Archiv des Autors: Manuela Barth

Nasch- und Lesegarten der Stadtbibliothek Sendling sucht Mitgärtner*innen

Die Stadtbibliothek Sendling hat einen Teil ihres Lesegartens zum Naschgarten umgestaltet.

Kiwi, Weintrauben, Johannisbeeren und Erdbeeren wachsen dort schon. Nun sind kleine Beetflächen zu vergeben und suchen eine Patin/einen Paten. Gartengeräte sind vorhanden.

Nasch- und Lesegarten der Stadtbibliothek Sendling

Der Garten ist zu den Öffnungszeiten der Bibliothek zugänglich, also von Dienstag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr, am Samstag von 10 bis 15 Uhr.

Die Bibliothek liegt direkt am Harras.

https://www.muenchner-stadtbibliothek.de/stadtbibliothek-sendling

Albert-Rosshaupter-Str. 8

Tel. 089-746 3510

Wer Lust hat auf ein bisschen eigenes Gemüse oder Blumen hat, meldet sich unter dieser Nummer, oder schaut einfach vorbei.

Koordiniert wird das Garteln von Barbara Kreder.

Anregungen in Form von Gartenbüchern sind in der Bibliothek natürlich immer vorhanden.

Fotos (c) Stadtbibliothek Sendling

Werde Teil der Humus-Aktion auf dem Odeonsplatz

Kunstinstallation wERDschätzung am 12. Mai 2021, von 14 bis 16 Uhr auf dem Münchner Odeonplatz

Der Künstler Frank Fischer breitet aus Anlass des 100. Geburtstags von Joseph Beuys sechs Kubikmeter Humus auf einer zwölf mal zwölf Meter großen Fläche vor der Feldherrnhalle aus. Diese Installation aus humushaltiger Erde bearbeitet er mit Händen und Füßen und rahmt sie mit Steinen.

Damit verneigt er sich vor dem Boden, der lebenswichtige Lebensgrundlage ist, aber dennoch oft genug nur mit Füßen getreten und wenig wertgeschätzt wird.

„Wer die Erde wertschätzt, geht mit ihr achtsam um“ ist ein Leitgedanke der Beteiligungs-Aktion „wERDschätzung“, die Frank Fischer seit 2018 weltweit durchführt. Speziell für den 12. Mai hat er eine besondere wERDschätzungs-Installation geplant, für die er zudem ein Hygiene-Konzept entwickelt hat, um der Sicherheit der Anwesenden in der Corona-Situation gerecht zu werden.

Am 12. Mai, ab 14 Uhr sind die Anwesenden eingeladen, selbst die Installation zu betreten. Acht sternförmig angeordnetet rote Läufer weisen den Weg zum Humus für die persönliche sinnliche Begegnung mit der Erde: „Wer schon einmal frischen Waldboden oder die Erde aus einem Maulwurfshügel in der Hand hatte, kennt das haptische Erlebnis, dieses Gefühl von lebendiger Energie und den besonderen Duft. Sich mit allen Sinnen Erde wertschätzend zuwenden ist ein Er-innern und Ver-innerlichen.“

Zum Abschluss der Kunstaktion „wERDschätzung“ verteilt Frank Fischer den Humus an die urbanen Gärten in München, damit die Installation dort weiterhin fruchtbar und nährend sein kann. Der Künstler sucht dafür noch Interessierte, die einen Teil der Erde – gerne auch gegen eine Spende – vom Odeonsplatz in ihre Gärten mitnehmen.

Kontakt: Frank Fischer
ff@freifrank.de
Tel. 0881-12888390

Weitere Beteiligungsmöglichkeiten

Die Aktion lebt von der aktiven Teilhabe der Münchner*innen – mit oder ohne Garten. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Teilhaben Du möchtest gerne dabei sein am 12. Mai auf dem Münchner Odeonsplatz?
  • Unterstützen Du möchtset aktiv mitmachen, bei den Vorbereitungen vor Ort mithelfen, oder als Hüter*in helfen die Installation zu schützen?
  • Fördern Du hast keine Zeit oder Möglichkeit am 12.5. vor Ort zu sein, möchtest aber dennoch die Aktion unterstützen durch eine Spende oder durch den Kauf eines wERDschätzungsrahmens?

Weitere Informationen zur Kunstaktion gibt es hier:

https://atelier-frank-fischer.de/werde-teil-der-humus-aktion-auf-dem-odeonsplatz/

Bild (c) Frank Fischer

Lust auf Bio-Züchtung im eigenen Garten?

Sativa Rheinau und ProSpecieRara suchen wieder Gärtner*innen, die im Spätsommer Salat-Testlinien im eigenen Garten anbauen. Im Züchtungs-Projekt „Mit vereinten Gärten“ möchten das Schweizer Biosaatgut-Unternehmen und die Stiftung ProSpecieRara robuste, gegen Mehltau widerstandsfähige Salatsorten für den Bio-Anbau entwickeln, die patentfrei bleiben. Die verschiedenen Salatlinien aus der Sativa-Züchtung müssen dafür an möglichst vielen verschiedenen Standorten auf ihre Widerstandsfähigkeit getestet werden. Dies ist allein kaum realisierbar. Mit Hilfe eines grossen Gärtner*innen-Netzwerkes schon.

Auch für die 3. Anbausaison sucht das partizipative Züchtungsprojekt wieder viele
experimentierfreudige Hobby-und Profigärtner*innen, auch urbane Gärtner*innen können teilnehmen. Interessierte Gärtner*innen könne sich bis Mitte Mai anmelden. Voraussetzung ist die Möglichkeit auf mindestens 5m² Fläche mindestens 40 Salatpflanzen anzubauen.

Anmeldung und Info unter: www.mit-vereinten-gaerten.org

Das Projekt „Mit vereinten Kräften“

Das Projekt „Mit vereinten Gärten“ sucht nach robusten Salat-Sorten, die auch mit Mehltaubefall noch verkaufsfähig sind und über lange Zeit und unterschiedlichen klimatischen Bedingungen hinweg widerstandsfähig bleiben.
Das Konzept der Sativa setzt dabei auf Toleranz statt Resistenz. Eine natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Mehltau findet man z.B. in alten Sorten, wie dem „Laibacher Eis“, der auch nach Mehltaubefall noch vermarktungsfähig bleibt. Diese alten widerstandsfähigen Sorten wurden in der Sativa-Züchtung mit Salatsorten gekreuzt, die in ihren Eigenschaften (Kopfform, Farbe, Geschmack, Schossfestigkeit) den Ansprüchen des modernen Biosalatanbaus entsprechen.

Aufgrund der enormen geographischen Verteilung der verschiedenen Bremia-Rassen,
müssen die aus diesen Kreuzungen entstandenen Salat-Testlinien nun an möglichst vielen verschiedenen Standorten auf ihre Mehltau-Toleranz getestet werden. Dies ist nur mit Hilfe eines grossen Gärtner*innen-Netzwerkes realisierbar.
Die Teilnehmenden von „Mit vereinten Gärten“ bauen die neuen Testlinien im Spätsommer im eigenen Garten an und bewerten im Stadium der Erntereife den Mehltaubefall der Salate. Durch die Rückmeldung der Projektteilnehmenden über den Grad des Mehltaubefalls können dann die besten Linien selektiert werden.

Im 2. Versuchsanbau im Sommer 2020 wurden die Salat-Testlinien in 1200 Gärten in Deutschland, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Belgien und Luxemburg angebaut. Von 59 getesteten Linien konnte das Züchtungsprojekt bereits 7 Linien identifizieren, die eine gute Widerstandsfähigkeit gegenüber Mehltau aufweisen.
In der Saison 2021 sollen weitere 50-70 Salatlinien getestet werden.
Die neuen Sorten sollen frei von Patenten bleiben und zu einer neuen Vielfalt an robusten Salatsorten beitragen.

Initiative: Open-Source Saatgut

OpenSourceSeeds will Saatgut wieder zu einem Gemeingut für Alle machen. Dazu werden neue Sorten mit der Open-Source Lizenz ausgestattet. Das ist ein einfacher Weg, Saatgut rechtlich vor Patenten und anderen Formen der Privatisierung zu schützen. 

Saatgut wird privatisiert, indem Patente und Sortenschutz geltend gemacht werden. Wenige Chemie-Konzerne kontrollieren inzwischen den Großteil des kommerziellen Saatgutmarktes. Solche Saatgut-Monopole entscheiden auch, was bei uns auf den Teller kommt. Sie erzielen ihre Gewinne mit wenigen Hochleistungssorten. Der freie Zugang zu Zuchtmaterial wird immer weiter eingeschränkt und die Landwirtschaft wird zunehmend einheitlicher. Die ehemalige Sorten- und Geschmacksvielfalt geht mehr und mehr verloren. 

Open-Source: Von der Software zum Saatgut

Bisher war es nicht möglich, Saatgut rechtlich als Gemeingut zu schützen. Das bedeutet, wenn gemeinnützige Züchter auf Sortenschutz verzichten und ihre neuen Sorten ohne Einschränkung allen zur Verfügung stellen, besteht noch immer die Gefahr, dass andere daraus ein privates Gut machen. So werden Gemeingüter zwar geschaffen, aber nicht erhalten. Die Open-Source Saatgut Lizenz schließt diese Lücke. Die Open-Source Regeln wurden erstmals von Computer Wissenschaftlern definiert und aus dem Bereich der freien Software auf Saatgut übertragen. 

Copyleft: Einmal Gemeingut, immer Gemeingut

Alle Nutzer*innen verpflichten sich, zukünftigen Empfänger*innen des Saatguts und seiner Weiterentwicklungen die gleichen Rechte einzuräumen, die sie selbst genossen haben. Jede darüberhinausgehende Beschränkung (z.B. Patentierung und Sortenschutz) ist nicht rechtmäßig. Diese Verpflichtung ist viral und wird auch als copyleft-Klausel bezeichnet, denn nicht nur das lizenzierte Saatgut selbst, sondern alle seine Weiterentwicklungen fallen unter diese Klausel. Dadurch wird eine Kette von Lizenzverträgen in Gang gesetzt, die im Prinzip unendlich ist. Die Lizenz sichert langfristig ein Gemeingut, das nicht mehr in ein privates Gut überführt werden kann.

Die 3 Regeln der OSS-Lizenz

Unüblich für eine Lizenz erlaubt die Open-Source Saatgut Lizenz fast alles. Außerdem fallen keine Lizenzgebühren an.

  1. Alle dürfen Open-Source Saatgut nutzen, also anbauen, vermehren, züchterisch bearbeiten sowie im Rahmen bestehender Gesetze verkaufen, tauschen und verschenken.
     
  2. Niemand darf das Saatgut und seine Weiterentwicklungen privatisieren. Patent- und Sortenschutz sind also ausgeschlossen.
     
  3. Zukünftigen Empfängern und Empfängerinnen werden die gleichen Rechte und Pflichen übertragen. 

Weitere Informationen und den vollständigen Lizenztext gibt es hier.

Bild (c) OpenSourceSeeds

Werden Sie Blühbotschafter*in!

Insekten retten UND die Welt verschönern? Geht! Mit dem Lehrgang der Schweisfurth Stiftung.

Wir brauchen eine Biodiversitäts-Wende! Das zeigen die vielen wissenschaftlichen Studien, die den dramatischen Artenschwund belegen. Dabei kann jede:r Einzelne einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten. Wie das konkret funktioniert? Das lernen Sie in den Blühbotschafter:innen-Lehrgängen der Schweisfurth Stiftung. Dieses Jahr finden zwei Lehrgänge statt. Einer an fünf Samstagen im Zeitraum von Mai bis Juli 2021 in München und ein weiterer an vier Samstagen von Juni bis Juli 2021 in Weilheim.

Blühbotschafter:innen-Lehrgang: Wer kann teilnehmen und was wird gelernt?

Der Blühbotschafter:innen-Lehrgang richtet sich an alle Menschen, die mit ihrer Blütenpracht Insekten begeistern wollen, wie z.B. Gartenliebhaber:innen, Hausmeister:innen, kommunale Mitarbeiter:innen, Imker:innen, Planer:innen, Pädagog:innen, Landwirt:innen und sonstige Interessierte.

Im Lehrgang werden Sie zu Multiplikator:innen ausgebildet, dazu befähigt eigenständig Projekte zur Förderung der biologischen Vielfalt in Ihrer Umgebung umzusetzen und kompetente:r Ansprechpartner:in für Menschen aus dem eigenen Umfeld zu sein. Hierzu vermitteln Expert:innen in dem Lehrgang grundlegendes Fachwissen über die Zusammenhänge von Landschaft und Nahrung für Insekten. Dabei reichen die Kursthemen von der Saatgut- und Pflanzenauswahl bis hin zur Vorstellung verschiedener Netzwerke. Am Ende des Lehrgangs setzen Sie mit Unterstützung der Schweisfurth Stiftung ein Projekt um.

Wirken Sie mit! Melden Sie sich zum Blühbotschafter:innen-Lehrgang an.

Werden Sie Blühbotschafter:in und tragen dazu bei, dass eine Biodiversitäts-Wende stattfindet. Teilnehmen können alle Interessierten über 18 Jahre, die selbst aktiv werden wollen, um den Artenschwund zu stoppen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

und im Nachbericht zum Lehrgang aus dem Jahr 2020.

Hier geht es zur Anmeldung für den Blühbotschafter*innen-Lehrgang.

Foto (c) Schweisfurth-Stiftung