Archiv der Kategorie: Aufruf

Wir haben Agrarindustrie satt 2021: Bleibt Zuhause – schickt eure Fußabdrücke!

#AgrarwendeLostreten: Aktion Fussabdruck

Angesichts der Infektionslage ist für uns im Moment selbst ein Protest mit Maske und Abstand nicht verantwortungsvoll umzusetzen. Um dennoch auch heuer wieder für eine bessere Landwirtschaft zu demonstrieren, hat das Bündnis Meine Landwirtschaft die Aktion Fußabdruck ins Leben gerufen. Statt der jährlichen Demonstration, bei der sich jedes Jahr tausende Bürger*innen im Januar in Berlin, parallel zur Konferenz der Agrarminister*innen, versammeln, ermöglicht das Bündnis Protest auf Distanz. Am 16. Januar werden die Fußabdrücke für die Agrarwende von den Initiator*innen vor das Kanzler*innenamt getragen.

Lasst uns gemeinsam die Agrarwende lostreten!

Denn, so die initiator*innen: „Corona zeigt uns, wie wichtig die Versorgung mit nachhaltig produzierten und regionalen Lebensmitteln ist. Gleichzeitig macht uns die Pandemie wieder einmal klar, wie wichtig der Umweltschutz und die Abkehr von der industriellen Tierhaltung sind. In der intensiven Tierhaltung können sich Viren besonders gut entwickeln. Die Zerstörung der Natur sorgt dafür, dass immer mehr Viren zu uns Menschen gelangen. Der Umbau der Landwirtschaft darf also nicht mehr warten!“

Mitmachen ist kinderleicht:

1. Macht einen Abdruck von eurem Fuß oder Schuh auf Papier
2. Schreibt eure Forderungen dazu
3. Teilt euer Bild auf den Sozialen Medien unter #AgrarwendeLostreten
4. Schickt den Abdruck bis zum 14. Januar per Post oder ladet ein Foto hier hoch

Weitere Informationen und eine Anleitung zum Fußabdrucken gibt es hier.

Umfrage: Nachhaltig organisiert – wie funktionieren Münchens urbane Gärten?

Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts „EdiCitNet: Essbare Städte für eine bessere Welt“ untersucht die Doktorandin Alice Bischof an der Universität Wageningen (NL) Geschäftsmodelle urbaner Gärten. Dabei ist der Begriff des ‚Geschäftsmodells‘ etwas weiter gefasst, denn nicht alle grünen Initiativen lassen sich als klassisches Business begreifen. Vielmehr geht es darum zu verstehen, wie die verschiedenen Organisationsformen der urbanen Landwirtschaft und urbaner Gärten in ihrer Vielfalt funktionieren.

Möchten Sie mitmachen?

Dann beantworten Sie bitte in einem ersten Schritt diese 15-minütige Umfrage – direkt online oder telefonisch. Wenn Sie eine telefonische Befragung vorziehen, melden Sie sich gerne bei Alice Bischof unter email hidden; JavaScript is required.

Im zweiten Schritt werden die Ergebnisse mit den TeilnehmerInnen geteilt und in einem Workshop vor Ort in München gemeinsam diskutiert und ausgearbeitet. (Der Workshop ist optional, Sie können auch später entscheiden, ob er für Sie und Ihre Initiative sinnvoll ist.) Ziel ist es, die Ergebnisse kritisch zu diskutieren, voneinander zu lernen und gemeinsam Inspiration und Lösungen für Münchens urbane Gärten zu sammeln.  

Über EdiCitNet

EdiCitNet (Netzwerk essbarer Städte – Integration von Maßnahmen der essbaren Stadt für soziale, resiliente und nachhaltige Städte) ist ein von der Europäischen Kommission gefördertes Projekt, das von September 2018 bis August 2023 läuft (Förderungsvereinbarung Nr. 776665).

EdiCitNet demonstriert innovative, naturbasierte Lösungen (NBS). Mit den Maßnahmen der essbaren Stadt geht es aber noch einen Schritt weiter: Das Projekt bezieht die gesamte Kette der städtischen Lebensmittelproduktion, -verteilung und -verwertung für eine umfassende Neugestaltung der Städte ein und geht damit gesellschaftliche Herausforderungen wie eine zunehmende Urbanisierung, soziale Ungleichheit und Klimawandel sowie Ressourcensicherung in Städten an. Hier finden Sie mehr Informationen über das Projekt!

Alice Bischof würden sich freuen, wenn Sie sich mit Ihrem Garten auf dem EdiCitNet Marktplatz registrieren (die Seite ist in englischer Sprache verfasst).

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich per Mail an email hidden; JavaScript is required


Auflösung des Kultgartens der Werkbox³

Leider gibt es in München einen urbanen Garten weniger. Der Kultgarten der Werkbox³ mußte Ende Februar aufgelöst werden, weil der Mietvertrag für die Halle auf dem als Werksviertel neu bebauten Gelände der ehemaligen Pfanniwerke am Ostbahnhof Ende Mai ausläuft. Derzeit gibt es noch keine neuen Räumlichkeiten, die die DIY-Initiative nutzen könnte. Der Verein sucht derzeit dringend nach einer Halle für seine offenen Werkstätten. Wer Ideen und Hinweise hat, melde sich bitte bei der Werkbox³:

Wegen der kurzfristigen Räumung der Werkbox und des Kultgartens ist noch einiges an Gartenutensilien in gute Gärtner*innenhände abzugeben:

  • ein bewährtes Tomatenhaus (braucht nur einen neuen Boden/Palette)
  • ein prima Gartenhäuschen
  • diverse größere Werkzeuge wie Rechen, Schaufeln, Spaten, Hacken etc.
  • diverse kleinere Handwerkzeuge
  • Gärtnervlies
  • Anzuchtkästen
  • diverse Pflanzgefäße (Ton, Kunststoff)
  • Rasentrimmer elektrisch
  • u.a.

Für Selbstabholer*innen gegen Spende bzw. Kostenbeitrag – je nach Objekt. Abzuholen bis Ende Mai 2020 im Werksviertel-Mitte am Ostbahnhof München. Bei Interesse meldet euch bitte bei Anja unter email hidden; JavaScript is required mit Terminvorschlägen.

Im besten Fall gibt es für den Kultgarten eine neue Chance!

#NetzstreikFürsKlima – Jetzt online mitstreiken!

Zusammen mit Fridays For Future laut fürs Klima

Die aktuelle Virus-Pandemie zeigt uns: Um Krisen zu bewältigen ist es entscheidend, auf die Wissenschaft zu hören, solidarisch zusammenzustehen und entschlossen zu handeln. Genau dies gilt auch für die Klimakrise. 

Am 24. April wären wir mit Fridays For Future zum globalen Klimastreik auf die Straßen gegangen – nun verlegen wir die Demonstration ins Netz. Beim Livestream for Future werden wir von zu Hause aus und doch alle gemeinsam laut fürs Klima!

Die Antworten der Politik auf die Krise müssen so gestaltet werden, dass sie unsere Wirtschaft und Gesellschaft langfristig gerechter, widerstandsfähiger und nachhaltiger machen. Wenn jetzt Hunderte Milliarden fließen, dann muss jedes Konjunkturpaket auch gezielt den Klimaschutz voranbringen
 
Wenn Du das genauso siehst, dann sei am 24. April um 12 Uhr beim großen Online-Streik von Fridays for Future dabei und trag dich schon jetzt auf der Streikenden-Karte ein:

https://www.klima-streik.org/

Tipps zum urbanen Gärtnern in der Coronakrise

#2 von Severin Halder: „Kleinbäuer*innen-Aufstand mit Abstand!

Selbstorganisierte Pflanzen- und Saatguttauschbörse zum weltweiten Aktionstag von „La Via Campesina“ am 17. April (oder später)

Das Allmende-Kontor veranstaltet eine kontaktlose Tauschbörse, die zur Nachahmung auch in München empfehlenswert ist:

Jedes Jahr im Frühling erblühen die Gemeinschaftsgärten, kommen die Leute zusammen und werden oft Tauschbörsen veranstaltet. Das geht grad leider nicht so einfach. Schade, denn gerade jetzt haben einige Menschen mehr Zeit als sonst zum Gärtnern. Vielen von uns täte das Buddeln in der Erde jetzt wohl besonders gut – für den Körper und die Seele. Deshalb machen wir im Allmende-Kontor Gemeinschaftsgarten die diesjährige Jungpflanzen- und Saatguttauschbörse einmal anders – nämlich kontaktlos und völlig selbstorganisiert:

  • Kontaktlos mit Abstand aber in herzlicher Verbundenheit und Solidarität
  • Bitte die Pflanzen und Saaten, die Ihr gebt, gut verpacken und beschriften, wichtige Infos dazu schreiben!
  • Gebt und nehmt mit Freude und Maß. Gießt gerne bei Trockenheit die Setzlinge. 

Auftakt der Tauschbörse ist der 17. April, Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes von La Vía Campesina, der globalen Organisation von Kleinbäuer*innen. Jedes Jahr wird an diesem Datum auf Ungerechtigkeiten und Konflikte im globalen Nahrungsmittelsystem aufmerksam gemacht, gleichzeitig die bestehende kleinbäuerliche Vielfalt gefeiert und auf deren Vorzüge gegenüber der industriellen Landwirtschaft hingewiesen.

#StayHomeButNotSilent

Eine Aktion von:
Allmende-Kontor,
Freund*innen des 17. April,
Netzwerk Urbane Gärten Berlin,
Nyeleni.de