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Tipps zum urbanen Gärtnern in der Coronakrise

# 5 vom Gemeinschaftsgarten StadtAcker am Ackermannbogen

Weil die Natur keinen Shutdown kennt und trotz der Trockenheit gerade alles sprießt und grünt, nehmen auch die Frühjahrsarbeiten im StadtAcker ihren Lauf. Allerdings unter komplett neuorganisierten Arbeitsbedingungen: Denn eigentlich ist das gemeinsame Tun unser Grundprinzip, seit vier Wochen müssen wir jetzt gemeinsam umdenken, wie wir unser Zusammenkommen vermeiden können, d.h., wir tragen uns in Listen zur Einzelarbeit ein, verinnerlichen das Abstandhalten voneinander und besprechen uns in Video-Meetings.

Die geselligen Arbeitspausen fehlen uns sehr, trotzdem ist gerade jetzt eine besonders starke Wertschätzung gegenüber den Aktivitäten im StadtAcker spürbar. Klar, wir brauchen die Arbeit an der frischen Luft, aber der Garten braucht auch uns, da gibt es eine Beziehung: Die Gärten bilden im Kleinen ab, was die Landwirtschaft im Großen für uns bedeutet: Wir leben von dem, was wir in und mit der Natur kultivieren. Was wir über den Sommer und im Herbst ernten und essen, wird jetzt angepflanzt und gepflegt, sonst bleibt der Teller leer.

Alle, die eine Pflanze aufziehen und dabei Verantwortung für sie übernehmen, kennen diesen „Mutterinstinkt“, mit dem man den Schützling beim Wachsen beobachtet – er MUSS einfach gedeihen, trotz aller Widrigkeit. Ganz sicher liegt tief unter unserer Gartenlust auch die Gewissheit verborgen, mit dem Gärtnern im Grunde etwas Lebensnotwendiges zu tun. Diese Sicherheit zu spüren gibt Halt, gerade zurzeit hilft uns das Erleben zutiefst sinnhaften, analogen Tuns.

Urbane Gärten „münchnern mit“

Im Rahmen der Veranstaltung „Urbanes München – Ideen für dein Quartier“ der Jahresausstellung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung stellen sich auch urbangärtenerische Initiativen vor.

Am 13. Februar um 19 Uhr
in der Rathausgalerie München, Marienplatz 8, 80331 München

In 60 Minuten stellen kreative Köpfe aus München und anderen Städten ihre Projekte und Ideen für ein lebendiges Quartier vor. Am Ende des Abends sind Sie an der Reihe: Welches Projekt können Sie sich für Ihr Quartier vorstellen?

Das sind die Projekte:
Shquared: Das Münchner Unternehmen Shquared ist eine Plattform für Parallelnutzung. Das Team bring Raumeigentümerinnen und -eigentümer mit Parallelnutzerinnen und -nutzern zusammen.
Salz&Suppe: In Stuttgart wird eine neue Form der Bürgerbeteiligung erprobt. An heimischen Esstischen wurde ein stadtweiter Dialog über die Entwicklung der Stadt geführt – und das über soziale, kulturelle und räumliche Grenzen hinaus.
Piazza Zenetti: Parkplätze wurden im Sommer 2019 zu einem bunten Nachbarschaftstreffpunkt mit Programmangebot. An einer Mobilitätsstation konnten verschiedene Sharing-Angebote getestet werden.
StadtAcker: Statt Einzelparzellen ist ein Gemeinschaftsgarten mitten in München entstanden. Die Beete werden nach verschiedenen Themengruppen bestellt. Dabei wird Gemeinschaft, Austausch und Geselligkeit groß geschrieben.
Niantic: Wie kann man auf Stadtraum neugierig machen? Niantic organisiert immer wieder Veranstaltungen, bei denen Technologie genutzt werden, um die physische Welt neu zu entdecken. Die Welt „da draußen“ wird zum Spiel, sodass Nutzerinnen und Nutzer neue Orte in ihrer Stadt entdecken.

Die Veranstaltung ist Teil der Jahresausstellung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung, Digitalisierung, Mobilität, Klimawandel, sozialer Zusammenhalt. Unter dem Titel „#mitmünchnern – Jetzt ist Zukunft“ zeigt die Ausstellung Strategien, Planungen und Projekte für die kommenden Jahrzehnte. Diese ist von 10. Januar bis 5. März 2020 in der Rathausgalerie am Marienplatz 8 täglich von 11 bis 19 Uhr zu sehen. Begleitend zur Ausstellung finden Diskussionsveranstaltungen, Führungen und Stadtspaziergänge statt. Der Eintritt und das Programm sind kostenlos.

Weitere Infos zur Ausstellung und zum Programm unter muenchen.de/mitmuenchnern.

Bild (c) StadtAcker am Ackermannbogen

Willkommen zum Tag der offenen Gartentür

Gartenbauvereine, Gemeinschafts-, Klein- und Privatgärten laden am 30. Juni ein

In München gibt es viel zu erleben am Sonntag, den 30. Juni. Im Rahmen des Tags der offenen Gartentür, den die bayerischen Gartenbauvereine in Zusammenarbeit mit den Gartenbauzentren in Bayern und der Kreisfachberatung an den Landratsämtern bereits seit 2000 jährlich organisieren, können Interessierte eine große Gartenvielfalt auch in München besuchen. Neben Privatgärten, die von engagierten Gartenliebhaber*innen gehegt und gepflegt werden, können Sie folgende Gemeinschaftsgärten aus underem Netzwerk besuchen. Im Sonnengarten Solln finden Sie den Infostand der Initiative Urbane Gärten München.

Projekt für die Zukunft: Bienengarten Pasing

Auf einer Fläche von 2500 m² wurden 33 Gartenparzellen mit Gemüse, Obst, Kräutern und Blumen gestaltet. Auch Bienenstöcke haben dort ihren Platz gefunden. Der Bienengarten ist ein Projekt des Zukunftsvereins Ergon.
Adresse: Schlagweg 12, Bus 56 Haltestelle Perlschneiderstraße
Kontakt: Anna Saladajczyk

Gemeinsam geht’s besser: „Essbare Stadt München“

In diesem ersten Gemeinschaftsgarten innerhalb einer städtischen Grünanlage gärtnern 100 Nachbarinnen aller Altersgruppen nach dem Prinzip der ökologischen Landwirtschaft auf kleinen Parzellen für den Eigenbedarf.
Adresse: Baumschule Bischweiler, Sachsenstr. 2-4, Bus 58, 68, 132 Haltestelle Baldeplatz. Eingang Baumschule Bischweiler durch das Holztor gegenüber Sachsenstr. 29. Der Gemeinschaftsgarten befindet sich gleich links vom Weg.
Kontakt: Irene Nitsch, Green City

Gärtnern in der Gemeinschaft: Sonnengarten Solln

Dieser 1.250 m² große, ökologische Gemeinschaftsgarten besteht seit 2014. Die Parzellen sind zwischen 18 und 80 m² groß und werden von 26 Mitgliedsfamilien bewirtschaftet. Hier sieht man, dass Gärtnern Spaß macht: Die Wassercontainer sind begrünt und von Kindern bemalt, Gemeinschaft wird in der selbstgebauten Weinlaube gepflegt, viele Sitzgelegenheiten bieten Platz für einen Ratsch zwischen Hoch- und Hügelbeeten, Kräutern, Beeren, Gemüse und Blumen. Erfahren Sie mehr über Mulchen, Kompostieren und das Herstellen von Pflanzenjauchen.
Adresse: Littmannstr. 25, Bus 151 und 134 bis Parkstadt Solln, Bus 63 bis Gulbanssonstr., von dort max. 10 min Fußweg. Lage: In der Verlängerung der Drygalski Allee Richtung Süden am Rande der Felder zum Forstenrieder Park.
Kontakt: Adelheid Lange, Ergon e.V.

Interkulturell und experimentierfreudig: Ökologisches Bildungszentrum

Die verschiedenen Gartengruppen auf dem ÖBZ-Gelände laden ein zu einem Streifzug durch Experimentiergarten, interkulturellem Frauen- und Wabengarten sowie durch den Schaugarten Nachwachsende Rohstoffe – ein Erlebnistag für die ganze Familie!

Experimentiergarten (geöffnet 14 – 18 Uhr):
Erfahren Sie mehr über nachhaltige Bodenbearbeitung und torffreies
Gärtnern. Der Garten umfasst Themenbereiche wie Insekten-, Duft- und Kräutergarten, Trocken- und Wasserbereich sowie Beeren- und Gemüsegarten, inklusive Wildgemüse. Köstlichkeiten aus dem Garten können probiert werden. Die Bienengruppe des Münchner Umwelt-Zentrums stellt ihr Imkerhandwerk vor und lädt bei schönem Wetter zu einem Blick in den Bienenstock ein. Das ÖBZ-Sonntags-Café bietet von 14.30 bis 17.30 Uhr leckere selbstgebackene Kuchen mit Getränken an.
Führungen: 15.00 Uhr: Imkerei (ca. 45 min).
16.00 Uhr: Ab in den neuen Wildgarten!
16.30 Uhr: Besichtigung des Heilpflanzenbeetes

Schaugarten Nachwachsende Rohstoffe
Energie, Öle, Farben, Fasern und Grundstoffe zur Kunststoffherstellung: In Zeiten endlicher fossiler Energien steigt das Interesse der Weltöffentlichkeit an nachwachsenden Rohstoffen. Sie werden aus Pflanzen gewonnen und industriell genutzt. Einige dieser Pflanzen sind im ÖBZSchaugarten zu sehen – bei einer Führung mit Frauke Feuss (14 – 15 Uhr).

Interkultureller Frauengarten und Wabengarten
Das interkulturelle Projekt Frauengarten gibt es seit dem Frühjahr 2008 für Frauen aus allen Nationen. Kräuter, Gemüse und Obst werden nach ökologischen Kriterien angebaut. Im Wabengarten sind unterschiedliche sozial und ökologisch engagierte Initiativen tätig. Entsprechend vielfältig sind auch die Gärten, die Sie besuchen können, z.B. mit einer Führung von 14 – 15 Uhr.

Adresse: Englschalkinger Str. 164, In der Höhe von Haus Nr. 164 gibt es entlang der Englschalkinger Straße kostenlose Parkmöglichkeiten. Die Zufahrt bis zum Haus ist nur für Behinderte möglich. Öffentliche Verkehrsmittel: U4 bis Arabellapark, weiter mit der Tram 16 / 18 oder mit den Buslinien 154 / 183 / 184, Haltestelle Cosimabad. Oder zu Fuß entlang der Englschalkinger Str. (ca. 10 min). Bei Haus Nr. 164 führt ein Fuß- und Radweg zum im Grünen gelegenen ÖBZ.
Kontakt: Frauke Feuss

Ein Garten zum Mitmachen: StadtAcker

Der 1.000 m² große StadtAcker ist ein Gemeinschaftsgarten, der seit 2017 von ca. 40 GärtnerInnen bewirtschaftet und zwar in den Themengruppen Gemüse, Kräuter, Blumen, Beeren, Kompost, Bienen und Kunst. Seit 2018 ist der Garten unter dem Motto „Kurze Wege für den Klimaschutz“ für zwei Jahre Förderprojekt des Bundesumweltministeriums. Er ist offener Lern- und Mitwirkungsort für alle NachbarInnen mit vielfältigem Mitmachprogramm und kontinuierlicher, betreuter Beteiligungsmöglichkeit. Gärtnerische Besonderheiten: ökologische Bewirtschaftung, Mischkultur nach Gertrud Frank, Verwendung von Kompost und Terra preta, Anbau alter Sorten und seltener Arten. Innerhalb des Gartens werden Kunsprojekte umgesetzt. Führung um 14 Uhr.
Adresse: Elisabeth-Kohn-Str. 4, auf der Grünfläche neben der Mittelschule, ca. 50 m südlich der Endhaltestelle der Buslinie 59 Ackermannbogen.
Kontakt: Konrad Bucher, Ackermannbogen e.V.

Garten-Kunst: Interkultureller Gemeinschaftsgarten Grünstreifen

Im Bürgerpark Oberföhring vereint der Grünstreifen durch sein Umfeld Kunst, soziales und ökologisches Engagement. In vielen Stunden gemeinschaftlicher Handarbeitentsanden mehrere Quadratmeter Beetflächen, die von der Gartengemeinschaft zum Anbau von Gemüse und Kräutern genutzt werden. Ein Schwerpunkt ist dabei die Inklusion von Geflüchteten, ein Drittel der Beete steht ihnen deshalb zur freien Verfügung. Gleichzeitig spielt der bewusste Umgang mit der Natur und den landwirtschaftlichen Erzeugnissen eine große Rolle. Ziel ist es, durch die direkte Arbeit mit Pflanzen und Insekten Wertschätzung bzw. Verständnis zu fördern.
Im Rahmen der Ateliertage „open“ im Atelierhaus FOE am 29. und 30.Juni ab 14 Uhr gibt es die Möglichkeit, den Interkulturellen Gemeinschaftsgarten Grünstreifen mit Eineweltgewächshaus an seinem neuen Standort auf dem Gelände (inzwischen hinter dem Bauzaun) zu besuchen.

Adresse: Bürgerpark Oberföhring, Oberföhringer Str. 165, der Eingang befindet sich im hinteren Teil des Geländes, links neben dem Wagenplatz.
Kontakt: Katrin Siebek

Weitere Adressen in und um München finden Sie im Programmheft des Tags der offenen Tür

Foto: Interkultureller Garten Grünstreifen Oberföhring

mitbau IMPULS – Quartiersgärten

Der mitbau IMPULS will Neugierigen in entspannter afterwork-Atmosphäre Anregungen zu aktuellen Wohn- und Nachbarschaftsthemen geben. Zum Austauschen. Zum Debattieren. Jeden 4. Mittwoch im Monat um 19 Uhr. 

Thema am 22. Mai 2019: „Quartiersgärten

Kann ein Garten Nachbarschaft? Wie funktioniert das gemeinsame Gärtnern? Welchen Beitrag leisten Gärten bei der Quartiersarbeit?

Seit Februar 2017 hat der Ackermannbogen einen 1000 qm großen Gemeinschaftsgarten inmitten des Wohngebiets. Gemeinschaftsgarten heißt: Es werden keine Einzelparzellen bewirtschaftet. Stattdessen wird gemeinsam in so genannten Themengruppen z. B. Gemüse, Kräuter, Beeren oder Bienen/Blumen gearbeitet.

Viel Engagement aber auch viel Nachbarschaft steckt in diesem besonderen Quartiersgarten, der von den Bewohner*innen aus dem Quartier selbst verwaltet und gepflegt wird. Dr. Hannelore Schnell, Mitinitiatorin und aktive StadtAcker-Gärtnerin, berichtet über den urbanen Quartiersgarten am Ackermannbogen und seine Wirkung auf die Nachbarschaft.

Der Infoabend ist kostenfrei und findet statt in den Räumen der mitbauzentrale in der Schwindstraße 1 (Eingang Theresienstraße).

Anmeldung unter:
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Betreff: mitbau IMPULS

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