Münchner Gärten der Kulturen

Dieser Garten sucht momentan nach einer neuen Fläche!
Kontakt:
Münchner Gärten der Kulturen e.V.
c/o Ahmet Çiçek 
(Erster Vorstand)
Tel. (089) 88 12 75
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In den Münchener Gärten der Kulturen hinter dem Waisenhaus gärtnerten 20 Einzelpersonen, Gruppen und Familien, insgesamt ca. 60 Personen, auf 21 Parzellen à 12 m².
Der Garten war 360 m² groß, es wurde ökologisch angebaut.

Trägerverein ist der Münchener Gärten der Kulturen e.V.


Selbstdarstellung:
„Seit 2004 bauen Flüchtlinge und MigrantInnen unterschiedlichster Herkunftskulturen zusammen mit Deutschen auf einem Gartengrundstück im Münchner Waisenhaus Gemüse, Obst und Kräuter an. Regelmäßige intensive Zusammenarbeit innerhalb einer „international learning community“ lassen eine Gemeinschaft entstehen. Von zentraler Bedeutung ist die Einbindung der Familienangehörigen, vor allem der Kinder. Die bewusst heterogene Zusammensetzung der Gruppe verstärkt die interkulturelle Qualität des Projekts.

Das von den Münchner Gärten der Kulturen e.V. initiierte interkulturelle Gartenprojekt in Kooperation mit dem Waisenhaus will einen ressourcen-, alltags- und familienorientierten Integrationsansatz für Flüchtlinge und Zuwanderer fruchtbar machen. Der Schwerpunkt liegt dabei besonders auf der Integration von Menschen mit Fluchterfahrungen, die oftmals traumatische Erlebnisse hinter sich haben, alles verloren haben und im wahrsten Sinn des Wortes „heimat-los“ sind. In Deutschland müssen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen leben und sind in der Regel von Integrationsmaßnahmen ausgeschlossen.

Die GärtnerInnen regeln und gestalten das Gartenprojekt selbst. Sie organisieren Gartengeräte, graben den Kompost um, bauen ein Gartenhaus, halten regelmäßige Gartentreffen ab, kümmern sich um Öffentlichkeitsarbeit. Einmal im Jahr findet ein großes Gartenfest statt, das die GärtnerInnen selbst organisieren und zu dem sie Freunde und Bekannte einladen. Weitere Aktivitäten entwickeln sich aus der GärtnerInnengruppe heraus und knüpfen unmittelbar an den vorhandenen Ressourcen der einzelnen Mitglieder an.

Das Projekt versteht sich explizit als ein politisches Projekt. Es nimmt Partei für die Interessen von Flüchtlingen und Zuwanderern und setzt sich dafür ein. Ziel ist, den GärtnerInnen durch die Mitgestaltung des Gartenprojektes wieder ein Stückchen Selbstbestimmung, Würde und Autonomie zu ermöglichen. Menschen, die bewusst jahrelang von der Gesellschaft ausgeschlossen werden, können hier ihre Fähigkeiten, ihre Ideen, ihre Kreativität einbringen. 
Das Projekt entspricht den Kriterien der Lokalen Agenda 21, indem es die gleichberechtigte Partizipation und Integration von MigrantInnen ermöglicht, eine ressourcenorientierte Kultur der Vielfalt fördert und konsequent ökologischen Standards verpflichtet ist. (Porträt auf der Homepage der anstiftung)

Preise und Auszeichnungen:
2004 Förderpreis „Münchner Lichtblicke“ der Landeshauptstadt München, des Ausländerbeirates und der Lichterkette e.V.

Kooperationspartner:

  • Landeshauptstadt München
  • Münchner Waisenhaus
  • Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München
  • Refugio München, Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer
  • anstiftung