Anmeldung per Mail bei Mechthild Pohler: mechthild.pohler@web.de
Lerne, wie du mit der Natur denkst, planst und regenerative Systeme gestaltest!
In diesem Workshop tauchen wir tief in die Grundlagen der Permakultur und das Acht-Schilde-Modell ein. Du erfährst, wie wir von natürlichen Ökosystemen lernen können, um enkeltaugliche Entscheidungen zu treffen und widerstandsfähige Projekte aufzubauen.
Highlights des Workshops:
Permakultur-Grundlagen: Ethik (Earth Care, People Care, Fair Share), Gestaltungsprinzipien & Kreislaufdenken.
Das Acht-Schilde-Modell: Systemisches Denken, Lernkreisläufe (Flow Learning) & lebendige Gemeinschaftsstrukturen.
Praktische Werkzeuge: Für eigene Garten-, Land-, Bildungs- oder Gemeinschaftsprojekte.
Für wen? Für alle, die regenerative Lösungen suchen und neue Denkweisen in ihren Alltag, Garten oder ihre Gemeinschaft bringen möchten.
Zur Person
Beate C. Merkel ist zertifizierte Permakultur-Designerin, Nachhaltigkeitsmanagerin und Mitbegründerin der Leocor gGmbH. Sie bringt über 25 Jahre Erfahrung im Projekt-, Verwaltungs- und Organisationsmanagement mit.
In München-Harlaching initiierte und gestaltete sie den urbanen Permakulturgarten Wild Roots, der für seine ökologische Vielfalt als „Vogelfreundlicher Garten“ (LBV) und „Naturgarten“ (Naturgarten e.V.) ausgezeichnet wurde. Neben der praktischen Gartenarbeit engagierte sie sich in der lokalen Community-Arbeit und organisierte regelmäßige Naturgartentreffs sowie Workshops zu ökologischen Kreisläufen, Ökosystemen und dem Acht-Schilde-Modell uvm.
Beate wird natürlich besonders auf Fragestellungen zum dortigen Garten eingehen, doch sind externe Gärtner*innen auch herzlich zum Workshop eingeladen. Kommt vorbei und lernt auch den wunderschönen Gemeinschaftsgarten oʼpflanzt is! und die engagierten Gärtner*innen kennen. Bitte meldet euch mit einer kurzen Mail bei Mechthild an: mechthild.pohler@web.de
Diese Veranstaltung ist ein Beitrag zu folgenden Nachhaltigkeitszielen:
Die BNE-Workshops der Urbanen Gartenakademien München sind Teil der BNE-VISION 2030, ein Projekt der Landeshauptstadt München, das Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Landeshauptstadt München strukturell verankern soll.
Die Hitze und die Trockenheit hat uns wieder fest im Griff – in den Urbanen Gärten zeigen sich Schäden an Beeren, Kräutern und Gemüse und immer wieder werde ich gefragt, wie man es schafft, den Boden tatsächlich immer bedeckt und feucht zu halten. Deswegen möchte ich an dieser Stelle über meine persönlichen Erfahrungen und Techniken berichten, die es mir ermöglichen immer mal wieder ein paar Tage Urlaub zu machen, ohne mir Sorgen über Garten und Balkon machen zu müssen. Natürlich empfiehlt es sich auch, mit Ollas, Flaschen oder Tüten oder sogar mit einer ausgetüftelten Tröpfchenbewässerung, einen Wasservorrat für die Pflanzen im Beet oder Kübel zu schaffen, aber das soll hier nicht das Thema sein. Mit der richtigen Bodenpflege allein ist auch schon sehr viel gewonnen.
Für mich war vor vielen Jahren ein Umdenken in Sachen „Unkraut“ wichtig. Wie viele Naturgärtner*innen verwende ich diesen Begriff nicht mehr, denn jede Pflanze hat einen eigenen Wert im Ökosystem und eine Schönheit für sich und liefert Nährstoffe und wertvolle Biomasse – man darf nur nicht zulassen, dass die Gemüsekulturen überwuchert werden.
Meine bevorzugte Vorgehensweise ist das Hacken: Die oberirdischen Pflanzenteile bleiben als Mulch auf dem Beet liegen, die Wurzeln verbleiben im Boden, wo sie entweder zersetzt und zu Humus werden oder überleben und neue Vegetation hervorbringen. Durch das Hacken wird auch der Boden gut gepflegt – die Kapillaren werden unterbrochen, das Bodenwasser verdunstet nicht durch den Vorgang der Bodenatmung (Evaporation), sondern bleibt im Boden eingeschlossen und hält ihn feucht. Den Pflanzen bleibt mehr Wasser zum Verdunsten übrig (Tanspiration).
Vorteile des regelmäßigen oberflächlichen Hackens und Harkens:
Hacke mit langen Stil, um rückenschonend zu arbeiten
Verbesserte Bodenstrukturund verbesserter Wasserhaushalt: Durch das Hacken werden die ersten ca. 5 cm der Erde aufgelockert und so die Bildung einer harten Oberflächenschicht oder Kruste vermieden. Dadurch und durch den Kapillareffekt wird die Wasseraufnahme und -speicherung gefördert. Ein gehacktes Beet kann im Vergleich zu einem ungehackten Beet die dreifache Menge an Wasser aufnehmen und speichern.
Förderung der Bodenlebewesen: Die Auflockerung der oberen Bodenschicht erhöht die Sauerstoffzufuhr im Boden. Mehr Sauerstoff bedeutet eine gesteigerte Aktivität der gewünschten aeroben Mikroorganismen im Boden, die durch die Verstoffwechslung des organischen Materials Nährstoffe für die Pflanzen bereitstellen. Die liegenbleibenden Pflanzenreste sind bestes Futter für die großen und kleinen Bodentiere
Unkrautkontrolle: Durch das Hacken wird unerwünschtes Beikraut entfernt, bevor es die Möglichkeit hat, zu blühen und Samen zu bilden und zugleich wird wertvoller Mulch erzeugt.
Prävention vor Bodenverdichtung: Kontinuierliches Hacken hält den Boden locker und beugt einer Verdichtung vor, auch weil – anders als beim Jäten – viele Wurzeln im Boden verbleiben.
Hacken, Mulchen und dichter Bewuchs
Natürlich vertragen manche empfindliche Kulturen keine dicke Mulchschicht, deswegen soll der Mulch immer mit genug Abstand um die Feingemüsekulturen platziert werden. Hacken darf man auch nur vorsichtig um die Kulturen und Saatreihen herum. Es ist etwas Fingerspitzengefühl nötig – vor allem auf kleinen Flächen. Aber man spart ungeheuer viel Zeit, weil man (außer frische Ansaaten und junge Sämlinge) nicht mehr täglich gießen muss. Mit der Kombination: gehackte Bodenoberfläche und dicke Mulchschicht obendrauf reicht kräftiges Gießen ca. alle 2 – 3 Tage.
Wenn der Mulch, den man im Beet selbst erzeugt, nicht für eine dicke Schicht reicht, kann man ihn mit Grasschnitt, Staudenschnitt, Heu oder auch Gemüseschalen oder alten Blättern vermischen. Auch Zweige sind sinnvoll, weil sie verhindern, dass der Mulch kompaktiert – er soll, wie Kompost immer gut durchlüftet und locker bleiben. Vorteilhaft ist es, den Mulch erst im angetrockneten Zustand auf dem Beet zu verteilen,um die Schnecken abzuhalten.
Die beste Vorgehensweise ist nach meinen Erfahrungen, eine Kombination aus gut gepflegter Mulchschicht und natürlicher Beschattung durch sehr dichten und höhengestaffelten Bewuchs im Beet. Klimaresiliente bodenaufbauende Biomischkulturen denken dabei auch die Fruchtfolgen über die Jahre und den Fruchtwechsel innerhalb der Saison mit. Schaut euch bitte dazu auch den Beitrag über die Vierfelder-Rotations-Mischkultur an . Das Webinar findet ihr auch auf youtube, Download der Präsentationsunterlagen mit Linkliste hier
Diese „Schattengare“, die durch gut ineinandergreifende dichte Kulturfolgen ensteht, wirkt nicht nur am besten gegen Bodenaustrocknung, sondern auch am effektivsten für den Humusaufbau und die kontinuierliche Pflanzenernährung.
Ein lebendiger, garer Boden – das ganze Jahr über
Krümeliger, dunkler BodenGute Bodengare unter dicken MulchKompostwürmer ziehen auch in dicke Mulchschichten ein
Bodengare ist der für Kulturpflanzen günstigste Zustand des Bodens, bei dem alle physikalischen, chemischen und biologischen Vorgänge optimal ablaufen. Kennzeichen eines garen Bodens sind die lockere Krümelstruktur und dunkle Färbung infolge des hohen Humusgehaltes. Greift man auch in diesen trocken-heißen Tagen unter eine dichte Pflanzendecke oder eine dicke Mulchschicht, so findet man den Boden in genau diesen wünschenswerten Zustand vor, während offen liegende Bodenflächen staubtrocken oder hart werden, je nach Bodenart Trockenrisse bilden und ihre lebendige Krümelstruktur verlieren. Auch Versalzung kann man durch Hacken und permanente Bodenbedeckung vollständig verhindern.
Salzkruste auf ausgetrockneten Lehm Vertrockneter Oberboden mit Trockenrissen, macht den Boden undurchdringlich, für Pflanzen und fördert Erosion
Damit eure Böden nicht so wie auf diesen Bildern aussehen: Nicht nur gießen, sondern ganzheitlich ressourcenschonend und biologisch gärtnern – mit biologischen Mischkulturen und guter Bodenpflege.
Das Gieß- und Gartenpflegethema ist nebenbei auch einer der vielen guten Gründe, der für das wunderbare urbane Gemeinschaftsgärtnern spricht: Es finden sich immer Gärtner*innen, die die Beetpflege übernehmen und man kann auch mal längere Reisen unbeschwert genießen, wenn man Teil einer engagierten Gartengemeinschaft ist… Und damit verabschiedet sich das Team der Urbanen Gärten München entspannt in die Sommerpause im August. Wir wünschen allen urbanen Gärtner*innen einen erholsamen Sommer und freuen uns, Euch spätestens beim Netzwerktreffen am 23. Oktober wieder zu sehen!
Termin: Freitag, 26. Juni 2026; 15:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Generationengarten am Petuelpark
Veranstalter: Urbane Gartenakademien München und Verein Stadtteilarbeit e.V.
Referentin: Christine Nimmerfall, Gartenexpertin und Kräuterpädagogin
Anmeldung bitte bei Lukas Gschnitzner: I.gschnitzer@verein-stadtteilarbeit.de
Gerade blüht der blaue Lein wieder wunderschön blau und zart am Morgen. Leider gehören der Stauden-Lein (Linum perenne), wie auch der Goldlein (Linum flavum) zu den selten gewordenen Sommerpflanzen. Man sieht sie kaum noch in der Natur und beide Arten sind nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützt. Dabei ist Lein eine der ältesten Kulturpflanzen, u.a. werden aus den Stängeln grobe Fasern zur Herstellung von Leinenstoff gewonnen. Der eng verwandte blaue Saatlein (Linum usitatissimum) – auch Flachs genannt – ist mit seiner kurzen Pfahlwurzel auch eine unkomplizierte Gründüngung und fühlt sich an einem sonnigen Standort im durchlässigen bis lehmigen, nährstoffreichen Gartenboden wohl. Die Blüten sehen im Beet bezaubernd aus und die köstlichen Samen lassen sich vielseitig in der Küche verwenden.
Bei unseren Vorfahren war das Wissen wie Lein angebaut und verarbeitet wurde noch bestens bekannt. Lein war eine wichtige Pflanze sowohl für die Ernährung als auch für die Herstellung von Textilien. Wir wollen diese vielseitige Pflanze wieder kennen lernen und genau erforschen. Welche kulinarischen Verwendungen gibt es mit Leinsamen, was für heilkundliche Anwendungen sind in der heutigen Zeit immer noch hilfreich? Die Teilnehmer*innen erhalten kleine Kostproben und dazu ein Rezeptblatt.
Diese Veranstaltung ist ein Beitrag zu folgenden Nachhaltigkeitszielen:
Die BNE-Workshops der Urbanen Gartenakademien München sind Teil der BNE-VISION 2030, ein Projekt der Landeshauptstadt München, das Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Landeshauptstadt München strukturell verankern soll.
Der globale und industrielle Charakter unserer Agrarwirtschaft wird in der Ausstellung „Nahrungssysteme am Limit“ gezeigt. Trotzdem können sich die unbeteiligten, sog. „Verbraucher*innen“ auch als „Citizens of the Planet“ begreifen und die Weichen für eine gerechtere, gesunde und umweltschonende Ernährung selbst in die Hand nehmen: an unseren Esstischen, in unseren Esskulturen entscheiden wir auch über Nahrungsgerechtigkeit und die Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen mit. Die Sommerküche CONVIVIUM soll Diskussionen über Auswege aus den multiplen Krisen anregen und selbstbestimmte, industrieunabhängige Strategien aufzeigen, z.B die Möglichkeiten nachhaltiger lokaler und regionaler Lebensmittelproduktion – auch im urbanen Raum. Vor der Pinakothek der Moderne erweitern die Installationen der Sommerküche das Museum in den öffentlichen Außenbereich und bieten Raum für die Beteiligung lokaler Organisationen und Initiativen, die sich diesen Themen verschrieben haben und vielfältige Beteiligungs-Angebote für Menschen in München und Region vorstellen. Die Sommerküche bringt mit verschiedenen Formaten, wie Workshops und Schnippelküchen, Vorträgen und Diskussionen Fragestellungen zu Saatgut, Boden, Wasser und Verantwortung in die Mitte der Gesellschaft – auf diesen prominenten Platz im Kunstareal zwischen Pinakothek, Museum Brandhorst und Pavillon 333.
06.05.2026 HOMO – HUMUS – HUMANITAS
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr Ruth Mahla l Urbane Gärten München Die verborgene Welt des Bodens mit allen Sinnen erfahren, die globale Bedeutung von lebendigen Humus als unverzichtbare Lebensgrundlage kennenlernen und als Chance zur Bewältigung der weltweiten Ernährungs- Klima- und Biodiversitätskrise begreifen. Anmeldung: info@urbane-gaerten-muenchen.de
07.05.2026 HOW TO: GEMEINSCHAFTSGARTEN
Donnerstag 18:00-20:00 Uhr Gudrun Walesch und Dr. Robert Jende l anstiftung Wie baut man einen Gemeinschaftsgarten auf? In immer mehr Nachbarschaften entstehen Gemeinschaftsgärten. Doch wie baut man eigentlich einen partizipativen Garten auf? Der Weg zu einem Gemeinschaftsgarten kann ganz unterschiedlich sein, doch gibt es gut aufbereitetes Erfahrungswissen, das an der einen und anderen Stelle gut weiterhelfen kann. Die anstiftung hat daraus einen modular nutzbaren Online-Selbstlernkurs erstellt. Wir stellen den Kurs interaktiv vor und beantworten Fragen. Zielgruppe: alle, die sich für den Aufbau eines Gemeinschaftsgartens interessieren. Anmeldung: gudrun.walesch@anstiftung.de
13.05.2026 KOCHABEND MIT DEM KARTOFFELKOMBINAT
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr Daniel Überall und Lilian van Essen Wie schmeckt alternatives Wirtschaften ohne Ausbeutung oder Raubbau? Beim gemeinsamen Kochabend mit saisonalen, fairen und vor allem leckeren Zutaten aus dem Kartoffelkombinat finden wir es heraus. Anmeldung: lilli@kartoffelkombinat.de
16.05.2026 STADTPFLANZEN AUSSAAT
Samstag 11:00-13:00 Uhr Anja Frohwitter l Stadtpflanzen Rosenheim Gemeinsam samenfestes Saatgut aussäen und Stecklinge anpflanzen, urbane Vielfalt vermehren und die Stadt ein Stück essbarer machen. Anmeldung: anmeldung@architekturmuseum.de
27.05.2026 PARTIZIPATIVE BEETGESTALTUNG
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr David Schoo l BioDivHubs Zusammen Biodiversität pflanzen – essbare (Wild-)Kräuter und Blüten für Mensch und Insekten. Entdecken, wie sich Biodiversität in der Stadt mit einfachen Mitteln fördern lässt. Anmeldung: david.schoo@tum.de
13.06.2026 HÜLSENFRÜCHTE HOORAY!
Samstag 11:00-13:00 Uhr Münchner Ernährungsrat Bei dieser Veranstaltung lädt der Münchner Ernährungsrat e.V. dazu ein, die Welt der Hülsenfrüchte neu zu entdecken – mit allem, was die kleinen Schusser so draufhaben. Es gibt Kostproben zum Probieren, ein Quiz für Neugierige und viele überraschende Einblicke in Anbau, Küche und Alltagstauglichkeit. Anmeldung: a.ring@muenchner-ernaehrungsrat@de
17.06.2026 Der Garten als Habitat für eine essbare Stadt
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr Ruth Mahla und Dr. Robert Jende l Urbane Gärten und anstiftung Als Habitat bietet der Garten vielfältigen Lebensformen Platz, hier trifft Gemeinschaft auf Biodiversität. Das ist sowohl für ein gutes Zusammenleben der Menschen in Städten von Vorteil, als auch für das Überleben nicht-menschlicher Organismen, die die Grundlage für das menschliche Leben bilden. Im Gespräch leuchten wir die Potentiale städtischer Gemeinschaftsgärten als Zentren für eine essbare Stadt aus.
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20.06.2026 TIERSCHUTZEINTOPF
Samstag 11:00-13:00 Uhr PROVIEH Zusammen mit deinen Tischnachbar:innen die Zusammenhänge kennenlernen zwischen einer Mahlzeit mit Zutaten aus der Haltungsstufe 1-2 und den konkreten Folgen bei den Tieren, die die Zutaten für dieses Essen liefern. Gemeinschaftliches Learning, klare Botschaft! Anmeldung: aktiv@provieh.de
27.06.2026 SCHNIBBELPARTY
Samstag 11:00-15:00 Uhr rehab republic Gemeinsam vor der Tonne gerettete Lebensmittel schnibbeln und kochen und dabei entdecken, wie einfach und lecker aus geretteten Zutaten Neues entstehen kann. Anmeldung: schnibbelparty@rehab-republic.de
28.06.2026 KINDERTAG
Sonntag 11:00-13:00 Uhr PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne Ein Tag voller Farben, Bewegung und Entdeckungen bei freiem Eintritt: Zwischen Sommerküche, Musik und kreativen Aktionen entstehen kleine Kunstwerke und große Momente zum Mitmachen. Draußen wie drinnen wird ausprobiert, gestaltet und gespielt – ein lebendiges Abenteuer für die ganze Familie. Ohne Anmeldung
15.07.2026 KOCHWORKSHOP
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr Landfrauen des Bayerischen Bauernverbands Gemeinsames Kochen mit regionalen Lebensmitteln aus dem Münchner Umland. Anmeldung: Alexandra.Gregor@BayerischerBauernVerband.de
10.07.2026 NEW-FOOD-FESTIVAL
Donnerstag 18:00-20:00 Uhr TUM Venture Lab Ohne Anmeldung
18.07.2026 WELTACKERSPIEL
Samstag 11:00-13:00 Uhr Ruth Mahla l Urbane Gärten München Mit dem Weltackerspiel anschaulich entdecken, wie viel Ackerfläche unsere Ernährung beansprucht und verstehen, was das mit globaler Gerechtigkeit zu tun hat.
Das Format ist auch für Jugendliche geeignet. Anmeldung: info@urbane-gaerten-muenchen.de
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25.07.2026 KOCHWORKSHOP
Samstag 11:00-13:00 Uhr Landfrauen des Bayerischen Bauernverbands Gemeinsames Kochen mit regionalen Lebensmitteln aus dem Münchner Umland . Anmeldung: Alexandra.Gregor@BayerischerBauernVerband.de
29.07.2026 UNTERWEGS IN DIE STADT DER ZUKUNFT
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr Dr. Christa Müller l anstiftung Mit Dr. Christa Müller die besondere Rolle urbaner Gärten erkunden, ihr Potenzial für den gesellschaftlichen Wandel erfahren und die Stadt der Zukunft entdecken. Anmeldung: christa.mueller@anstiftung.de
02.09.2026 SAMEN FÜR DIE ZUKUNFT
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr Dr. Hannelore Schnell und Urban Ewald l Ackermannbogen e.V. und Kulturpflanzenentwicklung Obergarshof e.V. Ohne Saatgut keine Nahrung, kein Leben. Saatgut ist inzwischen aber auch ein Wirtschaftsgut, mit dem multinationale Agrochemiekonzerne Profit machen. Wie soll es in Zukunft weitergehen? Noch mehr Machtkonzentration auf dem Saatgutmarkt? Noch mehr Hybridsorten, Gentechnik und Patente, mit denen kontrolliert wird, was auf unseren Tellern landet? Zukunft geht auch anders: Mit einer Ökologischen Pflanzenzüchtung, die unsere Lebensgrundlagen schützt und die Resilienz gegenüber den Folgen der Klimakrise fördert. Mit der Saatgut wieder ein Kulturgut wird, das die Ernährungssouveränität sichert. Anmeldung: info@kulturpflanzenentwicklung-obergrashof.de, hannelore.schnell@ackermannbogen-ev.de
05.09.2026 STADTPFLANZEN ERNTE
Samstag 11:00-13:00 Uhr Anja Frohwitter l Stadtpflanzen Rosenheim Die gemeinsame Ernte feiern und samenfestes Saatgut tauschen. Das Format richtet sich an alle, die Gemeinschaft, Genuss und nachhaltiges Wissen verbinden wollen. Ganz in unserem Sinne werden wir zusammenwachsen! Anmeldung: anmeldung@architekturmuseum.de
12.09.2026 SUPPENKÜCHE
Samstag, 11:00-13:00 Uhr David Schoo l BioDivHubs Es wird zusammen geschnibbelt und eine Suppe gekocht, mit saisonalem und regionalem Gemüse – natürlich biologisch und noch dazu vegan! Dabei in lockerer Atmosphäre über regenerative Landwirtschaft, urbane Selbstversorgung und Biodiversität ins Gespräch kommen. Anmeldung: david.schoo@tum.de
Sommerküche entwickelt von Tillmann Gebauer, Alice Janakiev und Sebastian Zitzmann.
Eine Liste der Veranstaltungen der Sommerküche finden Sie auf der Homepage des Veranstalters:
Am 14. Juli 2025 machen sich zwölf Neugierige aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Gärten auf, die Stadtteile Milbertshofen und Schwabing West als Freiluftseminarraum zu erkunden. Der Urban Garden Walk, organisiert und durchgeführt von Ruth Mahla, die das Netzwerk Urbane Gärten München koordiniert, ist Teil der Reihe „Die Stadt als Labor“, die TU Berlin und anstiftung für die AG Transdisziplinäre Didaktik der Gesellschaft für Transdisziplinäre und Partizipative Forschung gemeinsam kuratieren. Ihr zentrales Anliegen: Universitäten dazu einzuladen, Do-it-yourself-Kulturen als Orte transdisziplinärer Wissensproduktion und als Erprobungsräume für eine sozial-ökologische Transformation zu erschließen und in akademischer Lehre zu verankern
Angelika Mocciaro empfängt die Gruppe im schmalen Hinterhof des Kulturhauses Milbertshofen. „Ich bedanke mich für das Interesse, das Sie diesem Verhau entgegenbringen“, sagt sie lächelnd und zeigt auf einheimische Wildpflanzen, wie Steinnelke, Natternkopf, Wegwarte und Johanniskraut, die zwischen Asphaltfugen sprießen. Hier verbindet sich Retentionsfläche für Starkregen mit einem lebenden Lehrbuch zu Hitzeresilienz. „Ich arbeite nach Versuch und Irrtum“, ergänzt Mocciaro und macht deutlich, dass Stadtökologie ein permanentes Aushandeln zwischen Boden und Nutzungsinteressen der Nachbarschaft ist. Der Ritzengarten versucht Verständnis für die Schönheit von „Unkraut“ zu schaffen und blühende Kräuter und wilde Pflanzen als Alternativen zu aufgeräumten Vor- und Steingärten zu bewerben. Scheinbar chaotische Beete illustrieren, dass experimentelles Handeln nicht scheitert, wenn etwas misslingt – Scheitern liefert vielmehr Wissen über klimatisch immer stärker bedrängte Bodenflächen und oft übersehene kleinste Naturbrachen.
Ein kurzer Fußweg führt zum Generationengarten, der auf symbolisch verpachteten Parzellen seit zwanzig Jahren Nachbar*innen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringt. Milbertshofen gilt mit einer Migrationsquote von 67 Prozent als sozial divers, zugleich von Armut betroffen. Die Mitglieder des Gartens berichten von alltäglichen Erfolgen – und vom gelegentlichen Dissens um Schneckenbekämpfung und andere Fragen des Anbaus. Gärtnerische Praxis wird hier zur Schule für partizipative Stadtteilgestaltung. Veranstaltungen werden von den Nachbarinnen hauptsächlich selbst organisiert. Sie werden hier nicht bespielt, sondern treffen sich, um selbst zu spielen. So wurden wir auch Zeuge einer Gruppe, die an der Tischharfe ein Lied für uns spielte.
Den Gemeinschaftsgarten in einer zwei Jahre befristeten Zwischennutzung einer Baugrube im Bayernpark hat Florian Schönhofer, der auch das Café Kosmos am Hauptbahnhof in München betreibt, initiiert. Die Nachbarschaft ist eingeladen, rund um den tiefergelegten Biergarten Gemüse und andere Pflanzen in Hochbeeten anzubauen. Julia Gamberini von den BioDivHubs und David Schoo, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Urbane Produktive Ökosysteme der TU München, führen über das Gelände. Ein Team von Wissenschaftler*innen untersucht, wie autochthone, d.h. heimische Sorten in extrem nährstoffarmen Böden gedeihen und welche Biodiversitäts-gewinne sich in temporären Zwischennutzungen erzielen lassen. Liegestühle, Kräuterhänge und freilaufende Hühner ergeben eine räumliche Collage, die Forschung, Freizeit und Nachbarschaft verschränkt.
Zum Abschluss führt Alicia Bilang durch den StadtAcker am Ackermannbogen und serviert selbstgemachte Kräuter- und Rosenlimonande.
Der Garten war lange in Planung als Nachbarschaftsgarten des dort neu entstehenden genossenschaftlichen Wohnquartiers und konnte dann nach Jahren endlich auch verwirklicht werden. Seitdem hat er sich zu einem Zentrum für Bildung für nachhaltige Entwicklung weiterentwickelt: ein weiteres Modellquartier des Projekts BioDivHubs – Biodiversität ins Quartier. Hier bewirtschaften die Beteiligten – hauptsächlich aus der Nachbarschaft – keine Einzelparzellen. Vielmehr wird die Fläche gemeinschaftlich bewirtschaftet; die Ernte wird geteilt. Umweltpädagogische Angebote zu Kompostierung, Saatgutkunde und Ernährung sprechen Kinder ebenso an wie Senior*innen und alle dazwischen.
Ruth Mahla vom Netzwerk Urbane Gärten München erinnert daran, dass ehrenamtliche Strukturen ohne kommunale Regelförderung kaum tragfähig bleiben.
Geteilte Verantwortung reduziert Zugangshürden und erweitert Lerngelegenheiten, verlangt aber verlässliche öffentliche Investitionen für Bildungsarbeit.
In der Summe zeigen die Eindrücke des Urban Garden Walks durch Milbertshofen und Schwabing West, dass Gärten wissenschaftliche, handwerkliche und alltagspraktische Wissensformen zusammenführen. Er zeigt auch: Das Engagement darf nicht auf Selbstausbeutung beruhen.
Gemeinschaftsgärten wirken als Keimzellen einer klimafitten Stadt. Gleichzeitig werden Grenzen sichtbar: von Rechtsunsicherheiten bei Zwischennutzungen, bis zum Risiko, dass ehrenamtliche Energien versiegen. Die Münchner Etappe der Reihe „Die Stadt als Labor“ macht deutlich, wie produktiv der Dialog zwischen Universität und Do-it-yourself-Kulturen sein kann. Gemeinschaftsgärten sind keine bloße Idylle, sondern schon längst Lernorte, in denen Nachhaltigkeits- und Transformationswissen greifbar werden. Wer urbane Transformation, Nachbarschaftskulturen und Klimaresilienz erforschen will, sollte Gießkanne und Spaten in den Werkzeugkasten urbaner Feldforschung einpacken – und zugleich Strukturen unterstützen, die diese Lernorte dauerhaft tragen.