„Alles Tomate“

Eine Ausstellung des ÖBZ über unser Lieblingsgemüse

auch in den Sommerferien geht’s weiter im urbanen Garten. Jetzt werden die Tomaten geerntet und genossen, mit frischen Kräutern aus dem (urbanen) Garten – das schmeckt nach Sommer. Dem beliebtesten Gemüse in Deutschland ist eine schöne Ausstellung des Münchner Umwelt-Zentrums (MUZ) im Ökologischen Bildungszentrum (ÖBZ) gewidmet. Wer keine eigene Tomatenernte hat, darf sich auf eine Tomatenverkostung vom Waldgärtner Siggi Fuchs im Rahmen der Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 7. August freuen.

Die Ausstellung ist ab 1. August 2022 im Ökologischen Bildungszentrum (ÖBZ, Englschalkinger Str. 166) zu sehen. Sie beleuchtet geschmackliche und kulturelle Aspekte. Außerdem werden Projekte einer nachhaltigen Tomatenproduktion vorstellt.

Zur Vernissage am Sonntag, 7. August 2022 von 15 bis 17 Uhr gibt es eine Einführung in die Ausstellung. Daneben verkostet der Tomatengärtner Siggi Fuchs einige seiner Lieblingssorten.

Bild (c) MUZ im ÖBZ

Mit dem „Bodenkoffer“ den Gartenboden erkunden

Ein neues Lernangebot für die Münchner urbanen Gärten

Gerade in Zeiten von Trockenheit oder Starkregenereignissen wird offensichtlich, wie wichtig die Gesundheit des Bodens auch für die Klimaresilienz ist. Gemeinschafts- und Nachbarschaftsgärten, Krautgärten, Kleingärten und (Hoch-)Schulgärten beschäftigen sich schon länger mit dem langfristigen Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Hier geht es vor allem um die Pflanzengesundheit. Der Zusammenhang von Humusaufbau, Bodenstruktur, Bodengesundheit und Pflanzenernährung ist allerdings sehr komplex und vielen nicht bekannt. Deshalb kommt es oft zu willkürlichen Düngemittelgaben, die Boden und Pflanzen auch schaden können.

Boden begreifen. Boden verstehen: „Bodenkoffer“ fürs Netzwerk

Deshalb wollen wir urbane Gärtner*innen bei ihrer Bodenpflege unterstützen mit dem Projekt „Boden begreifen. Boden verstehen“ und einem Werkzeug zum besseren Verstehen des Bodens. Dank der finanziellen Förderung der anstiftung steht für das Netzwerk der urbanen Gärten München mit dem „Bodenkoffer“ ein schönes didaktisches Werkzeug zur Verfügung.

Der Bodenkoffer wurde u.a. vom österreichischen Bodenforscher und Biobauer Manfred Pennwieser entwickelt, um das Bodenwissen in der Landwirtschaft zu stärken und eine ganzheitliche Bodenanalyse auch für Lai*innen zugänglich zu machen. In zehn Analyse-Stationen kann der Zustand des Bodens nach physikalischen, chemischen und biologischen Faktoren beurteilt werden. Dabei geht es nicht nur um den ph-Wert, sondern beispielweise auch um Bodenlebewesen, Knöllchenbakterien und Versickerungsfähigkeit. Zu jeder Station gibt es die passenden Werkzeuge und ein Erklärvideo. Erfasst werden die Werte digital mit Hilfe einer App.

So lernen wir, unseren Gartenboden zu analysieren, das Zusammenspiel seiner Eigenschaften zu begreifen und ihn als lebendigen Organismus zu verstehen. Daraus entsteht nicht nur eine sehr praktische Handlungsorientierung zu Bodenverbesserung, sondern vielmehr ein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Boden, Pflanzengesundheit, Ernährung, Biodiversität und Klimaschutz.

Bodenwissen wächst in den urbanen Gärten

Die Geografin und urbane Gärtnerin Ruth Mahla („BODEN.KENNEN.LERNEN“) ist erfahrene Bodenkundlerin und Gartenpädagogin. Sie bietet für das Netzwerk Workshops zur Bodenuntersuchung mit dem Bodenkoffer zunächst im Ökologischen Bildungszentrum (ÖBZ) und im StadtAcker am Ackermannbogen sowie in weiteren urbanen Gärten aus dem Netzwerk. Interessierte können sich den Bodenkoffer anschließend kostenfrei ausleihen. Die Benutzung des Bodenkoffers wird angeleitet, sodass urbane Gärtner*innen ihre Gartenböden selbst analysieren können.

Mitmachen!

Wollt ihr euren Gartenboden verstehen lernen? Meldet euch per E-Mail bei Urbane Gärten München, wenn ihr an einem Bodenkoffer-Workshop interessiert seid oder einen Bodenkoffer-Workshop in eurem urbanen Garten durchführen möchtet. Das Angebot richtet sich an die urbanen Gärten im Münchner Netzwerk und ist kostenfrei.

Mit freundlicher Unterstützung der

Foto (c) Ruth Mahla

Hochbeet-Workshop im rosen_heim

am Mittwoch, den 20. Juli von 17 bis 19 Uhr
mit Renate Hudak und Harald Harazim
im Gemeinschaftsgarten rosen_heim, Rosenheimer Str. 245

Der Workshop ist eine gute Gelegenheit, um Neues über nachhaltiges urbanes Gärtnern und Hochbeetbau von Expert*innen auf diesem Gebiet zu lernen. Außerdem geht es um den Nutzen von „Unkraut“, die Vorzüge von Hochbeeten und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ernte aus dem Hochbeet.

Renate Hudak und Harald Hazim stellen ihr neues Hochbeet-Buch vor.

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos.

Um besser planen und genügen Material beschaffen zu können, ist eine Anmeldung unter garten-rosen_heim@gewofag.de oder 0151-544 56567 erforderlich.

Mit der Teilnahme am Workshop stimmt ihr einer Dokumentation in Wort und Bild zu.

Bahnhofsgarten München-Pasing

Pop-Up Garten vom Juni bis 8. Juli auf dem Bahnhofsvorplatz mit Mitmach-Aktionen

Der Bahnhofsgarten wurde mit dem Ziel initiiert, einen Ort der Begegnung, des Miteinanders und des Verweilens am Bahnhof zu schaffen und – zumindest temporär – mehr Grün in die Stadt zu bringen. Veranstaltet wird diese Aktion von den Münchner Einkaufsbahnhöfen (DB Station&Service AG). Es nehmen regionalen Vereine, Organisationen und Mieter*innen des Einkaufsbahnhofs teil. Mit dabei sind u.a. die Hofpfisterei, der Vorlesefriseur Danny Beuerbach mit seinem Leseförderprogramm „Book a look and read a book“ und die Community Kitchen mit Aktionen zum Thema Lebensmittelverschwendung.

https://www.einkaufsbahnhof.de/muenchen-pasing/erleben/bahnhofsgarten-muenchen/

Einladung: Community Picknick für urbane Gärtner*innen bei „Collective Futures“ im Olympiapark

am Samstag, den 9. Juli von 11 bis 14 Uhr
auf der Wiese am Olympiaberg

Tauschen, teilen, ernten, essen: Urbane Gärtner*innen und Garteninteressierte sind eingeladen zum Picknick im Olympiapark. Dabei stehen Kennenlernen, Erfahrungsaustausch und urbangärtnerische Vernetzung, aber auch unsere Freude am Gärtnern in der Stadt und nicht zuletzt das gemeinsame Essen im Mittelpunkt. Selbst geerntetes oder selbst gemachtes und Geschichten aus dem (Gemeinschafts-)Garten sind herzlich willkommen.

Wer möchte, kann von 11:00 – 12:00 Uhr mit uns gemeinsam kochen, bringt gerne Gemüse oder Obst aus dem Garten mit. Wir werden aber auch Lebensmittel vor Ort haben. Ihr könnt auch etwas Selbstgemachtes für das gemeinsame Buffet mitbringen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Und: Das kleine Einmaleins des Fermentierens

am Freitag, den 8. Juli von 17 bis 19 Uhr
auf der Wiese am Olympiaberg

Der Workshop zeigt euch, wie man mit einfachsten Mitteln fermentieren kann und worauf man achten muss, damit ihr nicht eure eigene Schimmelfarm züchtet. Wir sprechen über:

  • Wildes fermentieren süss: Limonade, Essig
  • Wildes fermentieren salzig: Sauerkraut, Kimchi, Gemüse
  • Gezähmtes fermentieren: Kombucha, Wasser-Kefir, Honigwein

Nachdem wir zusammen die Theorie diskutiert haben, werden wir zusammen eine einfache Variante Kimchi („Koreanisches Sauerkraut“ mit Chilli, Ingwer und Knoblauch) zubereiten.

Mitbringen: Einmachglas, Größe ~500ml
Sprachen: Deutsch, English und zur Not auch Français
Leiter: Dr. Camillo Bruni

Und: Workshop Wurmkompost bauen

am Sonntag, den 3. Juli von 11 bis 13 Uhr
auf der Wiese am Olympiaberg

Ein Kompost ganz ohne Garten? Viel einfacher als du denkst! In einer Wurmkiste machen Kompostwürmer Biodünger aus deinen Küchenabfällen – in der Wohnung. Wenn du dich an ein paar einfache Regeln hältst, fühlen sich die Würmer wohl und sorgen auch dafür, dass nichts anfängt zu stinken. In dem Workshop kannst du deine eigene Wurmkiste bauen und lernen, was du beachten solltest. Wenn du mitmachen möchtest, melde dich bei uns an! Wenn du 3 oder 4 ineinander stapelbare (am besten nicht transparente) Plastikkisten oder Eimer und 1 Deckel hast, kannst du die als Basis mitbringen (z.B.: Link). Falls nicht, besorgen wir welche. Bitte mitbringen: 1 Gefäß für ca. 1-1,5l Pulver (Wurmfutter). Würmer und sonstige Materialien besorgen wir. Anmeldung bei: wurmkompost@cold.pink Kosten: Materialkosten (pro Person: Boxen: ca. 15€ (oder selbst mitbringen) Würmer: ca. 15€); wer mitmachen möchte, aber nicht über genügend Mittel verfügt, bitte melden, wir übernehmen in diesem Fall die Materialkosten.

Collective Futures, 2. bis 9. Juli
Künstlerisches Konzept: Mirca Lotz

Ein Community Space zu den Themen Diversität, Nachhaltigkeit und Kollektivität von Safe the Dance und M³Kitchen Platzgestaltung von den Städtischen und mit vielen inspirierenden Initiativen und Aktivist*innen. Eine Freifläche auf dem Olympiaberg wird zur kollektiven, (möglichst) müllfreien Spielwiese  gebaut u.a. aus geupcycelten Materialien der Materialinitiative Treibgut. Im Mittelpunkt steht die Umwidmung des öffentlichen Raums in einen Ort des Austauschs, der allen Besucher*innen offensteht. 

Wie erleben wir in Zukunft Gemeinschaft? Wo lernen sich Menschen verschiedener Hintergründe oder Altersgruppen kennen? Wie lässt sich die Spaltung der Gesellschaft verhindern? Öffentliche Räume sind Orte für die Aushandlung oft widersprüchlicher Interessen und Bedürfnisse und bieten dadurch Chancen für demokratische Prozesse und Integration.

Jeden Tag werden unterschiedliche Workshops angeboten zu Zero Waste, Upcycling von Kleidungsstücken, Fermentieren, Awareness Arbeit u.v.m. In Community Dinner Events kommen Interessierte, Kollektive und Aktivist*innen an einen Tisch.