Balanpark

Tomatensetzlinge mögen Brennnesselblättchen und Senfkörner an den feinen Wurzeln. Paprika steht eher auf Kaffeesatz. Und Schnecken? Die scheinen es heuer besonders auf die Salatpflanzen abgesehen zu haben. Diese und andere Erfahrungen sammeln seit 2017 acht Gärtnerinnen und Gärtner im Balanpark. Besonders spannend ist dieses Gartenprojekt auch für die kleinen Mitmacher*innen. So viele, intensive „Naturerlebnisse“ – und die fast direkt vor der Haustüre!

Zwei eingefasste ehemalige Rosen-Beete stehen im Balanpark zur Verfügung, die das Baureferat der Landeshauptstadt München dem Gemeinschaftsprojekt überlassen hat. Angebaut werden Gemüse, Kräuter, Beeren und bunte Blumen für Bienen und Schmetterlinge. Alles in ökologisch verträglicher Mischkultur, ohne Gifte und künstliche Dünger.

Es gibt für alle immer viel zu tun – und experimentiert wird natürlich auch. Die Mitmacher*innen koordinieren sich über E-Mails und Chatgruppen. Viel Engagement und Eigeninitiative sind gefragt für dieses Low-Budget-Projekt. So wurde eine Werkzeugkiste aus ausrangierten Stockbetten selbst gezimmert und auch die Zäune um die Beete sind Marke „Eigenbau“. Das Gießwasser stellt seit diesem Sommer das Baureferat der Landeshauptstadt München. Ein großer Fortschritt! Denn zuvor musste es kannenweise zum Garten geschleppt werden.

Der Balanpark ist ein belebter Park zwischen Giesing und Ramersdorf, mit altem Baumbestand und grünen Wiesen. Hier wird nicht nur gespielt, gesonnt, gejoggt und gelesen, sondern eben auch gegärtnert. Ein weiteres gelungenes Beispiel im Rahmen des Grünpatenprogramms von Green City e.V., in dem sich Bürger*innen an der naturnahen Gestaltung ihrer Stadt beteiligen und fußläufig zur Wohnung hochwertige Naherholungs- und Beteiligungsangebote finden.

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