Archiv der Kategorie: Workshop

Bodenkoffer: Die ersten Workshops

Das Projekt „Boden begreifen. Boden verstehen“ startet im Herbst

Wie bereits angekündigt, finden im Herbst die ersten Workshops im Rahmen unseres Projekts „Boden begreifen. Boden verstehen“ mit dem Bodenkoffer statt, die wir mithilfe der Unterstützung der anstiftung anbieten können. Unsere Referentin ist die Geografin und urbane Gärtnerin Ruth Mahla („BODEN.KENNEN.LERNEN“). Sie ist erfahrene Bodenkundlerin und Gartenpädagogin und ist gut vertraut mit dem Bodenkoffer.

Im Rahmen des zweistündigen Workshop wird der Bodenkoffer erläutert und seine Benutzung angeleitet, sodass urbane Gärtner*innen in der Lage sein werden, ihre Gartenböden selbst zu analysieren. Im Anschluss an den Workshop gibt es einen gemütlichen Erfahrungsaustausch.

Es gibt zwei verschiedene Termine, an denen der Workshop durchgeführt wird:

am Donnerstag, 13. Oktober, 17 – 19 Uhr im Gemeinschaftsgarten Stadtacker am Ackermannbogen, Elisabeth-Kohn-Straße

Verbindliche Anmeldung bitte unter: https://ackermannbogen-ev.de/stadtacker/veranstaltungen-stadtnatur-stadtacker/

und am Samstag, den 22. Oktober 15 – 17 Uhr im Ökologischen Bildungszentrum (ÖBZ), Englschalkinger Str. 166.

Verbindliche Anmeldung bitte unter: https://www.oebz.de/default.asp?Menue=2&Terminrubrik=340&TerminSubRubrik=738&Buchung=6631

Die Veranstaltungen finden auch bei leichteren Regen statt, da es Unterstellmöglichkeiten gibt. Bei Starkregen melden wir uns vorher nochmal.

Mit freundlicher Unterstützung der anstiftung

Mit dem „Bodenkoffer“ den Gartenboden erkunden

Ein neues Lernangebot für die Münchner urbanen Gärten

Gerade in Zeiten von Trockenheit oder Starkregenereignissen wird offensichtlich, wie wichtig die Gesundheit des Bodens auch für die Klimaresilienz ist. Gemeinschafts- und Nachbarschaftsgärten, Krautgärten, Kleingärten und (Hoch-)Schulgärten beschäftigen sich schon länger mit dem langfristigen Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Hier geht es vor allem um die Pflanzengesundheit. Der Zusammenhang von Humusaufbau, Bodenstruktur, Bodengesundheit und Pflanzenernährung ist allerdings sehr komplex und vielen nicht bekannt. Deshalb kommt es oft zu willkürlichen Düngemittelgaben, die Boden und Pflanzen auch schaden können.

Boden begreifen. Boden verstehen: „Bodenkoffer“ fürs Netzwerk

Deshalb wollen wir urbane Gärtner*innen bei ihrer Bodenpflege unterstützen mit dem Projekt „Boden begreifen. Boden verstehen“ und einem Werkzeug zum besseren Verstehen des Bodens. Dank der finanziellen Förderung der anstiftung steht für das Netzwerk der urbanen Gärten München mit dem „Bodenkoffer“ ein schönes didaktisches Werkzeug zur Verfügung.

Der Bodenkoffer wurde u.a. vom österreichischen Bodenforscher und Biobauer Manfred Pennwieser entwickelt, um das Bodenwissen in der Landwirtschaft zu stärken und eine ganzheitliche Bodenanalyse auch für Lai*innen zugänglich zu machen. In zehn Analyse-Stationen kann der Zustand des Bodens nach physikalischen, chemischen und biologischen Faktoren beurteilt werden. Dabei geht es nicht nur um den ph-Wert, sondern beispielweise auch um Bodenlebewesen, Knöllchenbakterien und Versickerungsfähigkeit. Zu jeder Station gibt es die passenden Werkzeuge und ein Erklärvideo. Erfasst werden die Werte digital mit Hilfe einer App.

So lernen wir, unseren Gartenboden zu analysieren, das Zusammenspiel seiner Eigenschaften zu begreifen und ihn als lebendigen Organismus zu verstehen. Daraus entsteht nicht nur eine sehr praktische Handlungsorientierung zu Bodenverbesserung, sondern vielmehr ein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Boden, Pflanzengesundheit, Ernährung, Biodiversität und Klimaschutz.

Bodenwissen wächst in den urbanen Gärten

Die Geografin und urbane Gärtnerin Ruth Mahla („BODEN.KENNEN.LERNEN“) ist erfahrene Bodenkundlerin und Gartenpädagogin. Sie bietet für das Netzwerk Workshops zur Bodenuntersuchung mit dem Bodenkoffer zunächst im Ökologischen Bildungszentrum (ÖBZ) und im StadtAcker am Ackermannbogen sowie in weiteren urbanen Gärten aus dem Netzwerk. Interessierte können sich den Bodenkoffer anschließend kostenfrei ausleihen. Die Benutzung des Bodenkoffers wird angeleitet, sodass urbane Gärtner*innen ihre Gartenböden selbst analysieren können.

Mitmachen!

Wollt ihr euren Gartenboden verstehen lernen? Meldet euch per E-Mail bei Urbane Gärten München, wenn ihr an einem Bodenkoffer-Workshop interessiert seid oder einen Bodenkoffer-Workshop in eurem urbanen Garten durchführen möchtet. Das Angebot richtet sich an die urbanen Gärten im Münchner Netzwerk und ist kostenfrei.

Mit freundlicher Unterstützung der

Foto (c) Ruth Mahla

Hochbeet-Workshop im rosen_heim

am Mittwoch, den 20. Juli von 17 bis 19 Uhr
mit Renate Hudak und Harald Harazim
im Gemeinschaftsgarten rosen_heim, Rosenheimer Str. 245

Der Workshop ist eine gute Gelegenheit, um Neues über nachhaltiges urbanes Gärtnern und Hochbeetbau von Expert*innen auf diesem Gebiet zu lernen. Außerdem geht es um den Nutzen von „Unkraut“, die Vorzüge von Hochbeeten und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ernte aus dem Hochbeet.

Renate Hudak und Harald Hazim stellen ihr neues Hochbeet-Buch vor.

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos.

Um besser planen und genügen Material beschaffen zu können, ist eine Anmeldung unter garten-rosen_heim@gewofag.de oder 0151-544 56567 erforderlich.

Mit der Teilnahme am Workshop stimmt ihr einer Dokumentation in Wort und Bild zu.

Die erste Saatgutbibliothek in München!

Gibt es ab 22. März 2022 in der Stadtbibliothek Giesing

Urbane Gärtner*innen und solche, die es werden möchten, können sich jetzt freuen. Dank des großen (Nachhaltigkeits-)Engagements der Giesinger Stadtbibliothek wird dort am 22. März die erste Saatgutbibliothek Münchens eröffnet. Damit trägt die Stadtbibliothek der Tradition des Vermehrens, Weitergebens und Tauschens von Kulturpflanzen Rechnung, die leider seit einigen Jahrzehnten durch die industrialisierte Landwirtschaft gefährdet ist.

Weitergeben von Saatgut ist eine wichtige Kulturleistung

Vielfältige Pflanzenarten wurden lange Zeit lokal und kleinteilig angebaut und gezüchtet. Nach der Ernte wird das gewonnene Saatgut mit ins neue Jahr genommen, erneut gesät und zu geerntet. In diesem Kreislauf entwickelten die Kulturpflanzen über einen langen Zeitraum Eigenschaften, mit denen sie sich optimal an ihre Umgebung anpassen konnten. So entstand eine sehr große Sortenvielfalt. Dieses (samenfeste) Saatgut ist nicht patentiert und dadurch für alle zugänglich.

„Wer die Saat hat, hat das Sagen“

Sowohl die Vielfalt als auch der Zugang sind seit dem letzten Jahrhundert stark gefährdet. In der industrialisierten Landwirtschaft kommen oftmals kommerzielle und patentierte Hybridsorten zum Einsatz, deren Wachstum durch Gleichförmitgkeit und Einheitlichkeit gekennzeichnet ist. Dieses Saatgut muss allerdings von den Bäuerinnen und Bauern jedes Jahr neu gekauft werden, der Anbau ist oftmals auf den Einsatz von Pestiziden abgestimmt.

Die Saatgutbibliothek der Münchner Stadtbibliothek in Giesing möchte den Gedanken der Vermehrung, Weitergabe und des Tausches aufgreifen und zu neuem Leben erwecken. Mit der Saatgutbibliothek entsteht ein nachhaltiger Kreislauf, der auch die Artenvielfalt aufrechterhält.

Saatgutauswahl speziell für urbane Gärten, Balkons und Terrassen

Das Saatgut – Tomate, Erbse, Salat, die alte Kulturpflanze Melde und verschiedene Bohnensorten – wurde speziell für den urbanen Anbau auf kleinen Flächen und Balkonen oder Terrassen ausgewählt. Zudem können Freiflächen, die in den letzten Jahren brach lagen, damit begrünt werden.

Zum Frühlingsanfang, ab dem 22. März, können die Interessierten in der Stadtbibliothek Giesing kostenlos Tütchen mit sortenreinem Saatgut für ihren Balkon oder Garten mitnehmen. Hierfür muss man kein aktives Mitglied der Stadtbibliothek sein.

Per Newsletter (www.muenchner-stadtbibliothek.de/newsletter) begleitet und berät das Team der Saatgutbibliothek von der Aussaat bis zur Ernte, gibt Tipps, wie der Anbau optimal gelingt und informiert über den eigenen Anbau in den Hochbeeten der Stadtbibliothek Giesing. Über die gesammelten Erfahrungen der Teilnehmenden wird im Blog der Münchner Stadtbibliothek berichtet.

Die Saatgutbibliothek der Stadtbibliothek Giesing auf einen Blick:

  1. Samentütchen mit Salat, Tomaten, Melde, Erbsen und verschiedenen Bohnensorten abholen
  2. Samen aussäen
  3. Ernten
  4. Gewonnenes Saatgut in die Bibliothek zurückbringen

Ein vielfältiges Veranstaltungsangebot sowie Workshops und Ausstellungen begleiten dieses Pilotprojekt bis zum Abschluss mit dem Gartenfest als Dankeschön am 24. September (vormerken!).

Veranstaltungsprogramm:

1. bis 30. April 2022
Boden, Regenwurm & Co – Eine Ausstellung zum Thema Boden
Ausstellung in der Stadtbibliothek Giesing

1. April, 18 bis 19 Uhr
Tomate, Salat, Melde & Co. – Wie gelingt die Aussaat?
Annette Holländer (Garten des Lebens) beantwortet in der Stadtbibliothek Giesing Fragen rund um die Aussaat

27. April, 18 bis 19 Uhr
Bohnen, Bohnen, Bohnen… – alles rund um Bohnen und andere Hülsenfrüchte
Annette Holländer stellt einige dieser vielfältigen Eiweißlieferanten vor und gibt Tipps zu Anbau, Pflege und Saatgutgewinnung in der Stadtbibliothek Giesing

7. Oktober, 18 bis 19 Uhr
Herbstzeit – Hochbeetzeit – Anlage, Aufbau und Bepflanzung eines Hochbeets
Annette Holländer informiert über die Hochbeetplanung in einem Workshop in der Stadtbibliothek Giesing

Anmeldung jeweils über stb.giesing.kult(at)muenchen.de oder telefonisch unter 089 189 31 29 18

Besuch im Lesegarten

Neben dem Besuch der Saatgutbibliothek in der Stadtbibliothek Giesing empfiehlt sich auch der Besuch des Lesegartens, der nicht nur zum Lesen und Entspannen einlädt, sondern auch mit seinem Hochbeet urbane Gärtner*innen lockt.

Kooperationspartner:

Weitere Informationen auf dem Flyer der Stadtbibliothek Giesing.

Der interkulturelle Gemeinschaftsgarten Grünstreifen bietet Keramikworkshop für Einsteiger an

am Sonntag 20.3. und Sonntag 27.3. 
jeweils von 14 bis 17:30 Uhr

Zu Beginn des Workshops werden Pflanzenschilder aus Ton für den Garten hergestellt. Es können aber auch kleine Objekte oder Skulpturen für den Außenbereich entstehen. Außerdem wird die Plattentechnik vorgestellt, mit deren Hilfe Becher, Schüsseln, oder Teller gemacht werden können.

Am zweiten Kurstag werden die gebrannten Keramiken  glasiert.

Ort : Atelierhaus FOE, Oberföhringerstr.156, 81925 München, Haus 7

Gebühren für 2 x 3 Stunden, inkl. Material & Brennen:
Erwachsene: 40 €, Kinder ab 6 Jahren: 20 €

Teilnehmen können max. 10 Personen
Vorkenntnisse sind nicht nötig
Rückfragen und Anmeldung bis spätestens 15.3. an: ksiebeck@katrinsiebeck.de 

Momentan gelten die 3G Regeln. Vor dem Kurs gibt es Infos u.a. zu den aktuell geltenden Corona Regeln.

Workshopleitung: Katrin Siebeck Assistenz: Esther Fischer

Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen des
Interkulturellen Gemeinschaftsgarten Grünstreifen

Anfahrt: Bus 187/88 , Station Bürgerpark Oberföhring