Onlinevortrag „Essbare Dächer“

vom Ernährungsrat Freiburg & Region
am 29. Juni, von 19:00 bis 20:30 Uhr

Die Dächer über der Stadt bieten viele Vorteile gegenüber anderen Flächen, was essbare Landschaften und Biodiversität betrifft. Wenn wir wissen, wie wir diese Vorteile nutzen können, hilft uns das dabei, die versiegelten Flächen unserer Städte besser zu nutzen, näher an die Kreisläufe der Natur zu kommen, und gemeinsam das Stadtklima zu regulieren. Was gibt es zu bedenken?

Nach einer kurzen Einführung zum neuen Förderprogramm GebäudeGrün hoch³ für Gründächer der Stadt Freiburg, vertreten durch Verena Hilgers (Umweltschutzamt Freiburg), gibt Architektin Leonie Woidt-Wallisser in ihrem Vortrag praktische Tipps zur Anlage von Nutzgärten auf Dächern. Mit verschiedenen Beispielen und langjähriger Erfahrung zeigt uns die Referentin, was alles möglich ist. Themen:

  • Essbare Stadt-Landschaften auf den Dächern
  • Biodiversitätsförderung
  • Wasser sammeln
  • Gemeinschaft

Leonie Woidt-Wallisser gründete 2007 das Kollektiv Cityplot in Amsterdam. Zusammen mit einem engagierten und vielfaltigen Team hat sie sich auf alles was urbane Permakultur betrifft spezialisiert. Als selbst begeisterte Permakulturistin und Architektin unterrichtet und praktiziert sie in vielfältigen Projekten im internationalen Raum.

Die Veranstaltung ist kostenlos und wird gefördert durch die Deutsche Postcode Lotterie.

Die Veranstaltung wird aufgenommen und im Anschluss in den Kanälen des Ernährungsrats Freiburg & Region veröffentlicht.

https://ernaehrungsrat-freiburg.de/termine/onlinevortrag-essbare-daecher/#nav-mobile

https://www.facebook.com/ErnaehrungsratFreiburg/

BNE im Grünen – Lernort Natur an Münchner Schulen

am 22.6.2021 von 14 bis 18 Uhr
am Städtischen Werner-von-Siemens-Gymnasium München

Naturerleben ist ein grundlegender Baustein einer ganzheitlichen Bildung für nachhaltige Entwicklung. Bei dem Praxis-Seminar „BNE im Grünen“ wird daher die Frage im Mittelpunkt stehen: Natur in der Schule – wie geht das zusammen? Wie können Naturerleben und Naturerfahrung stärker Teil des schulischen Alltags werden, gerade auch in Zeiten von Corona? 
Ökoprojekt MobilSpiel e.V. lädt die teilnehmenden Lehrkräfte, Lehramtsstudierenden und Multiplikator*innen ein, sich von der Natur im Schulumfeld inspirieren zu lassen und das Grün rund um das Schulgebäude zu entdecken. Vielfältige Anregungen fürs Draußenlernen werden dabei angeboten: ein praxisorientierter Erfahrungsaustausch, Beispiele aus der Umsetzung an Münchner Schulen und Anknüpfungspunkte für verschiedene Altersklassen und Schulfächer. 

Termin: 22.6.2021 von 14:00 bis 18:00 Uhr

Ort: Städtisches Werner-von-Siemens-Gymnasium München (WSG)

Veranstalter: Ökoprojekt MobilSpiel e.V., gefördert durch das Referat für Klima- und Umweltschutz der LH München

Sollte eine Präsenzveranstaltung aufgrund der Corona-Situation nicht möglich sein, wird eine digitale Alternative angeboten. Die Kosten betragen 25,- Euro (ermäßigt 10,- Euro).

Anmeldung bitte per Mail mit dem Betreff „BNE im Grünen“ + Name, Schule, ggf. Institution an email hidden; JavaScript is required
Weitere Informationen unter: www.oekoprojekt-mobilspiel.de

Blühender Garten

Grenzenlos Blühende Träume

Coronabedingt finden die Tiroler Gartentage 2021 online statt – und bieten vom 24. bis 28. Mai spannende Vorträge. Ein (virtueller) Ausflug über die Landesgrenze lohnt sich!

Montag, 24. Mai 2021, 20.00 – 21.30 Uhr:
Frisches Gemüse im Winter ernten

Der Winter ist die verlorene Jahreszeit im Gemüsegarten. Er ist zwar nicht Hauptwachstumszeit, aber Erntezeit. Und das sollte man sich zur Selbstversorgung mit Gemüse keinesfalls entgehen lassen. Einfache technische Einrichtungen helfen, Gemüsepflanzen über den Winter zu schützen. Viele Gemüsesorten sind winterhärter als es in den Lehrbüchern steht. Es ist eigentlich gar nicht so sehr der Frost, der sie bedroht. Gepflanzt wird im Juli und August. Mit der richtigen Pflege sind Tisch und Beet auch in der kalten Jahreszeit reich mit frischem, knackigem Gemüse gedeckt.

Referent: Wolfgang Palme, Wien
Autor von „Frisches Gemüse im Winter ernten“ und „Ernte mich im Winter“, Abt.Leiter für Gemüsebau an der Bundeslehr und Forschungsanstalt für Gartenbau in Wien-Schönbrunn und Leiter der City Farm Augarten
.


Dienstag, 25. Mai 2021, 20.00 – 21.30 Uhr
Mein Selbstversorgergarten

Garten ist mehr als nur das Nutzen von Lebensmitteln. Er bereichert die Seele, erdet die Gefühle und sensibilisiert die Wahrnehmung. Und deshalb darf ein Garten so sein, wie er ist. Ob wir Lebensmittel draus entnehmen dürfen oder unsere Seele darin baumeln lassen.Rund ums Jahr zeigt Leni Kühn was im Garten zu tun ist: aussäen, pflanzen und pflegen, aber auch ernten und verarbeiten. Damit das, was unsere Omas über die Selbstversorgung noch wussten, nicht weiter in Vergessenheit gerät.

Referentin: Leni Kühn, Aidling – Bayern
Autorin von „“Mein Selbstversorgergarten – mit Bäuerin Leni durchs Gartenjahr“, Hauswirtschaftsmeisterin, Bäuerin
.


Mittwoch, 26. Mai 2021, 20.00 – 21.30 Uhr
Die Kräuter Hausapotheke

In den Tiroler Alpen gibt es einige ganz besondere Heilpflanzen, welche seit jeher von der Bevölkerung genutzt wurden. Diese besonderen Schätze gilt es zu bewahren und ihre Wirkung wieder in unserer Erinnerung zur rufen. Die außergewöhnliche Lage in der sie wachsen, verhelfen ihnen auch zu besonderen Wirkkräften! 10 besondere Pflanzen die in Tirol im Frühling verfügbar sind wird Michaela Thöni-Kohler bei diesem Vortrag vorgestellt und auf deren volksheilkundliche Nutzung eingehen.

Referentin: Michaela Thöni-Kohler, Zams
geprüfte FNL Kräuterexpertin, Zammer Kräuterhex Manufaktur
.


Donnerstag, 27. Mai 2021, 20.00 – 21.30 Uhr
Mein Biotop auf dem Balkon – Naturerlebnis und Ernteglück mitten in der Stadt

Giftfreies Ernteglück von Gemüse, Salat, Kräutern, Obst und Naturerfahrungen in der Gemeinde auf Balkon und Terrasse sind möglich, selbst auf dem Fensterbrett. Es gibt Praxistipps zum ökologischen Gärtnern, Pflanzgefäße, vertikalem Gärtnern, Wurmkiste, Gießen, Düngen, Wintergemüse. Leichter Start und schnelles Ernteglück mit Radieschen und Bunter Salatplatte aus dem Balkonkasten. Jeder einzelne Balkon, jede einzelne Terrasse hat Einfluss auf Artenvielfalt, Klima und Umweltbelastungen.

Referentin: Birgit Schattling, Berlin
Die Berliner Balkongärtnerin, ,,Natur im Garten“ Botschafterin, Autorin und Veranstalterin der bisher sieben Online Bio-Balkon Kongresse
.


Freitag, 28. Mai 2021, 20.00 – 21.30 Uhr
Die Vielfalt in meinem Garten

Hausgärten können Oasen der Vielfalt sein. Ein lebendiger Garten bietet Vögeln, Insekten und anderen Tieren ein zu Hause. Und er belebt die eigenen Sinne: Egal, ob es die Enkelkinder sind, die sich an den bunten Käfern oder die Imker, die sich über eine reiche Ernte freuen. Im Vortrag erfahren Sie, wo sie vielfältige Ecken gestalten können: Im Gemüsegarten, im Kräuterbeet oder in der Obsthecke. Und was sie ganz persönlich gegen das Artensterben und damit für den Klimaschutz im eigenen Garten tun können. Pflanzen sie blühende Stauden, und Zäune. Im Vortrag erfahren sie auch, wie so ein bunter Garten pflegeleicht gestaltet werden kann.

Referentin: Andrea Heistinger, St. Pölten
Gartenexpertin und Buchautorin
.


Weitere Informationen und Zugang zur online-Veranstaltung: https://www.bluehende-traeume.at/programm

Foto (c) Blühende Träume

Blumenwiese vor Bretterwand

Ein ERDFEST feiern: „Dem Lebendigen Lebendigkeit zurück schenken“

Seit 2018 wird im Juni das ERDFEST an vielen Orten gefeiert. Interessierte können sich der Initiative anschließen und ihr eigenes Erdfest feiern. Im urbanen Garten, auf dem Balkon oder im Park.

Vom 18 bis 20. Juni 2021 finden wieder Erdfeste statt. Zeit genug, um noch das eigene Erdfest vorzubereiten und gemeinsam zu feiern.

Die Initiative zum ERDFEST ging von der Nachhaltigkeitsforscherin Hildegard Kurt und dem Biologen und Philosophen Andreas aus. Erdfeste sollen Erfahrungsräume schaffen, in denen Umdenken zu einer gesellschaftlich wirksamen Kraft werden kann. So eröffnet »ERDFEST« den Raum für eine neue kulturelle Allmende, ein Gemeingut für nachhaltige Entwicklung und den Schutz biologischer Vielfalt, das von immer mehr engagierten Menschen lebendig gestaltet wird. 2019 wurde ERDFEST als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Sonderwettbewerb »Soziale Natur – Natur für alle« ausgezeichnet.

In diesem Juni finden auch unter den Vorzeichen von Corona wieder Erdfeste statt – jenseits des Zwangs zum Publikumsevent.

„Erdfeste brauchen keine im Voraus organisierte Veranstaltung zu sein. Sie schöpfen ihre Kraft ganz aus der jeweiligen Gegenwart eines bewussten In-Beziehung-Tretens mit dem Lebendigen und mit dem, was die Welt lebendig hält. Mit denkbar geringem Aufwand erkunden Erdfeste in schönster, den Menschen überschreitender Ko-Kreativität das Mitsein als neues In-der-Welt-Sein – und vermitteln spürbar die Freude hieran“, so Hildegard Kurt und Andreas Weber.

Selbst ein Erdfest feiern – wie geht das?

  • Ob eigener Balkon oder (urbaner) Garten, Wald, Feld, Brache oder Park: Jeder Ort draußen, in Zuwendung aufgesucht, ist ein passender Ort.
  • Gemeinsam innehalten, um unser Sein zu spüren – mit den Menschen aus dem nächsten Umkreis, Familie, Freund*innen und Bekannten. Wir mögen pandemiebedingt den gebotenen Abstand zueinander halten: Das lebendige Sein, das wir mit allen Wesen teilen, kann auch bei körperlicher Distanz tief und beglückend wahrnehmbar werden.
  • Kleine, bewusst gesetzte Gesten, Singen, Klänge, ein Tanz, Stille, achtsames Verweilen … Dem Lebendigen Lebendigkeit zurückschenken können wir auf vielfältigste Weisen. Einen Baum, eine Wiese, einen Bach oder auch eine Industriebrache fragen: Was erfahre ich von dir? Und anschließend miteinander teilen, was dabei geschehen ist … Auch das ein Erdfest vom feinsten!
  • Das eigene Erdfest vorab auf der Webplattform erdfest.org kommunizieren und damit auch andere zum Dabeisein inspirieren.

Zur Mitwirkung eingeladen sind Organisationen jedweder Art wie auch Einzelpersonen, die Wege hin zu einer lebensfördernden Gesellschaft suchen und ebnen. Indem die Erdfeste in all ihrer Vielfalt zeitlich auf drei Tage gebündelt sind und auf der Webplattform erdfest.org publik gemacht werden, entsteht eine Wahrnehmbarkeit, die vereinzelt nicht möglich wäre. Dies stärkt auch die politische Wirksamkeit.

Informationen für am Mitwirken Interessierte: www.erdfest.org/de/mitwirken

Grüne Augenöffner beim DOK.fest 2021 – online

Das DOK.fest München 2021 zeigt vom 5. bis 23. Mai eine Auswahl der besten internationalen Dokumentarfilme auf der digitalen Leinwand @home.

Deutschlands größtes Dokumentarfilmfestival präsentiert 131 Filme aus 43 Ländern. Aufgrund der anhaltenden Pandemie gibt es die Filme auch heuer wieder im Heimkino. Das virtuelle Rahmenprogramm mit Eröffnung und Filmgesprächen garantiert dennoch ein (digitales) Festivalgefühl.

Drängende Themen und aktuelle Fragestellungen zum Umgang mit Umwelt und Natur oder zu nachhaltigen Lebensstilen sind längst fester Bestandteil des Programms des Münchner Dok.fest. In diesem Jahr gibt es deshalb wieder empfehlenswerte, spannende Dokumentationen, wie gemacht für urbane Gärtner*innen. Sie sind regelrechte „Augenöffner“ – und so lautet auch das diesjährige Motto des Filmfestivals.

MONOBLOC

Wer kennt schon die Geschichte des Plastikstuhls, der in so vielen (urbanen) Gärten steht. Als selbstverständlicher Bestandteil des Gartens wird er täglich genutzt. Wir „besitzen“ ihn, ohne über ihn nachzudenken. Doch wie jedes Ding hat auch er eine spannende Geschichte. Haule Wendler erzählt sie im Dokumentarfilm Monobloc:

(c) DOK.fest München MONOBLOC

Hauke Wendler, Deutschland 2021, 90 Min., Originalfassung: Portugiesisch, Italienisch, Hindi, Luganda, Französisch, Englisch, Deutsch – Untertitel: Deutsch, Englisch

„Jeder ist schon einmal auf ihm gesessen: auf jenem geliebten, gehassten Plastikstuhl, der in jeder Strandbar, jedem Vorgarten, vor jeder Frittenbude sein Dasein fristet. Wussten Sie eigentlich, wer ihn erfunden hat? Und wer ihn dann als Massenware produziert hat? Dass er sogar im Museum steht? Wo muss ein Filmteam überall hinreisen, um eine Geschichte zu erzählen, die von Wirtschaft, Gerechtigkeit, Chancengleichheit und Würde erzählt – und über eine seltsame Beziehung: die zwischen Menschen und Dingen. Eine kuriose Reise nach Afrika, Indien, USA, Frankreich, Brasilien… auf der Suche nach einem Stuhl, der immer schon da ist, bevor man angekommen ist. Ein persönliches Porträt von einem der auszog – um sitzen zu lernen.“ 

Elena Álvarez, (c) dok.fest München

Zum Film


WOOD – DER GERAUBTE WALD

(c) DOK.fest München WOOD

Michaela Kirst, Monica Lazurean-Gorgan, Ebba Sinzinger, Deutschland/Rumänien/Österreich 2020, 97 Min., Originalfassung: Rumänisch, Englisch, Deutsch – Untertitel: Englisch, Deutsch

Jeder hat von illegalem Holzabbau gehört. Jeder weiß, dass Unmengen abgeholzt werden – um genau zu sein: weltweit alle zwei Sekunden die Größe eines Fußballfeldes. Aber doch nicht in Europa! Von wegen: Auch hier ist der Handel mit illegalem Holz Tagesgeschäft. Das eigene Billy-Regal entstammt vermutlich aus verbotener Rodung. Große Firmen aus Österreich schaffen Anreize in Rumänien, Holz illegal abzubauen. Die Herkunft der Ware, ob Wirtschaftswald oder Nationalpark, ist dabei egal. Wenn jemand genauer hinsieht, wird gedroht. Der Film begleitet ein investigatives Team rund um den Globus. Angeführt von einem ehemaligen US-Marine-Mitglied werden mit Undercover-Methoden Mittel der weltweiten Holzmafia aufgespürt. Ziel ist es, mit neuen Regeln die illegalen Machenschaften zu unterbinden. 

Katharina Dolles, (c) dok.fest München

Zum Film


HOLGUT

(c) DOK.fest München HOLGUT

Liesbeth De Ceulaer, Belgien 2021, Originalfassung: Russisch – Untertitel: Englisch

„Permafrost ist irgendwie cool!” Zwei Expeditionen führen uns in die raue Weite Jakutiens. Während ein Junge aus der Stadt von seinem Bruder in die Kunst der Jagd eingeführt wird, durchgräbt ein Forscher den allmählich schmelzenden Permafrostboden. Er sucht nach einer einzigen, perfekt erhaltenen Mammutzelle. Seine Vision: die Riesen der Eiszeit eines Tages im Genlabor zu klonen und in der Tundra wieder auszuwildern. Zwischen Hightech-Träumen und urzeitlichen Ritualen spannt der Film einen faszinierenden Bogen mit majestätischen, düsteren Bildern von einer Natur, die es so vielleicht bald nicht mehr geben wird. Hier, in der Dämmerung der Zeiten, vermischen sich Realität und Fiktion, Zukunftsvision und Mythos.

Zum Film


DIE KUNST DER FOLGENLOSIGKEIT

(c) DOK.fest München DIE KUNST DER FOLGENLOSIGKEIT

Jakob Brossmann, Friedrich von Borries, Deutschland 2020, 67 Min., Originalfassung: Französisch, Englisch, Deutsch – Untertitel: Englisch

„Was im Moment als sinnvolles Leben angesehen wird, hat ja zum Zustand der Zerstörung unserer Natur geführt, den wir jetzt erleben.“ Der Architekt und Designtheoretiker Friedrich von Borries hat einen Gegenvorschlag: folgenlos leben! Sich von Erfolg und Wachstum lossagen. Diese Idee aufgreifend, entwickelt der Regisseur Jakob Brossmann ein kunstvoll verschachteltes hybrides Szenario, konfrontiert Dokumentarisches mit Fiktionalem und lässt innerhalb der verschiedenen Ebenen Figuren wie Darstellende – und nicht zuletzt von Borries und sich selbst – zu Wort kommen. Was ist Kunst, was kann, soll sie politisch bewirken? Wie wichtig ist Erfolg und was bedeutet es, ein Leben zu führen, das keine negativen Folgen hat? Ein Film, der dazu einlädt mitzudiskutieren! 

Selime Schauer-Altinbilek, (c) dok.fest München

Zum Film


LIFE OF IVANNA

(c) DOK.fest München LIFE OF IVANNA

Renato Borrayo Serrano, Russland/Norwegen/Finnland, 77 Min., Originalfassung: Russisch – Untertitel: Ohne, Englisch

Leben im Permafrost: Wäsche waschen, Holz hacken, Rentier zerlegen. Draußen – ewiges Eis. Drinnen – fünf kleine Kinder mit ihrer jungen Mutter Ivanna. Die Kippe steckt in ihrem Mund wie das Ofenrohr in ihrer mit Rentierleder bespannten Hütte. Wenn der Sturm zu stark daran rüttelt, wird sie einfach aus dem Wind gedreht, das Haus steht auf Kufen. Wenn das kleine Nomadenvolk der Nenzen weiterzieht, werden vorne die Rentiere eingespannt. Ivanna führt noch das mühsame Leben ihrer Eltern und träumt von einem eigenen Haus in der Stadt. „Ich möchte alles ändern. Ein gutes Leben haben.“ Der Besuch bei ihrem alkoholabhängigen Mann bietet keine guten Aussichten. Am Ende hat er ein weiteres Mal seinen Beitrag geleistet. Porträt einer starken Frau. 

Christian Lösch, (c) dok.fest München

Zum Film


MORNING STAR

(c) DOK.fest München MORNING STAR

Nantenaina Lova, Madagascar 2020, 77 Min., Originalfassung: Madagassisch – Untertitel: Englisch

Für das australische Bergbauunternehmen Base Toliara ist der Strand von XXX ein Gebiet voll ungenutzter wertvoller Rohstoffe, für die Regierung von Madagaskar eine Chance auf schnelles Wirtschaftswachstum. Für dessen Einwohner im Südwesten der afrikanischen Insel jedoch bedeutet er Heimat und Lebensgrundlage. Hier gehen sie fischen, hier liegen ihre Ahnen begraben. In einem Kampf „David gegen Goliath“ leisten sie Widerstand und versuchen, sich den erbarmungslosen Mühlen des globalen Kapitalismus entgegenzustellen. Zum Soundtrack ihrer rituellen Gesänge begleiten wir diese Menschen auch bei ihrem alltäglichen Leben. Ein neues Kanu wird gekauft, die Speerfischer fahren zur See, Kinder plantschen im Fluss. Es wird allzu deutlich, was hier auf dem Spiel steht. 

Philipp Großmann, (c) dok.fest München

Zum Film


Das Programm finden Sie unter www.dokfest-muenchen.de. Dort können Sie Filme auswählen und online bezahlen. Die Filme können Sie vom 6. bis zum 23. Mai anschauen. Das Streaming steht ab dem ersten Start 48 Stunden lang zur Verfügung: Ein Ticket kostet 6 Euro, das Soli-Ticket 7 Euro (inkl. 1 Euro für unsere Partnerkinos). Zudem gibt es einen Festivalpass für 70 Euro (inkl. 5 Euro Kino-Soli).