Historische Gärten sind immer auch Zeugnisse unserer Kulturgeschichte, ob sie den Anbau von Nahrungsmitteln, herrschaftliche Repräsentation oder den Ausdruck des Naturverständnisses einer Gesellschaft zum Zweck hatten. Historische Parks und Gärten in Deutschland gehören oft zu den bedrohten Kulturgütern, da sie aus fehlendem Verständnis oft stark überformt oder zu wenig gepflegt wurden.
Im besten Fall kann man in einem historischen Garten sowohl die geistige Tradition erkennen, in der die Anlage ursprünglich gestaltet worden ist, aber auch den Wandel des Naturverständnisses und des Gesellschaftsmodells durch die Zeiten erspüren. Historische Gärten können Orte der Bildung und Wissenschaft, der Erholung, Naturerfahrung und der Kunst sein. In unseren heutigen Zeit muss auch in einem historischen Garten Ökologie und Biodiversität eine besondere Rolle spielen. Dadurch ergeben sich viele neue Möglichkeiten und Impulse für erweiterte Erholungs-, Nutzungs- und Bildungskonzepte.

