Archiv der Kategorie: BioDivHubs-Biodiversität ins Quartier

Workshop_Vermehrung_Wildpflanzen

Bericht vom Workshop „Vermehrung heimischer Wildpflanzen durch Aussaat“

Am 9. April ab 18 Uhr im StadtAcker am Ackermannbogen

Im Rahmen des Projekts „BioDivHubs – Biodiversität ins Quartier“ üben sich nun schon in der 3. Saison ca. 60 Balkongärtner*innen am Ackermannbogen in der Pflege und der Vermehrung von heimischen Wildpflanzen.

Wir alle haben uns in die „schönen Wilden“ verliebt und wollen nicht mehr auf diese Freude verzichten, auf dem Balkon, im Garten oder Wohnumfeld die zarte Pracht der einheimischen Wildpflanzen und die Insektenvielfalt, die sie anziehen, zu genießen und mit der Zeit immer besser kennen zu lernen.

Wildes Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens), Foto: Hannelore Schnell

Nur – meist gibt es die Lieblingspflanzen gar nicht mehr zu kaufen oder nicht genau diese eine Varietät, die am Besten am jeweiligen Standort gedeiht. Der gegenwärtige Wildpflanzen-Boom übersteigt oft die Kapazitäten der wenigen spezialisierten Gärtnereien – vielerorts sind beliebte Arten schon ausverkauft und wegen der Energiekrise sind die Preise auch gestiegen.

Das Vermehren von Pflanzen, die sich an ganz besondere Standorte, wie z.B. einen Balkon angepasst haben, hat viele Vorteile: Wir erhalten eine gewisse Auslese, die zum Beispiel mit engen Töpfen, Trockenheit und Hitzestress gut zurecht kommt.

Deswegen sind die Verbundpartner vom BioDivHubs-Projekt – Konrad Bucher vom MUZ und Stadtackerkoordinator – Monika Egerer, Inhaberin des Lehrstuhls Produktive Urbane Ökosysteme an der TUM und ihr Mitarbeiter David Schoo – in die Samengärtnerei eingestiegen, um das benötigte Saatgut und die gewünschten Jungpflanzen selbst zu produzieren. In einem Gewächshaus des Gemeinschaftsgartens Mingas Permadis von David Schoo dürfen die Pflänzchen heranwachsen, bis sie auf den Projektflächen benötigt werden.

Damit möglichst viele Gärtner*innen lernen, wie man die wertvollen Wildpflanzen selbst vermehrt, fand am StadtAcker am Ackermannbogen dieser Workshop statt.

Fotos: Konrad Bucher

In die Aussaatschalen säen

Bevor wir die nährstoffarme Bio-Anzuchterde in die Schalen geben, werden diese gut gesäubert und desinfiziert. Die Erde wird sehr eben und gleichmäßig verteilt und dann angedrückt und in einzelne Abteilungen unterteilt.

Die Etiketten oder ein Klebeband mit den Infos zum Saatgut werden sorgfältig angebracht, damit es keine Verwechslungen gibt.

Erst dann kann – nicht zu dicht, denn das Saatgut ist wertvoll – gesät werden. Bei sehr feinen Saatkörnern ist das gar nicht so leicht: David zeigt uns, wie man eine kleine Menge Körnchen aus der Tüte in die Hand nimmt und locker zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger der anderen Hand auf das vorbereitete Saatbett rieseln lässt.

Die Saat wird dann mit etwas Erde und entweder feinen Blähton oder Lavagranulat abgestreut, nochmal angedrückt und angegossen. Auf diese Weise ist für alle Samen ein guter Bodenschluss garantiert. Außerdem verhindert das Lavagranulat die Vermehrung der lästigen Trauermücken. Wichtig ist, das Gießen nicht zu vergessen, wenn die ersten Keimlinge sichtbar werden. In diesen Stadium dürfen die Pflänzchen keinen Trockenstress abbekommen. Am Besten gießt man von unten, indem man den Untersetzer mit Wasser befüllt, oder man befeuchtet sanft von oben mit einer Sprühflasche.

Pikieren

Das Pikieren ist ein Geduldsspiel, das mit einem Pikierstab am Akkuratesten gelingt. Hat man aber Tausende Sämlinge zu pikieren, wie David in seiner Gärtnerei, kann man auch schneller vorgehen und mit den Fingern Pflanzlöcher vorformen und die Pflänzchen schnell hineindrücken. Die langen Würzelchen darf man einkürzen, damit sie in die Multitopfpaletten passen. Wichtig ist, dass die Wurzeln senkrecht in die Erde gedrückt werden und guten Bodenanschluss haben. Das Substrat sollte in diesem Entwicklungsstadium etwas nährstoffreicher sein: Gute Biogartenerde – natürlich ohne Torf – gibt es im Frühjahr in den Biomärkten zu kaufen. Zum Schluss wird noch gut gewässert. Eine Mischung aus Gartenerde, Kompost und verbrauchter Erde oder Sand geht aber auch – nur sollte die Eigenmischung zur Unkraut- und Keimreduzierung im Backofen etwa eine Stunde auf über 70 Grad Celsius erhitzt werden.

Stauden Teilen

Viele schon gut entwickelte Wildstauden dürfen auch geteilt werden: Dabei kann man die Wurzeln stark einkürzen.

Wurzelentwicklung ist wichtiger als schnelle Blattenentwicklung

Wichtig ist, dass die Pflanzen ihre Kraft erst einmal in die Wurzelentwicklung geben. Das tun sie nur, wenn sie nicht allzu nährstoffreich aufwachsen. Man darf die wilden Jungpflanzen also keineswegs noch zusätzlich düngen. Bei einer ausgewogenen und nicht zu üppigen Nährstoffversorgung kann es sein, dass die oberirdische Pflanze noch recht unscheinbar wirkt. Wenn aber der Wurzelballen gut entwickelt ist, dann wird sie sich im Beet gut versorgen können und sich umso schneller entwickeln. Einen solchen Wurzelballen kann man vor dem Auspflanzen ins Beet leicht andrücken und anritzen, damit die verfilzten Würzelchen aufgelockert und zum Weiterwachsen angeregt werden.

Saatgut sammeln

Ein guter Zeitpunkt zum Ernten und Sammeln von Samen ist ein trockener sonniger Vormittag, nicht zu früh, so dass kein Tau mehr die Pflanzen benetzt.

Um sicherzugehen, dass man das ideale Reifestadium erwischt, kann man dieselbe Pflanze zu verschiedenen Zeitpunkten beernten. Man sollte immer nur soviel nehmen, wie man wirklich braucht und unreifen Samen die Möglichkeit zum Nachreifen lassen.

Samen mit Fruchtfleisch sollte man vorsichtig freilegen und die Reste entfernen.

Sehr dickes Saatgut keimt besser, wenn man etwas anschmiergelt.

Da beim Projekt viel Wert auf autochthones Saatgut gelegt wird, ist neben dem Sortennamen und dem Sammelzeitpunkt auch der genaue Standortvermerk wichtig.

Unbedingt muss man die Regeln fürs Wildsammeln beachten: In Deutschland sind grundsätzlich alle wild lebenden Pflanzen geschützt. Im Bundesnaturschutzgesetz steht dazu: Wildpflanzen dürfen nicht ohne vernünftigen Grund ihrem Standort entnommen werden. Weiterhin steht dort aber auch: „Jeder darf wild lebende Blumen, Gräser, Farne, Moose, Flechten, Früchte, Pilze, Tee- und Heilkräuter sowie Zweige wild lebender Pflanzen aus der Natur an Stellen, die keinem Betretungsverbot unterliegen, in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf pfleglich entnehmen und sich aneignen.“

Durch eine Abfrage in der WISIA-Artenschutzdatenbank des Bundesamts für Naturschutz (BfN) kann man die besonders und streng geschützte Arten, die nicht gesammelt werden dürfen, herausfinden.

Saatgut lagern

Saatgut soll man kühl und trocken lagern, am besten zwischen 2 und 10 Grad Celsius. Beim Säubern und Öffnen von Schoten auch auf Tierchen achten und diese rauskrabbeln lassen. Die beste Verpackung sind Papiertütchen – das Milieu muss trocken sein. Plastik eignet sich nicht.

Ganz wichtig: Saatguttütchen sehr gut beschriften! Nein – man merkt sich meistens doch nicht welcher Same zu welcher Pflanze an welchen Standort gehört. Auch das Sammeljahr nicht vergessen – Saatgut verliert mit den Jahren an Keimfähigkeit.


Wildpflanzen und ihr Keimverhalten

Schnell keimende Pflanzen

  • Achillea millefolium (Gewöhnliche Schafgarbe)
  • Anchusa officinalis (Gewöhnliche Ochsenzunge)
  • Artemisia (Beifuß)
  • Buphthalmum salicifolium (Ochsenauge)
  • Campanula (Glockenblumen)
  • Centaurea (Flockenblume)
  • Cichorium intybus (Gewöhnliche Wegwarte)
  • Coronilla Securigera, harte Schote aufrauen (Kronwicke)
  • Daucus carota (Wilde Möhre)
  • Dianthus (Nelke)
  • Dipsacus (Karde)
  • Filipendula vulgaris (kleines Mädesüß)
  • Fragaria vesca (Wald-Erdbeere)
  • Galium verum (gelbe Labkräuter)
  • Geranium sanguineum (Blutroter Storchschnabel)
  • Helianthemum nummularium (Ovalblättriges, Gewöhnliches Sonnenröschen)
  • Hypericum (Johanniskraut)
  • Knautia arvensis (Acker- Witwenblume)
  • Linaria vulgaris (Leinkraut)
  • Lotus (Hornklee)
  • Myosotis (Vergissmeinnicht)
  • Origanium vulgare (Wilder Majoran)
  • Salvia pratensis (Wiesen Salbei)
  • Sanguisorba officinalis / minor (Wiesenknopf)
  • Scabiosa columbaria / ochroleuca (Tauben- / Gelbe Skabiose,)
  • Silene flos-cuculi / dioica / vulgaris (Leimkraut/Lichtnelke)
  • Stachys recta (Aufrechter Ziest)
  • Tanacetum corymbosum (Ebensträußige Wucherblume)
  • Tanacetum vulgare (Rainfarn)
  • Thymus (Thymian)

Kaltkeimer

  • Ajuga genevensis / reptans (Genfer / Kriechender Günsel)
  • Alchemilla xanthochlora (Gelbgrüner Frauenmantel)
  • Angelica sylvestris (Wald Engelwurz)
  • Anthyllis (Wundklee)
  • Astragalus glycyphyllos (Süßer Tragant)
  • Astrantia major (Große Sterndolde)
  • Digitalis purpurea (Roter Fingerhut)
  • Echium vulgare (Natternkopf)
  • Eupatorium cannabinum (Gewöhnlicher Wasserdost)
  • Euphorbia (Wolfsmilch)
  • Filipendula ulmaria (Mädesüß)
  • Galium odoratum (Waldmeister)
  • Geum rivale (Bach-Nelkenwurz)
  • Heracleum sphondylium (Gewöhnlicher Wiesen-Bärenklau)
  • Iris pseudacorus (Sumpf-Schwertlilie)
  • Lamium maculatum / album (Gefleckte / WeißeTaubnessel)
  • Lathyrus vernus (Frühlings-Platterbse )
  • Lythrum salicaria (Blutweiderich)
  • Meum athamanticum (Bärwurz)
  • Ononis spinosa / repens (Dornige / Kriechende Hauhechel)
  • Pastinaca sativa (Pastinak)
  • Peucedanum …(Haarstrang)
  • Pimpinella major (Bibernelle)
  • Phyteuma nigrum / spicata (Schwarze / Ährige Teufelskralle)
  • Primula elatior / veris (Hohe / Echte Schlüsselblume)
  • Pulmonaria officinalis (Lungenkraut)
  • Scrophularia nodosa / umbrosa (Braunwurz / Flügel-Braunwurz)
  • Scutellaria galericulata (Helmkraut)
  • Stellaria/Rabelera holostea (Große Sternmiere)
  • Succisa pratensis (Gewöhnliche Teufelsabbiss)
  • Teucrium chamaedrys (Edel-Gamander)
  • Thalictrum flavum / aquilegiifolium (Gelbe / Akeleiblättrige Wiesenraute)
  • Trollius europaeus (Trollblume)
  • Valeriana officinalis (Baldrian)
  • Veronica officinalis (Wald-Ehrenpreis)
  • Veronica teucrium (Großer Ehrenpreis)

Gleich nach der Ernte säen

  • Aconitum (Eisenhut)
  • Astrantia major (Große Sterndolde)
  • Caltha palustris (Sumpfdotterblume)
  • Knautien (Knautia Witwenblumen)
  • Lathyrus vernus / luteus ‚Aureus‘ (Frühlings- / Hohe Gold- Platterbse)
  • Lunaria annua Chedglow (Einjähriges Silberblatt)
  • Lunaria rediviva (Ausdauernde Silberblatt)
  • Luzula nivea (Schneeweiße Hainsimse)
  • Pulsatilla vulgaris (Gewöhnliche Kuhschelle)
  • Stipa (Federgras)
  • Thalictrum (Wiesenraute)

Grün ernten – weil Samen beim Reifen schnell abfallen

  • Centranthus (Spornblume)
  • Euphorbia (Wolfsmilch)
  • Knautia (Witwenblumen)
  • Pulsatilla (Kuhschelle)
  • Succisa (Teufelsabbiss)

Liste der Pflanzen und Infos: Barbara Prosiegel;

Text und Fotos: Hannelore Schnell, Konrad Bucher, Ruth Mahla

SOMMERKÜCHE – CONVIVIUM

Der globale und industrielle Charakter unserer Agrarwirtschaft wird in der Ausstellung „Nahrungssysteme am Limit“ gezeigt. Trotzdem können sich die unbeteiligten, sog. „Verbraucher*innen“ auch als „Citizens of the Planet“ begreifen und die Weichen für eine gerechtere, gesunde und umweltschonende Ernährung selbst in die Hand nehmen: an unseren Esstischen, in unseren Esskulturen entscheiden wir auch über Nahrungsgerechtigkeit und die Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen mit. Die Sommerküche CONVIVIUM soll Diskussionen über Auswege aus den multiplen Krisen anregen und selbstbestimmte, industrieunabhängige Strategien aufzeigen, z.B die Möglichkeiten nachhaltiger lokaler und regionaler Lebensmittelproduktion – auch im urbanen Raum. Vor der Pinakothek der Moderne erweitern die Installationen der Sommerküche das Museum in den öffentlichen Außenbereich und bieten Raum für die Beteiligung lokaler Organisationen und Initiativen, die sich diesen Themen verschrieben haben und vielfältige Beteiligungs-Angebote für Menschen in München und Region vorstellen. Die Sommerküche bringt mit verschiedenen Formaten, wie Workshops und Schnippelküchen, Vorträgen und Diskussionen Fragestellungen zu Saatgut, Boden, Wasser und Verantwortung in die Mitte der Gesellschaft – auf diesen prominenten Platz im Kunstareal zwischen Pinakothek, Museum Brandhorst und Pavillon 333.

06.05.2026 HOMO – HUMUS – HUMANITAS

Mittwoch 18:00-20:00 Uhr
Ruth Mahla l Urbane Gärten München
Die verborgene Welt des Bodens mit allen Sinnen erfahren, die globale Bedeutung von lebendigen Humus als unverzichtbare Lebensgrundlage kennenlernen und als Chance zur Bewältigung der weltweiten Ernährungs- Klima- und Biodiversitätskrise begreifen.
Anmeldung: info@urbane-gaerten-muenchen.de


07.05.2026 HOW TO: GEMEINSCHAFTSGARTEN

Donnerstag 18:00-20:00 Uhr
Gudrun Walesch und Dr. Robert Jende l anstiftung
Wie baut man einen Gemeinschaftsgarten auf?
In immer mehr Nachbarschaften entstehen Gemeinschaftsgärten. Doch wie baut man eigentlich einen partizipativen Garten auf?
Der Weg zu einem Gemeinschaftsgarten kann ganz unterschiedlich sein, doch gibt es gut aufbereitetes Erfahrungswissen, das an der einen und anderen Stelle gut weiterhelfen kann. Die anstiftung hat daraus einen modular nutzbaren Online-Selbstlernkurs erstellt. Wir stellen den Kurs interaktiv vor und beantworten Fragen.
Zielgruppe: alle, die sich für den Aufbau eines Gemeinschaftsgartens interessieren.
Anmeldung: gudrun.walesch@anstiftung.de


13.05.2026 KOCHABEND MIT DEM KARTOFFELKOMBINAT

Mittwoch 18:00-20:00 Uhr
Daniel Überall und Lilian van Essen
Wie schmeckt alternatives Wirtschaften ohne Ausbeutung oder Raubbau?
Beim gemeinsamen Kochabend mit saisonalen, fairen und vor allem leckeren Zutaten aus dem Kartoffelkombinat finden wir es heraus.
Anmeldung: lilli@kartoffelkombinat.de


16.05.2026 STADTPFLANZEN AUSSAAT

Samstag 11:00-13:00 Uhr
Anja Frohwitter l Stadtpflanzen Rosenheim
Gemeinsam samenfestes Saatgut aussäen und Stecklinge anpflanzen, urbane Vielfalt
vermehren und die Stadt ein Stück essbarer machen.
Anmeldung: anmeldung@architekturmuseum.de


Logo BioDivHubs

27.05.2026 PARTIZIPATIVE BEETGESTALTUNG

Mittwoch 18:00-20:00 Uhr
David Schoo l BioDivHubs
Zusammen Biodiversität pflanzen – essbare (Wild-)Kräuter und Blüten für Mensch und Insekten. Entdecken, wie sich Biodiversität in der Stadt mit einfachen Mitteln fördern lässt.
Anmeldung: david.schoo@tum.de


13.06.2026 HÜLSENFRÜCHTE HOORAY!

Samstag 11:00-13:00 Uhr
Münchner Ernährungsrat
Bei dieser Veranstaltung lädt der Münchner Ernährungsrat e.V. dazu ein, die Welt der Hülsenfrüchte neu zu entdecken – mit allem, was die kleinen Schusser so draufhaben. Es gibt Kostproben zum Probieren, ein Quiz für Neugierige und viele überraschende Einblicke in Anbau, Küche und Alltagstauglichkeit.
Anmeldung: a.ring@muenchner-ernaehrungsrat@de


17.06.2026 Der Garten als Habitat für eine essbare Stadt

Mittwoch 18:00-20:00 Uhr
Ruth Mahla und Dr. Robert Jende l Urbane Gärten und anstiftung
Als Habitat bietet der Garten vielfältigen Lebensformen Platz, hier trifft Gemeinschaft auf Biodiversität. Das ist sowohl für ein gutes Zusammenleben der Menschen in Städten von Vorteil, als auch für das Überleben nicht-menschlicher Organismen, die die Grundlage für das menschliche Leben bilden. Im Gespräch leuchten wir die Potentiale städtischer Gemeinschaftsgärten als Zentren für eine essbare Stadt aus.

Es diskutieren: Ruth Mahla, Koordinatorin des Netzwerks Urbane Gärten München und Dr. Robert Jende, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der anstiftung.

Zielgruppe: alle Menschen, die sich für eine subsistenzorientierte, biologisch-einwandfreie und gemeinschaftsfördernde Nahrungsmittelproduktion in der Stadt interessieren
Anmeldung: info@urbane-gaerten-muenchen.de


20.06.2026 TIERSCHUTZEINTOPF

Samstag 11:00-13:00 Uhr
PROVIEH
Zusammen mit deinen Tischnachbar:innen die Zusammenhänge kennenlernen zwischen einer Mahlzeit mit Zutaten aus der Haltungsstufe 1-2 und den konkreten Folgen bei den Tieren, die die Zutaten für dieses Essen liefern. Gemeinschaftliches Learning, klare Botschaft!
Anmeldung: aktiv@provieh.de


27.06.2026 SCHNIBBELPARTY

Samstag 11:00-15:00 Uhr
rehab republic
Gemeinsam vor der Tonne gerettete Lebensmittel schnibbeln und kochen und dabei entdecken, wie einfach und lecker aus geretteten Zutaten Neues entstehen kann.
Anmeldung: schnibbelparty@rehab-republic.de


28.06.2026 KINDERTAG

Sonntag 11:00-13:00 Uhr
PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne
Ein Tag voller Farben, Bewegung und Entdeckungen bei freiem Eintritt: Zwischen Sommerküche, Musik und kreativen Aktionen entstehen kleine Kunstwerke und große Momente zum Mitmachen. Draußen wie drinnen wird ausprobiert, gestaltet und gespielt – ein lebendiges Abenteuer für die ganze Familie.
Ohne Anmeldung


15.07.2026 KOCHWORKSHOP

Mittwoch 18:00-20:00 Uhr
Landfrauen des Bayerischen Bauernverbands
Gemeinsames Kochen mit regionalen Lebensmitteln aus dem Münchner Umland.
Anmeldung: Alexandra.Gregor@BayerischerBauernVerband.de


10.07.2026 NEW-FOOD-FESTIVAL

Donnerstag 18:00-20:00 Uhr
TUM Venture Lab
Ohne Anmeldung


18.07.2026 WELTACKERSPIEL

Samstag 11:00-13:00 Uhr
Ruth Mahla l Urbane Gärten München
Mit dem Weltackerspiel anschaulich entdecken, wie viel Ackerfläche unsere Ernährung
beansprucht und verstehen, was das mit globaler Gerechtigkeit zu tun hat.

Das Format ist auch für Jugendliche geeignet.
Anmeldung: info@urbane-gaerten-muenchen.de


25.07.2026 KOCHWORKSHOP

Samstag 11:00-13:00 Uhr
Landfrauen des Bayerischen Bauernverbands
Gemeinsames Kochen mit regionalen Lebensmitteln aus dem Münchner Umland .
Anmeldung: Alexandra.Gregor@BayerischerBauernVerband.de


29.07.2026 UNTERWEGS IN DIE STADT DER ZUKUNFT

Mittwoch 18:00-20:00 Uhr
Dr. Christa Müller l anstiftung
Mit Dr. Christa Müller die besondere Rolle urbaner Gärten erkunden, ihr Potenzial
für den gesellschaftlichen Wandel erfahren und die Stadt der Zukunft entdecken.
Anmeldung: christa.mueller@anstiftung.de


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02.09.2026 SAMEN FÜR DIE ZUKUNFT

Mittwoch 18:00-20:00 Uhr
Dr. Hannelore Schnell und Urban Ewald l Ackermannbogen e.V. und Kulturpflanzenentwicklung Obergarshof e.V.
Ohne Saatgut keine Nahrung, kein Leben. Saatgut ist inzwischen aber auch ein Wirtschaftsgut, mit dem multinationale Agrochemiekonzerne Profit machen. Wie soll es in Zukunft weitergehen? Noch mehr Machtkonzentration auf dem Saatgutmarkt? Noch mehr Hybridsorten, Gentechnik und Patente, mit denen kontrolliert wird, was auf unseren Tellern landet? Zukunft geht auch anders: Mit einer Ökologischen Pflanzenzüchtung, die unsere Lebensgrundlagen schützt und die Resilienz gegenüber den Folgen der Klimakrise fördert. Mit der Saatgut wieder ein Kulturgut wird, das die Ernährungssouveränität sichert.
Anmeldung: info@kulturpflanzenentwicklung-obergrashof.de, hannelore.schnell@ackermannbogen-ev.de


05.09.2026 STADTPFLANZEN ERNTE

Samstag 11:00-13:00 Uhr
Anja Frohwitter l Stadtpflanzen Rosenheim
Die gemeinsame Ernte feiern und samenfestes Saatgut tauschen. Das Format richtet sich an alle, die Gemeinschaft, Genuss und nachhaltiges Wissen verbinden wollen.
Ganz in unserem Sinne werden wir zusammenwachsen!
Anmeldung: anmeldung@architekturmuseum.de


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12.09.2026 SUPPENKÜCHE

Samstag, 11:00-13:00 Uhr
David Schoo l BioDivHubs
Es wird zusammen geschnibbelt und eine Suppe gekocht, mit saisonalem und regionalem Gemüse – natürlich biologisch und noch dazu vegan! Dabei in lockerer Atmosphäre über regenerative Landwirtschaft, urbane Selbstversorgung und Biodiversität ins Gespräch kommen.
Anmeldung: david.schoo@tum.de


Sommerküche entwickelt von Tillmann Gebauer, Alice Janakiev und Sebastian Zitzmann.

Eine Liste der Veranstaltungen der Sommerküche finden Sie auf der Homepage des Veranstalters:


Einleitungstext und Foto: Ruth Mahla; Veranstaltungsankündigungen: Veranstalter;

Titelbild: Langer Tag der StadtNatur

Langer Tag der StadtNatur: BioDivHubs Rewilding Tour

Termin: 10. Mai 2026, 11:00-18:00 Uhr;

Orte: 4 Stationen: EineWeltHaus | Grüner Quirin Giesing | Ökologisches Bildungszentrum (ÖBZ) |Ackermannbogen

Wie lässt sich biologische Vielfalt in urbanen Räumen fördern?

Zum Langen Tag der StadtNatur geben wir Einblicke in vier Quartiere, in denen im Rahmen des Verbundprojekts BioDivHubs neue Lebensräume für Wildpflanzen und Insekten entstanden sind und gerade entstehen. Bei unserer großen Radltour können die verschiedenen Veranstaltungen auch unabhängig voneinander besucht werden.

Die Fahrt zwischen den Stationen dauert ca. 30 Minuten.

Ihr seid herzlich eingeladen, mit den Expert*innen vom BioDivHubs-Projekt die erblühende StadtNatur zu erkunden.

Mehr Infos zum Langen Tag der StadtNatur mit dem ganzen Programm und mit der interaktiven Karte findet ihr hier

Hier unser Flyer zum Herunterladen:


Titelbild/Grafik: LBV, Foto auf Flyer: Macrowilli;


Trockenmauer

Biodiversität zum Anfassen: Trockenmauer & Sandarium

Logo BioDivHubs

Termin: Samstag, 04. April 2026, 09:00 – 16:00 Uhr

Ort: Generationengarten, Ricarda-Huch-Straße 4, 80807 München

Anmeldung und Informationen: Lukas Gschnitzer: l.gschnitzer@verein-stadtteilarbeit.de

Gemeinsam mit Sascha Geiger von „Gartenbau Geiger“ errichten wir im Generationengarten einenTrockenmauer und ein Sandarium.
Beide Maßnahmen bieten Lebensräume für Wildbienen und andere Arten. So fördern wir die Biodiversität im Stadtviertel und schaffen langfristige Lebensräume für bedrohte Arten. Ihr könnt aktiv beim Bauen mithelfen und Fragen stellen. Es ist nicht zwingend notwendig, den ganzen Zeitraum über mit dabei zu sein.

Mitmachen können alle Interessierten (mit Anmeldung) – keine Vorkenntnisse nötig.


Text und Bilder: Generationengarten, Lukas Gschnitzner;


Wildes Leben

Finissage: Wildes Leben zwischen Häusern

Termin: 19. März 2026 Zeit; 17:00 – 19:00

Ort: SchauRaum am Ackermannbogen, Therese-Studer-Str. 9, 80797 München;

Wie lebt Natur eigentlich mitten zwischen Häusern? Seit November zeigt die Ausstellung „Wildes Leben zwischen Häusern“ die überraschend reiche biologische Vielfalt im Viertel: Fotografien, Druckgrafiken, Notizen und künstlerische Arbeiten von Nachbar:innen, Familien und Engagierten, entstanden im Rahmen des Projekts BioDivHubs – Biodiversität ins Quartier.

Die Ausstellung vereint dokumentarische und künstlerische Perspektiven:
Fotos von Wildpflanzen und Insekten aus unserem Quartier, Bilder von Aktionen im öffentlichen Raum, Nature‑Journaling‑Ergebnisse sowie Insekten-Drucke, die bei der Rewilding‑Aktion und im anschließenden Druckworkshop entstanden sind. Die fotografischen Beiträge fließen zudem in eine Untersuchung der TU München zur Stadtnatur ein.

Bevor die Arbeiten abgebaut werden, laden wir herzlich zur Finissage am 19. März ein – eine letzte Gelegenheit, die Vielfalt der Beiträge in Ruhe anzuschauen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die kreativen Energien des Projekts noch einmal zu erleben.

Besondere Aktion zur Finissage: Postkarten aus dem Viertel

Für einen biodiversen Gruß aus dem Quartier starten wir eine Postkarten‑Gruß‑Aktion:
Vor Ort können Postkarten aus der Ausstellung erworben werden – sowohl die gedruckten Insektenmotive aus dem Workshop als auch Foto‑Postkarten aus dem BioDivHubs‑Projekt, die die Stadtnatur rund um den Ackermannbogen sichtbar machen.
Für 4 € (inkl. Briefmarke) kann jede Karte direkt beschrieben und anschließend gesammelt verschickt werden.
Mit dem Kauf wird der Ackermannbogen e. V. unterstützt.

Wir freuen uns über alle, die vorbeikommen – zum Anschauen, Austauschen, Wiedersehen oder einfach für einen kleinen Gruß aus dem Viertel.
Kommt vorbei und feiert mit uns das wilde Leben zwischen Häusern!


Text: Konrad Bucher, Foto: Ruth Mahla