mit Bildern von der Ernte aus dem StadtAcker am Ackermannbogen möchte ich mich ganz herzlich von Euch verabschieden. Ich werde in Zukunft nicht mehr das Netzwerk Urbane Gärten München koordinieren und diese schöne Aufgabe an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger weitergeben.
Es war eine schöne Zeit mit Euch und ich bedanke mich für euer Interesse und euren Einsatz in den urbanen Gärten, bei den Netzwerktreffen und Gartentouren und den vielen Workshops, die ich mit euch zusammen organisieren durfte. Zum Start der neuen Gartensaison geht es 2027 dann mit neuen Kräften, Ideen und Impulsen weiter.
Das kostenlose Workshop- und Gartenberatungs-Programm der Urbanen Gartenakademien läuft natürlich weiter – ihr könnt weiterhin Eure Termin-Wünsche und Themen an das Team der Urbanen Gärten München schreiben unter: info@urbane-gaerten-muenchen.de. Einen Überblick über die Themen und die verschiedenen Referent*innen findet ihr hier.
Natürlich könnt ihr meine Workshops und Vorträge auch weiterhin direkt bei mir buchen. Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf meiner Website.
Einen schönen und entspannten Herbst und Winter in euren naturnahen urbanen Gärten, eine gute Ernte und alles Liebe wünscht euch Ruth Mahla.
Treffpunkt: Nachbarschaftstreff Freiahm 2, Aubinger Allee 16, 81248 München
Referentin: Dr. Hannelore Schnell, Molekularbiologin
Anmeldung unter freiluftgarten-freiham@kinderschutz.de
Kaum ist das Gartenjahr zu Ende, beginnt schon die Planung für das neue. Was wollen wir anbauen? Woher bekommen wir gutes Saatgut? Gerade beim Saatkauf heißt es Augen auf. Denn Saatgut ist nicht gleich Saatgut. Was bedeutet es zum Beispiel, wenn „F1-Hybride“ auf der Packung steht? Was heißt „samenfest“? Wie unterscheiden sich die Saatgutproduzenten? Und wird schon die neue Gentechnik angewendet? Mit diesen Fragen wollen wir uns gemeinsam beschäftigen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Urbane Gärten München und im Rahmen des Projekts „Über die Gartenhecke. Freiluftgarten als quartiersweiter Lernort für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ und statt.
Bohnen-Vielfalt
Diese Veranstaltung ist ein Beitrag zu folgenden Nachhaltigkeitszielen:
Die BNE-Workshops der Urbanen Gartenakademien München sind Teil der BNE-VISION 2030, ein Projekt der Landeshauptstadt München, das Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Landeshauptstadt München strukturell verankern soll.
Am 18. Juni hatte das Planungstreffen für das BioDivHubs-Projekt „Pflanzung einer Wildobsthecke im Modellquartier Ackermannbogen“ stattgefunden. Eine geeignete öffentliche Fläche nahe beim StadtAcker wurde Anfang des Jahres vom Baureferat, Abteilung Gartenbau freigegeben und es wurde in Kooperation mit Green City e.V. ein Patenschafts-Vertrag abgeschlossen. Zum ersten Planungstreffen erschienen viele interessierte Teilnehmer*innen aus der Nachbarschaft und unterstützten uns tatkräftig. Die autochthonen Wildgehölze wurden bei der Baumschule von Dr. Ernst Habersbrunner ausgesucht und wurden in der 2. Oktoberwoche abgeholt, so dass wir am 10. Oktober mit der Pflanzaktion beginnen konnten.
Einsatz für die StadtNatur bei strömendem Regen
Obwohl das Wetter denkbar ungünstig war an diesem Samstagvormittag, kamen viele Helfer*innen zusammen und wurden von Alicia Bilang, Natur- und Umweltpädagogin vom StadtNatur-Team mit allerlei Köstlichkeiten aus Wildobst und einem interessanten Quizz über einheimische Gehölze belohnt. Andere Teilnehmerinnen brachten leckeren Kuchen, heißen Apfelsaft und anderes Gebäck als Stärkung mit.
An dieser Stelle: Danke dafür!
Ein einigermaßen wasserdichter Pavillon schützte die Teilnehmenden, während Konrad Bucher vom BioDivHubs-Projekt die Vorgehensweise bei der Pflanzung erklärte.
Die Pflanzlöcher sollen mit Spitzhacken und Spaten möglichst tief und breit in den ziemlich harten sandig-kiesigen Boden gehauen und mit einer Handvoll Hornspäne und etwas Humus angereichert werden, so dass die Pflänzchen zum Anwurzeln von diesem Nährstoffvorrat in einem nicht allzu harten und verdichteten Erdreich profitieren können. Die Pflanze wird dann eingesetzt und gleich vor dem Verfüllen mit dem ausgehobenen Erdreich angegossen. Die Pflanzlöcher müssen dabei etwas tiefer als die Umgebung liegen, damit das Wasser zum Wurzelbereich hinfließen kann. Angesichts der trockener werdenden Sommer eine notwendige und einfache Art der Regenwasserlenkung. Zum Schluss noch alles ein wenig festdrücken und dann sehr reichlich gießen.
Die ausführliche Praxis-Anleitung des Bund Naturschutz in Bayern e.V. gibt es hier:
Bei der Planung hatten wir uns entschlossen, überwiegend autochthone Wildpflanzen zu verwenden, die natürlich in der Region München vorkommen und sich seit langer Zeit an die spezifischen Umweltbedingungen hier angepasst haben. Die Blüten bieten den Wildbienen und anderen Insekten Nahrung und Lebensraum und die Vögel brauchen die Beeren als Nahrung im Sommer und Herbst und das Dickicht als Schutzraum und Nistmöglichkeit.
Favorisierte Variante der neuen Heckenlandschaft: Dickicht im Wechsel mit offenem Bereich
Dementsprechend plante Konrad Bucher Bereiche mit dichten und unzugänglichen Bewuchs, aber auch einen begehbaren Raum in der Mitte, damit einerseits Wildtiere und Insekten ungestörte Verstecke finden, aber auch Menschen einen schönen und bereichernden Aufenthaltsort durch die Pflanzung gewinnen.
Die verschiedenen Gehölzgruppen können, wenn sie eine gewisse Größe erreicht haben, durch Unterpflanzungen und Totholzstrukturen bereichert werden. Es ist außerdem geplant, mit Erklärtafeln die Besucher*innen auf das neue kleine Biotop und seine Funktionen aufmerksam zu machen.
Die im Bild rechts gelegenen Bereiche sind ideale vollsonnige Standorte für den wärmeliebenden Sanddorn (Hippophae rhamnoides), der von verschiedenen Wildrosenarten und niedrigeren Gruppen von Felsen-Kreuzdorn (Rhamnus saxatilis) und Niederliegender Geißklee (Cytisus decumbens) flankiert wird.
Die größeren Gehölzgruppen in der Mitte der Anlage bestehen aus Zweigriffeligen Weißdorn (Crataegus laevigata), Schlehdorn (Prunus spinosa), Berberitze (Berberis vulgaris) und Wildrosenarten. Mittendrin auch zwei schon größere Kornellkirschen (Cornus mas) – ein Geschenk der Stadt zu unserem Projekt.
Wichtig ist uns bei der Artenauswahl, dass das BioDivHubs-Projekt immer wieder auf die große Vielfalt der heimischen Flora und Fauna hinweist – und neben den „Allerweltsarten“ auch die Unbekannteren und Seltenen zeigt, die weitgehend aus dem Stadtbild verschwunden sind. Wir sind sehr gespannt, wie die biodiverse Pflanzung, insbesondere die nicht häufig im Stadtbild zu sehenden Wildrosenarten wie Rosa arvensis, Rosa gallica, Rosa majalis, Rosa rubiginosa und Rosa tomentosa, sowie Sanddorn und Kissenginster sich an diesem Standort entwickeln werden und freuen uns sehr, im Quartier bei der Entwicklung eines kleinen und ganz besonderen Biotop dabei sein zu können. Wir danken allen engagierten Unterstützer*innen herzlich – ohne euer Engagement wären die Rewilding-Projekte nicht möglich!
ein Performance-Spaziergang in eine spekulative Zukunft des Fungizäns
von und mit Ella von der Haide und Nicola von Thurn
Samstag 24. und Sonntag 25. Oktober 2026 jeweils um 14.00 Uhr im Forstenrieder Park in Buchenhain/Baierbrunn
„Wir schreiben das Jahr 2226. Die Erde hat sich radikal verändert: Nach den Umweltkatastrophen des 21. Jahrhunderts überwuchern Pilz-Myzele die Ruinen des Anthropozäns. Pilze haben die Weltherrschaft übernommen und ihre kommunikativen Fähigkeiten ausgebaut. Die wenigen Menschen, die das Klimachaos, Artensterben, Kriege und Pandemien überlebt haben, sind zu Myzel-Kollaborateur*innen geworden. Auf unserem Performance-Spaziergang treffen wir einige dieser Pilz-Mensch-Mischwesen, die uns in die Pilz-Kommunikation einführen, damit wir am neuen Fungizän teilhaben können. An verschiedenen Stationen im Wald darf gespürt, geschmeckt, gerochen und sich ein bisschen gegruselt werden. 70 Minuten, 2 km durch den Wald ..“
Die Performance ist gefördert durch den Verband Freie Darstellende Künste Bayern e.V. im Rahmen der Wiederaufnahmeförderung des „Förderpakets Freie Kunst 2026″ mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
Das Netzwerk Urbane Gärten München lädt jedes Jahr im Frühjahr und Herbst zum offenen Treffen ins Ökologische Bildungszentrum ein. Wir bieten die Möglichkeit, Euch zu vernetzen und auszutauschen und neue interessante Menschen und Projekte kennenzulernen.
Aus aktuellem Anlass wollen wir uns über die Auswirkungen der Klimaveränderungen auf die urbanen Gärten austauschen. Was für Strategien habt ihr entwickelt, was für Probleme sind (noch) nicht lösbar? Alle Gärtner*innen sind herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen in diesem extrem heißen und trockenen Jahr zu teilen. Lest bitte dazu auch unser neues Thema des Monats: Urbangärtnerisch gegen den Klimawandel – Teil 2
Wie immer freuen wir uns auch sehr, wenn neue Stadtnatur-Interessierte unser Netzwerk kennenlernen wollen, ihre Projekte vorstellen und mit uns zusammen über die Möglichkeiten einer grüneren Stadt reflektieren wollen. Dabei werden wir es uns auch gut gehen lassen und gemeinsam etwas Leckeres kochen. Wir freuen uns über eine rege Teilnahme und Euren Input.
Zur besseren Planung bitten wir um eine Anmeldung per Mail bei: info@urbane-gaerten-muenchen.de