunizieren. Gartenprojekte können sich vorstellen, ihre Veranstaltungen teilen und Bilder zeigen. Auch das umfangreiche, wertvolle Praxiswissen, das von Gudrun Walesch und ihren Kolleg*innen in den letzten Jahren zusammengestellt worden ist, hat dort ein neues Zuhause. Die Aufzeichnungen der Webinare sind ebenso verfügbar wie aktuelle Hinweise und Tipps zu Vereinsgründung, Partizipation, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation mit Ansprechpartnern in der Verwaltung u.v.a.

Die Plattform lädt zum Stöbern, Entdecken und Mitmachen ein:

https://urbane-gaerten.de/

Sommercamp der Gemeinschaftsgärten 2020

veranstaltet von der anstiftung

Wir werden am Wochenende vom 17. bis 19. April 2020 in Berlin tagen, netzwerken und Spaß haben.

Eigentlich müsste es Frühlingscamp heißen, denn nach beharrlicher Bitte, das Treffen nicht immer so spät im Jahr zu machen, haben wir uns entschlossen, es mal im Frühling stattfinden zu lassen. Das Format wird – wie gewohnt – partizipativ, d.h. gerne könnt Ihr Euch schon Gedanken über Workshops machen, falls Ihr welche anbieten wollt.

Weitere Infos zu Ablauf und Anmeldung, sowie ein erster Programmentwurf folgen in den nächsten Wochen. Anmeldung bei email hidden; JavaScript is required

Suffizienz: Her mit dem guten Leben! Aber wie?

Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, den 26. September 2019, um 18 Uhr, in der Filiale der GLS Bank München, Bruderstraße 5a, 80538 München

„Weniger Fleisch, weniger Auto, weniger Flüge…“ Schon wieder! Ja doch, wir wissen es ja!

Aber warum soll gerade ich verzichten? Als Politiker*in verliere ich mit so einem Konzept Wählerstimmen, als Unternehmer*in Umsatzanteile – und den neuen SUV hat dann mein*e Nachbar*in.

Suffizienz steht für Begrenzen und „Weniger“. Es zielt im Bewusstsein der begrenzten natürlichen Ressourcen, des Klimawandels und des Artenverlusts darauf, Energie und Material zu sparen. Am 3. Mai 2019 war der „deutsche Erdüberlastungstag“, an dem wir bereits nach vier Monaten so viele Ressourcen verbraucht hatten, wie unserem Land rechnerisch für das ganze Jahr zur Verfügung stehen.

Doch während Heizungen, Beleuchtung, Dämmung und Hausgeräte immer effizienter werden, bleibt „Suffizienz“ für viele suspekt. Oft wird nur an den Lebensstil jeder* Einzelnen appelliert: Wir bekommen kluge Energiespartipps und Hinweise zuhauf, das persönliche Verhalten zu ändern, die Waschmaschine immer voll zu beladen, die Raumtemperatur zu senken, einen Winterkühlschrank auf dem Fensterbrett einzurichten, mehr zu Fuß zu gehen… – und die Politik bleibt dabei, sie könne der Bevölkerung ihren Lebensstil nicht vorschreiben.                                                                                

Doch Suffizienz gibt auch ein „Mehr“, mehr Gelassenheit, mehr Genuss, mehr Natur, mehr Gesundheit. Und Suffizienz wird längst gut gelebt: In städtischen oder nachbarlichen Gärten, mit Repair-Cafés und Leihläden setzen sich zahlreiche Initiativen landauf, landab für Entschleunigung, gemeinschaftliche Nutzung von Gütern und weniger Konsum ein. Für den Bürgerentscheid zum Radkonzept und nachhaltige Mobilität. Für eine Landwirtschaft mit weniger Chemie und für eine gesündere Ernährung. Für ressourcenarmes und plastikfreies Konsumieren.

Wir wollen beide Seiten diskutieren: Dass Politik und Verwaltungen Rahmen schaffen müssen, damit wir Einzelne nicht mehr zu Lasten Dritter und künftiger Generationen leben müssen. Und: Was das mir an Gewinn bringt, wie das gut geht – konkret, jetzt und hier. An dem Abend werden Christine Wenzl vom BUND und Daniel Überall von anstiftung zu Gast sein und mit uns über Suffizienz und ihr Verständnis davon sprechen.

Veranstaltet von GLS Bank, anstiftung und BUND

Weitere Informationen und Anmeldung hier.

Bild (c) GLS Bank

Materialspende für urbane Gärten

Vom Mohnblumenprojekt auf dem Königsplatz sind Spanplatten zu haben, mit denen der Container verkleidet war. Es sind insgesamt fast 100m² Platten (je ca. 2 x 2,80 m; Stärke 19 mm), die einseitig mit schwarzer Farbe gestrichen sind. Man könnte damit ggf. ein Gartenhaus oder Hochbeete oder andere schöne und nützliche Sachen für den Garten bauen.

Innerhalb Münchens könnte der Künstler Herr Kuhn die Platten eventuell auch bringen. Er braucht aber unbedingt bis zum 4.12.2018 Rückmeldung, danach würden die Platten zersägt und entsorgt werden müssen!

Bei Interesse bitte bei Herrn Kuhn melden (per E-Mail).