Archiv des Autors: Manuela Barth

Rückblick: „In Kontakt bleiben trotz Corona: Wie erreichen wir trotzdem alle?“

Die anstiftung organisiert seit diesem Jahr regelmäßig online Netzwerk-Austauschabende für Gemeinschaftsgärten. Sie bietet damit den Gartenaktiven die Gelegenheit, miteinander Wissen und Erfahrungen zu teilen, zu diskutieren und sich zu vernetzen. Bei jedem Abend steht ein Thema im Vordergrund, zu dem es einen Impulsvortrag von ein*er Akteur*in gibt. Der Vortrag ist die Basis für den Austausch in Kleingruppen, der im Anschluss daran stattfindet. Gudrun Walesch organisiert und moderiert diese Veranstaltungen, an denen sich zahlreiche Gemeinschaftsgartenaktive aus dem ganzen Bundesgebiet beteiligen.

Wie wir in den Gemeinschaftsgärten auch in Pandemiezeiten in Kontakt bleiben können, war die Frage des Netzwerk-Austauschabends vom 23. Februar. Dazu lud die anstiftung gemeinsam mit dem Internationalen Gemeinschaftsgarten Herrenberg und den Urbanen Gärten München ein. Denn Corona stellt die Gemeinschaftsgärten seit einem Jahr vor viele Herausforderungen. Frank Tesch stellte zu Beginn der Veranstaltung die Strategien und Kommunikationswerkzeuge des Internationalen Gemeinschaftsgartens Herrenberg (BW) vor.

Strategien im Internationalen Gemeinschaftsgarten Herrenberg

Nach dem Motto des Internationalen Gemeinschaftsgartens Herrenberg „Es macht Spaß, wir machen was gemeinsam, es bringt uns Nutzen“ stehen gemeinsames Planen, Säen, Ernten und Feiern im Mittelpunkt der Aktivitäten. Aufgrund der Ansteckungsgefahr und der Hygieneregeln sind die bisherigen Routinen nicht mehr möglich. Die Gruppe steht deshalb vor der Herausforderung, diese so anzupassen, dass gemeinschaftliches Tun, Spaß haben und Ernten weiterhin für alle möglich sind. Probleme ergaben sich anfangs zum einen, weil neue Kommunikationsstrukturen für die gemeinsame Planung gefunden werden mussten, die allen die Teilhabe ermöglicht. Zum anderen fielen spontane Aktionen und Kommunikation jenseits von eingeteilten Kleingruppen weg. Dadurch waren Offenheit und Flexibilität eingeschränkt, ebenso entstanden Missverständnisse. So wurde beispielweise zu Saisonbeginn die Konsensierung der Pflanzpläne zu einer technischen Herausforderung; ein anderes Mal wurden Absenker zur Vermehrung im Beerengarten von einer anderen Gruppe als vermeintliches Gestrüpp entfernt.

Im Laufe des Jahres haben Frank und die Gartenaktiven in Herrenberg mit viel Engagement und Kreativität etliche Optionen der online-Kommunikation ausprobiert, für weniger Technikversierte schriftliche Anleitungen erstellt, eine WhatsApp-Gruppe gegründet und schließlich das Kartoffelessen als Jahresabschluss virtuell gefeiert – die Kartoffeln wurden von den Gartenaktiven individuell im „Home Dinner“ verköstigt und Fotos davon online mit allen geteilt. So sind neue Formate entstanden, die auch in nicht pandemischen Zeiten hilfreich sind. Die Erfahrungen im ersten Corona-Jahr zeigen, dass der Austausch von Informationen sowie das Teilen von Stimmungen und Eindrücken mit technischen Mitteln gut kompensiert werden können. Dennoch bleibt dabei anderes auf der Strecke, wie das gemeinsame Lernen in der (Garten-)Praxis, das Lösen unterschwelliger Konflikte und die uneingeschränkte Teilhabe aller.

Ähnliche sowie unterschiedliche Erfahrungen in den Gemeinschaftsgärten

Nach der Präsentation wurden in Kleingruppen folgende Fragen diskutiert: Wie können abwesende Gärtner*innen in das Leben und die Aktivitäten des Gemeinschaftsgartens eingebunden werden? Wie habt ihr die Verbindungen zu euren Gartengruppen aufrechterhalten? Wie werden Absprachen getroffen? Welche Kommunikationsmöglichkeiten habt ihr genutzt, ge- oder erfunden?

Die Erfahrungen im letzten Jahr waren insgesamt in den urbanen Gärten zwar ähnlich, dennoch ergaben sich je nach Struktur des Projekts unterschiedliche Herausforderungen und Lösungen. Die Gruppenkommunikation mit verschiedenen online-Medien wurde zur Barriere vor allem für ältere, weniger technikbegeisterte, nicht deutschsprachige Mitgärtner*innen und Familien. Alle Gemeinschaftsgärten haben diese Barriere abzubauen versucht, durch klassische Rundbriefe, Telefonate, Besuche, schriftliche Dokumentationen und Infotafeln in den Gärten. Die üblichen Versammlungs- und Veranstaltungsformate wurden in zeitlich gekürzter, räumlich angepasster und konzentrierter Form neu konzipiert, die Zahl der Teilnehmer*innen konsequent begrenzt. Das hat deutlich mehr Zeit, Energie und Kreativität der Gartenaktiven erfordert. Auch kamen insgesamt informelle Gespräche „zwischen Tür und Angel“ zu kurz. Doch gleichzeitig konnten Kontakte intensiviert werden, für manche (ältere) Mitgärtner*innen waren die neuen Kommunikationswege sogar ein willkommenes Mittel gegen Vereinsamung in der Isolation.

Als problematisch erwies sich nicht nur, dass nicht alle Zugang zu online-Medien haben, sondern auch, dass es so viele verschiedene Plattformen gibt, die zudem unterschiedlich genutzt werden. Allein die Einigung auf einen gemeinsamen Kanal stellte sich als Herausforderung dar. In einigen urbanen Gärten wurde allerdings schon im Vorfeld über einen Instant-Messaging-Dienst kommuniziert, sodass der Übergang reibungsloser verlief. Doch alle Gärtner*innen können auch hier nicht erreicht werden.

Die (urbanen) Gemeinschaftsgärten sind wichtiger denn je

Der Garten hat für die Teilnehmenden in der Pandemie an Wichtigkeit und Wertschätzung gewonnen. Die Beliebtheit von Gemeinschaftsgärten spiegelt sich auch im enormen Zulauf und den rasant wachsenden Wartelisten wider. Der ökologische und soziale Wert von Gemeinschaftsgärten wird mittlerweile auch von der Politik wahrgenommen. In diesem Zusammenhang verwies Gudrun Walesch auf die wohlwollende Antwort der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz auf die Bitte des Netzwerks Urbane Gärten Berlin um (ideelle) Unterstützung. Das Netzwerk sagt dazu: „Wir erkennen darin Töne der Wertschätzung, die durchaus auch was Neues haben. Ob sie Bestand haben, wird sich in Taten zur Sicherung der Gemeinschaftsgärten zeigen.“

Weitere Informationen:
https://urbane-gaerten.de/netzwerk-news/104380-in-kontakt-bleiben-trotz-corona

Bild: Folie aus der Präsentation von Frank Tesch/ (c) Frank Tesch

Ausschreibung: Aushilfskraft zur Pflege des Demonstrationsgartens

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau sucht für die Unterstützung der Betreuung des Urban Gardening Demonstrationsgartens am Bayerischen Staatministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Ludwigstraße 2, München) eine Aushilfskraft:

Stellenausschreibung vom 09.03.2021 – Kennziffer 0302/2021-A-10

Aushilfskräfte (m/w/d) zur Pflege der Demonstrationsgärten in Augsburg, Fürth, München, Passau und Regensburg (Teilzeit/befristet)

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) ist eine moderne, dienstleistungsorientierte Lehr- und Versuchseinrichtung im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Für die Demonstrationsgärten zum Urban Gardening an den Standorten in Augsburg, Fürth, München, Passau und Regensburg suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt Aushilfskräfte zur Pflege des Demonstrationsgartens.

Ihre Aufgaben

  • Zusammen mit erfahrenen Urban Gardening-Experten bepflanzen und pflegen Sie den De-monstrationsgarten (Hochbeete, Kistengärten und weitere Systeme).
  • Darüber hinaus unterstützen Sie bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen und geben Informationen an interessierte Besucher weiter.

Ihr Profil

  • Sie verfügen über gärtnerische Kenntnisse (auch ambitionierte Hobbygärtner/-in mit gärtnerischem Grundwissen) und haben Spaß an gärtnerischen Tätigkeiten.
  • Gewissenhaftes, selbständiges und vorausschauendes Arbeiten auch im Team zeichnet Sie aus.
  • Sie bringen die für die Arbeiten erforderliche körperliche Belastbarkeit und zeitliche Flexibilität mit.

Unser Angebot

  • Eine für das Jahr 2021 befristete Arbeitsstelle auf Abruf mit einem Umfang von ca. 10 Std./Woche. Die Abrechnung erfolgt auf Stundenbasis.
  • Eine tarifliche Eingruppierung nach der Lohntabelle für Aushilfskräfte der LWG. Die Abrechnung erfolgt auf sog. 70-Tage-Basis. Begrüßt wird daher vor allem die Bewerbung von volljährigen Schülerinnen/Schülern, Studierenden, Hausfrauen/-männern, Selbständigen und Rentnerinnen/ Rentnern.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Ihre aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte bis zum 31.03.2021
unter Angabe der Kennziffer 0302/2021-A-10 an:
Florian Demling (0931/9801-421) oder Gundula Holm (0911/99715-1413)
E-Mail: email hidden; JavaScript is required

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau verfolgt aktiv die Gleichstellung von Frauen und Männern und begrüßt deshalb ausdrücklich auch Bewerbungen von Frauen. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei sonst im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Die Entscheidung über die Stellenvergabe erfolgt – auf Antrag – mit Beteiligung des Gleichstellungsbeauftragten bzw. der Vertrauensperson für Schwerbehinderte.

Diese Stellenausschreibung finden Sie unter:
https://www.lwg.bayern.de/verschiedenes/stellen/ausschreibung/266861/index.php

Demonstrationsgarten der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in München in 2021

Im Zuge der allgemeinen Klimadiskussion ist auch das Thema „Urban Gardening – Gärtnern in der Stadt“ aktueller denn je. Viele Verbraucher*innen besinnen sich auf regionale Werte und erkennen die Wichtigkeit funktionierender regionaler Wirtschaftskreisläufe. So hat auch die Versorgung mit Lebensmitteln aus dem eigenen Garten oder dem Gemeinschaftsgarten für viele Bürger*innen, vor allem für junge Menschen im städtischen Umfeld wieder an Bedeutung gewonnen. Zeitgleich ist das Wissen um die gärtnerischen Fähigkeiten mehr und mehr verloren gegangen. Mit dem Projekt „Urban Gardening: Demonstrationsgärten“ werden Orte des Austausches und des Wissenstransfers in ganz Bayern geschaffen.

Unter dem Motto „Lust auf Gemüse in der Stadt“ soll den Menschen in den Ballungsräumen die Freude am Gärtnern auch auf kleinsten Flächen im städtischen Raum vermittelt werden. Dazu werden in den Demonstrationsgärten verschiedenste Anbaumethoden vom Hochbeet über den Kistengarten bis hin zum Anbau von Gemüse und Kräutern an der Wand gezeigt: Das LWG-Projekt wird von der Bayerischen Gartenakademie gemeinsam mit dem Institut für Stadtgrün und Landschaftsbau durchgeführt. Vor allem Familien und junge Erwachsene, die sich mit den Themen Saisonalität und Regionalität beschäftigen, finden Anregungen und Beispiele für den Anbau gesunder Lebensmittel, auch als Beitrag zur Wiederbelegung unserer Stadtnatur.

Seminarreihe des LWG für urbane Gärtner*innen:

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim bietet landesweit Seminare an, u.a. in München:

Seminarreihe 1: „Kiste, Kübel, Sack und Co. – Mobiles Gärtnern leicht gemacht“
Dienstag, 8.6.2021, 17 bis 18:30 Uhr, im Demonstrationsgarten am Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Ludwigstraße 2, 80539 München

Seminarreihe 2: „Salat einmal anders: Hydroponik und vertikales Gärtnern“
Dienstag, 29.6.2021, 17 bis 18:30 Uhr, im Demonstrationsgarten am Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Ludwigstraße 2, 80539 München

Informationen und Anmeldung unter: email hidden; JavaScript is required oder telefonisch unter 0931 9801-158 (Mo-Do vormittags)

Weitere Informationen zum Demonstrationsgarten finden Sie im Flyer:

https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/landespflege/dateien/ug_projektflyer_bf.pdf

oder auf der Website der LWG:

https://www.lwg.bayern.de/landespflege/urbanes_gruen/229859/index.php

Fotos (c) LWG

Geflügelpest: Jetzt auch Aufstallungspflicht für Geflügelhaltung

Aus Anlass unserer online-Informationsveranstaltung zum Thema „Hühner im urbanen Garten“ am 11. März 2021 möchten wir Sie auf die aktuell geltenden Regeln hinweisen:

Um die Ausdehnung der Geflügelpest in Bayern einzudämmen, hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz bayernweit weitere tierseuchenrechtliche Maßnahmen angeordnet. Zum Schutz der Münchner Geflügelhaltungen gilt weiterhin die Allgemeinverfügung „Vollzug tierseuchenrechtlicher Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest; Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen in der Landeshauptstadt München zu präventiven Zwecken“ vom 2. Februar. Mit der neuen Allgemeinverfügung besteht jetzt darüber hinaus eine Verpflichtung zur Aufstallung von Haus- und Nutzgeflügel. So soll der Kontakt zwischen Wildvögeln und Geflügel vermieden und das Einschleppen der Geflügelpest durch Wildvögel in die Geflügelhaltungen verhindert werden. Die Übertragung von Influenzaviren bei Geflügel erfolgt vor allem durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder durch Kontakt mit Kot und anderweitig viruskontaminierten Materialien, etwa Einstreu, Gerätschaften, Schuhwerk oder Schutzkleidung.

Bei der derzeit in der Wildvogelpopulation festgestellten Geflügelpest handelt es sich um eine hochansteckende und leicht übertragbare Tierseuche, deren Ausbruch mit hohen wirtschaftlichen Schäden und weitreichenden Handelsrestriktionen einhergehen kann. In Bayern wurden bisher 25 Fälle bei Wildvögeln in den Landkreisen Cham, Bayreuth, Tirschenreuth, Erlangen-Höchstadt, Straubing, Roth, Straubing-Bogen, Neuburg-Schrobenhausen, Landsberg am Lech, Starnberg und Haßberge sowie fünf Fälle bei Hausgeflügelbeständen in den Landkreisen Roth, Schwandorf, Würzburg und Weißenburg-Gunzenhausen nachgewiesen. Deutschlandweit sind mehr als 700 Fälle amtlich festgestellt worden.

Für den Menschen ist das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich. Dennoch sollten tot aufgefundene Vögel nicht angefasst werden. Für wildlebende Wasservögel gilt weiterhin ein allgemeines Fütterungsverbot im gesamten Gebiet der Landeshauptstadt München. Funde toter Wasser- vögel können dem Städtischen Veterinäramt telefonisch unter 233-36313 gemeldet werden.

Die erweiterte Allgemeinverfügung, ein Merkblatt mit ausführlichen Informationen für Geflügelhalter*innen und aktuelle Informationen zur Geflügelpest gibt es auf http://www.t1p.de/gefluegelpest-muenchen.

Machen Sie mit: Urbane Gärtner*innen in München forschen für den Schutz der Wildbestäuber

Längst steht fest, dass die urbanen Gärtner:innen wichtige Akteure des Naturschutzes in der Stadt sind. Aber für eine entsprechende Unterstützung und Ausbildung der urbanen Gärtner:innen im (evidenzbasierten) Wildbestäuberschutz in der Stadt fehlt noch die notwendige Forschung, die auch die Rolle der Gärtner:innen in Bezug auf ihre gärtnerische Praxis, ihr Interesse und ihre Motivation einbezieht.

Diese Lücke möchte das inter- und transdisziplinäre Projekt meiner Forschungsgruppe an der TU München schließen. Ziel dieses Projekts ist, evidenzbasierte, praxisorientierte Empfehlungen für den Wildbestäuberschutz in urbanen Gemeinschaftsgärten zu entwickeln.

In der Verbindung von stadtökologischer Forschung und Bürgerforschung (Citizen Science) entwickeln wir geeignete Maßnahmen für die gärtnerische Praxis in München. Die Ergebnisse werden als Empfehlungen für Gärtner:innen, Politik, Stadtplanung und Naturschutz veröffentlicht.
Die Zusammenarbeit von Wissenschaftler:innen und urbanen Gärtner:innen fördert über die gemeinsame Forschung hinaus das Interesse und Motivation der Stadtbewohner:innen für den Schutz von Wildbestäubern.

Im letzten Jahr hat unsere Forschungsgruppe bereits ein Projekt in Berlin gestartet, das wir nun auch in den urbanen Gemeinschaftsgärten in München durchführen.

Dafür möchten wir noch geeignete Gemeinschaftsgärten und engagierte Gartenaktive in München als Partner:innen für unser Projekt gewinnen, um unsere Forschungen gemeinsam mit ihnen zu realisieren.

Wildbestäuber im urbanen Garten

Im Frühjahr und Sommer 2021 werden wir die Wildbestäuberarten in den teilnehmenden urbanen Gemeinschaftsgärten erfassen und die Artenvielfalt dokumentieren.
Das Forschungsteam besteht aus fünf Wissenschaftler:innen und Student:innen. Im Rahmen der Feldforschung würde es Ihren Garten im Laufe des Jahres bis zu fünf Mal besuchen, um die Vielfalt von Wildbestäubern in jeweils einem kurzen Zeitraum zu messen.

Unsere Methoden greifen so gering wie möglich in den Zustand des Gartens, in seine Pflanzen- und Tierwelt ein. Aus wissenschaftlichen Gründen müssen wir leider dennoch einige der Insekten zur genaueren Bestimmung mit in unser Labor nehmen. Dieser kleine Eingriff wird sich jedoch für die Wildbestäuber in Ihrem Garten oder für Ihren Garten nicht negativ auswirken.
Nach der Bestimmung stellen wir Ihnen diese Exemplare mit den entsprechenden Informationen für umweltpädagogische Zwecke gerne zur Verfügung. So können Sie auch langfristig Artbestimmungen in Ihrem Garten durchführen.

Neben unseren eigenen Beobachtungen der Wildbestäuber, möchten wir die Forschung zusammen mit Ihnen, den urbanen Gärtner:innen durchführen. Die Teilnehmer:innen werden deshalb als Bürgerwissenschaftler:innen selbst Daten über die Bestäubung ihrer Pflanzen sammeln. Wir betrachten die Bürgerwissenschaft (Citizen Science) als ein wertvolles Forschungsinstrument für die Wissensproduktion und den Wissenstransfer.

Bürgerwissenschaft in einem urbanen Garten in Berlin

Dazu werden wir Fragebögen an die Gärtner:innen verteilen, um die allgemeinen Kenntnisse über Wildbestäuber, deren Schutz und Förderung zu erfragen. Dieses Wissen der Gärtner:innen ist für einen erfolgreichen und langfristigen Wildbestäuberschutz unerlässlich. Zudem wollen wir damit zum gesellschaftlichen Verständnis von Wildbestäubern in München beitragen.

Die Ergebnisse des Projekts werden in regelmäßigen „Projekt-Updates“ und in einem Abschlussbericht veröffentlicht. Dieser Bericht wird unter anderem eine Liste der Wildbestäuberarten in Ihrem Garten mit vielen Informationen zur Ökologie der Arten enthalten. Ausgehend von unseren Ergebnissen und Ihren Erfahrungen machen wir auch Vorschläge für Ihre „bestäuberfreundliche“ Gartenpraktiken. Zudem stellen wir gerne unsere Ergebnisse auch in Ihrem Garten vor.

Alle Updates und Forschunginformationen stellen wir regelmäßig auf unserer Website zur Verfügung: http://www.upe-lab.de/projekt
Wir laden Sie deshalb ein, unsere Website immer wieder zu besuchen. Je öfter, desto besser!

Wir würden uns sehr freuen, Sie als Partner:in für unser Projekt zu gewinnen. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.
Ich freue mich, Sie und Ihren Garten bei einem persönlichen Treffen kennenzulernen.

Email: monika.egerer@tum.de
Tel.: (Büro) +49 (8161) 71 – 4756 | (Mobil) +49 0 15223667393

Schöne Grüße und einen guten Start in dem Frühling!!

Dr. Monika Egerer, Leiterin der Forschungsgruppe

„Ökodienstleistung“

Fotos (c) Monika Egerer