Archiv der Kategorie: Allgemein

16. Truderinger Zukunftsgespräch zum Thema „Lebensmittelverschwendung“

Am Montag, den 1. April von 19:30 bis 22:00 Uhr lädt die Initiative „Trudering im Wandel“ zu einer Diskussionveranstaltung im Truderinger Kulturzentrum ein:

Wie kann es sein, dass in Deutschland pro Sekunde etwa  570 Kilogramm genießbare Lebensmittel im Müll landen? Teils auf dem Acker, bei der Verarbeitung und in der Gastronomie, im Handel und letztlich bei den Verbraucher*innen findet eine unvorstellbare Verschwendung von Nahrung und somit wertvoller Ressourcen und Energie statt.

Seitdem die Vereinten Nationen im Jahr 2015 die 17 Nachhaltigkeitsziele verabschiedet haben, sind alle beteiligten Staaten in der Verpflichtung, die Ziele der Agenda 2030 umzusetzen. Hierzu gehört der Kampf gegen Hunger gleichermaßen wie der Schutz von Ressourcen und eine nachhaltige Landnutzung. Ein wichtiges Thema ist die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung weltweit. Bisher setzt der Gesetzgeber hierzulande allein auf freiwillige Maßnahmen und startet stattdessen immer wieder Kampagnen, etwa www.zugutfuerdietonne.de oder www.lebensmittelwertschaetzen.de, die die Verbraucher*innen leider nicht in gewünschtem Maß erreichen.

Doch viele Menschen setzen sich gegen diesen Wegwerf-Wahnsinn zur Wehr und haben funktionierende Strategien entwickelt. „Trudering im Wandel“ stellt Initiativen und Akteure vor, die sich für einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln einsetzen und der Vergeudung den Kampf ansagen.

Ort: Kulturzentrum Trudering, Wasserburger Landstraße 32

Die Referent*innen berichten von Projekten und Strategien gegen Lebensmittelverluste:

  • Bernadette Lex, Bio-Landwirtin
    erklärt, warum auf dem familiengeführten Biohof Lex in der Nähe von Erding keine Lebensmittel verschwendet werden. Sie ist überdies Lieferantin vieler Produkte des Markttreffs „Tante Trude“, der zweimal im Monat im Stadtteilladen Trudering stattfindet.
  • Günes Seyfarth, Unternehmerin, Gründerin und Vorstand von Foodsharing München
    rettet seit über fünf Jahren selbst Lebensmittel, setzt sich für Aufklärung ein und gibt Einblicke in die Tätigkeit einer Foodsaverin.
  • Robin Hertscheck, EDEKA-Filialleiter in Neubiberg
    gibt Lebensmittel mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum kostenlos ab, statt sie wegzuwerfen. Damit setzt er ein Zeichen gegen die gängige Praxis im Handel.
  • Gisela Horlemann, Leiterin der Abteilung Ernährung beim VerbraucherService Bayern
    initiiert zum Thema „Lebensmittel zu schade für den Müll“ Vorträge, Aktionen und Bildungsangebote. Sie war Mitglied im Lenkungskreis zur Gründung des Münchner Ernährungsrates.
  • Kati Landsiedel
    arbeitet als Naturpädagogin und berichtet über ihre Erfahrungen beim „Containern“, also dem Entwenden von entsorgten Lebensmitteln aus Supermarkt-Mülltonnen.

Moderation: Julia Post

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Veranstalter: Trudering im Wandel, Bürgerzentrum Trudering e.V., www.truderingimwandel.de

Neue Chance: Boden begreifen

Wer im letzten Herbst den Workshop mit Daniel Diehl von Slow Food verpasst hat, den die Stiftungsinitiative Urbane Gärten München in Kooperation mit dem BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung angeboten hat, erhält am Sonntag, den 31. März eine neue Chance.

Unter dem Titel „(Ein-)Blick in die Erde – Boden begreifen“ bietet das Ökologische Bildungszentrum einen Workshop mit Daniel Diehl für alle interessierten urbanen Gärtner*innen an, die unsere Lebensgrundlage neu kennen- und schätzenlernen wollen.

Das Seminar ist sehr lohnenswert, es sind noch wenige Plätze frei. Anmelden! Weitere Informationen finden Sie hier.

Münchner Ernährungswende jetzt!

Auftaktveranstaltung des Münchner Ernährungsrats

Der Ernährungsrat München lädt alle Interessierten ein, gemeinsam konkrete Schritte zu erarbeiten, um der Vision näher zu kommen, ein resilientes, gerechtes und gemeinwohlorientiertes Ernährungssystem in München und seinem Umland zu etablieren und regionale Wertschöpfungskreisläufe wieder zu schließen.
Das große Ziel des Ernährungsrats ist: Gutes Essen für alle!
Es braucht ein starkes Bündnis aus allen Bereichen der Gesellschaft, um die ökologischen und sozialen Herausforderungen, die uns bevorstehen, zu bewältigen. Dafür tritt der Ernährungsrat ein und hofft dabei auf aktive Mitwirkung und Teilhabe der Zivilbevölkerung.
Zum Ersten Münchner „Local Food Summit“ sind Schüler*innen, Student*innen, Vertreter*innen von Verbänden, Handwerk, Handel, Gastronomie, Politik, Forschung und alle an der Münchner Ernährungswende Interessierten eingeladen.

Am Mittwoch, den 13. März 2019, von 18 bis 20.30 Uhr
im Alten Rathaussaal, München

Programm

18:00 Begrüßung

  • Vorstand des Münchner Ernährungsrats
  • Stephanie Jacobs / Umweltreferentin, Referat für Gesundheit und Umwelt

18:15 Impulsvorträge „Ernährungswende jetzt“

  • Münchner Kindl
  • Karl Ludwig Schweisfurth / Gründer der Hermannsdorfer Landwerkstätten
  • Sepp Braun / Bio-Bauer, Innovator für fruchtbare Böden
  • Dr. Ursula Hudson / Vorsitzende von Slow Food, Deutschland e.V.
  • Prof. Dr. Markus Vogt / Lehrstuhlinhaber für Christliche Sozialethik, München

18:40 Künstlerisches Intermezzo

Ecco Meineke / Kabarettist


18:50 Keynote

Valentin Thurn / Dokumentarfilmer, Journalist, Autor

Gutes Essen für alle: Ernährungssouveränität für München und Umland


19:10 Vorstellung des Münchner Ernährungsrat

Der Münchner Ernährungsrat – Wir sind viele!


19:30 Videobotschaften

  • Felix Prinz zu Löwenstein, Agrarwissenschaftler und Landwirt
  • Dr. Wilfried Bommert, Institut für Welternährung
  • Christian Felber, Gemeinwohl-Ökonomie
  • Ernährungsräte Berlin und Freiburg und weitere

19:40 Kulinarischer Auftakt

Melden Sie sich bitte bis 4.3.2019 mit diesem Anmeldeformular an unter info@ernaehrungsrat-muenchen.de

Förderung der BürgerStiftung bis zum 8. März nutzen

Die BürgerStiftung München verdoppelt unter bestimmten Voraussetzungen die vorhandenen Eigenmittel von Projekten mit Geldern aus dem Agenda-21-Topf der Stadt München. Bei diesem „50/50-Matching-Fund“ bringt der Projektträger selbst 50 % der Projektkosten aus nicht-städtischen Mitteln ein.

Für die Stadt München übernimmt die BürgerStiftung München die Auswahl der Projekte nach festgelegten Nachhaltigkeitskriterien der Agenda-21. Dafür prüft sie die Anträge, berät, vernetzt, verantwortet und verwaltet.

Bis 8. März 2019 können Sie noch Förderanträge für Ihre Projekte bei uns einreichen. Das Antragsformular finden Sie unter www.buergerstiftung-muenchen.de.

Wenn Sie einen Antrag an die BürgerStiftung München zur Förderung eines Projektes im Rahmen des Matching-Funds stellen möchten, beachten Sie bitte folgende Förderrichtlinien:

  • Das Projekt muss innerhalb eines Kalenderjahres abgeschlossen werden.
  • Mindestens die Hälfte der Projektkosten muss aus Eigen- oder anderen Drittmitteln finanziert werden.
  • Wird Ihr Projekt bereits durch Zuschüsse der Stadt München gefördert, ist keine weitere Förderung über den Matching-Fund möglich.
  • Die maximale Fördersumme beträgt 9 000 €.
  • Manchmal ist es daher sinnvoll, aus einem Gesamtprojekt sinnvolle Teilprojekte zu definieren und hierfür einen gezielten Antrag zu stellen.

Anträge sollten in der Regel bis Ende Dezember für eine Förderung im Folgejahr abgegeben werden. Den Förderbescheid erhalten Sie im April des Projektjahres. Die Auszahlung der Mittel erfolgt frühestens im 2. Quartal eines Kalenderjahres. Die Fördermittel müssen innerhalb des vorbestimmten Kalenderjahres und in vollem Umfang eingesetzt werden (Belegpflicht). Eine Folgeförderung ist nur in Ausnahmefällen möglich, maximal für drei aufeinander folgende Jahre.

Förderwürdige Projekte müssen einen Bezug zur Stadt München haben und dem Leitbild der Nachhaltigkeit folgen. Dazu gehören z. B.:

  • Verbesserung des sozialen Zusammenhalts
  • Steigerung von Lebensqualität, Gesundheit und Wohlbefinden vor Ort
  • Maßnahmen zum Umweltschutz
  • Stärkung regionaler/lokaler Wirtschaftsstrukturen
  • Förderung des fairen Handels
  • Förderung von gesellschaftlichem Engagement, Selbst- und Mitverantwortung
  • Vernetzung mit bestehenden Aktivitäten/Institutionen
  • Etablierung von Strukturen, die sicherstellen, dass sich das Projekt langfristig trägt
  • Beteiligungsprozesse für Bürgerinnen und Bürger und bestehende Organisationen (Partizipation)
  • Erfolgskontrolle.

Weitere Auskunft erteilt gerne Petra Birnbaum:
Fon: 089 20 23 81 11
Mail: buero@buergerstiftung-muenchen.de

Patente auf Pflanzen und Tiere stoppen!

Aufruf zur Demo am Europäischen Patentamt in München
am 27. März 2019, um 11 Uhr, am Bob-van-Benthem-Platz 1

Am 27. März 2019 trifft sich der Verwaltungsrat des Europäischen Patentamtes (EPA), in dem die 38 Vertragsstaaten vertreten sind, in München. Erneut auf der Agenda: Patente auf Pflanzen und Tiere aus herkömmlicher Züchtung. Zu den Beratungen des Verwaltungsrates ist nur die Industrie eingeladen. Wir werden es aber nicht zulassen, dass die Interessen der Allgemeinheit außen vor bleiben!

Im Juni 2017 hatte der Verwaltungsrat nach öffentlichen Protesten und nach Vorgaben der EU beschlossen, dass Patente auf Pflanzen und Tiere aus herkömmlichen Züchtungsverfahren, bei denen keine Gentechnik zum Einsatz kommt, verboten sind. Im Dezember 2018 entschied das EPA jedoch, dass der Beschluss des Verwaltungsrates rechtlich unwirksam sei. Somit könnten diese Patente jetzt doch erteilt werden.

Das Verbot war von Anfang an lückenhaft: Verfahren, bei denen nach dem Zufallsprinzip ausgelöste Mutationen genutzt werden, galten weiterhin als Erfindung. Von derartigen Patenten könnten Tausende von Pflanzensorten betroffen sein, entsprechende Verfahren werden schon seit über 50 Jahren eingesetzt.

Im Ergebnis herrscht jetzt am EPA rechtliches Chaos, das insbesondere von großen Konzernen wie Bayer, Syngenta und BASF missbraucht werden kann, um die Grundlagen unserer Ernährung zu monopolisieren. Sie fordern bereits, dass sogar widerrufene Patente erneut in Kraft gesetzt werden. Das rechtliche Chaos beenden!

  • Schaden von der Allgemeinheit abwenden: Keine weitere Monopolisierung unserer Lebensgrundlagen!
  • Herkömmliche, konventionelle Züchtung muss von Patentansprüchen frei bleiben!
  • Bei Patenten, die im Bereich Gentechnik erteilt werden, muss die Reichweite auf die technischen Verfahren begrenzt werden.

Keine Patente auf Pflanzen und Tiere!

Zur Demo rufen auf:

Zur Demo rufen u.a. auf: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, BUND, No Patents on Seeds, Slow Food, FIAN, campact, Kultursaat e.V., WeMove.eu, Verband katholisches Landvolk, Kein Patent auf Leben, Die freien Bäcker, Save our Seeds, IG Saatgut, Katholische Landvolkbewegung, Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftrgaten der Gliedkirchen der evangelischen Kirche in Deutschland, Gäa e.V., Bundesverband deutscher Milchviehhalter, Umweltinstitut, Gesellschaft für ökologische Forschung.

Kontakt: Keine Patente auf Saatgut, Frohschammerstr. 14, 80807 München