Urban Gardening am Pasinger Bahnhof

Vom 2. bis 23. Mai 2018 veranstaltet die Designagentur „luminar“ am Pasinger Bahnhof eine Urban Gardening-Aktion im Auftrag des „Einkaufsbahnhofs München-Pasing“. Dazu werden Hochbeete, die mit Kräutern, Gründünger und Gemüsekulturen bepflanzt sind, in Pasing bereitgestellt. Auf gesponserten Schautafeln, mit Postkarten und Aktionen können sich zudem Garteninitiativen aus München dem Publikum vorstellen. Die Hochbeete werden im Anschluss an eine Münchner Initiative gespendet.

Ansprechpartnerin für Rückfragen und Anmeldungen: Mareike Grodten (mareike.grodten@luminar.de)

Garten-Radltour 2018: In den (wilden) Westen

Beim letztjährigen Treffen der Münchner Gärtner*innen wurde eine Radltour zu Gärten im Münchner Westen avisiert. Wer sich dafür interessiert und sich an der Konzeption, Organisation und Durchführung der Tour beteiligen oder den eigenen Garten als Station vorschlagen möchte, ist herzlich willkommen.

info@urbane-gaerten-muenchen.de

Aufbau und Weiterentwicklung von (Interkulturellen) Gemeinschaftsgärten

Aufgrund des großen Interesses an der Gartengründung oder -reaktivierung hat Gudrun Walesch (anstiftung) ein kostenfreies Praxisseminar zu diesem Thema initiiert, das am 9. April in Kooperation von anstiftung, Green City und Urbane Gärten München angeboten wird. Rechtzeitig zum Saisonbeginn gibt es hier Anregungen und Tipps für den tatkräftigen (Neu-)Anfang. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mit ihren Fragen und Anregungen in die Daiserstraße zu kommen.

Workshop:
Aufbau und Weiterentwicklung von
(Interkulturellen) Gemeinschaftsgärten

am 9. April 2018
von 17 bis 21 Uhr
in der anstiftung
Daiserstr. 15, 81371 München

Ihr wollt einen Gemeinschaftsgarten aufbauen und fragt euch, wie ihr das bewerkstelligt? Wie ihr eine geeignete Fläche und Mitstreiter*innen findet? Ob ihr eine Rechtsform braucht und welche geeignet ist? Was man beachten muss und wie man Kommunikation und – nicht immer leichte – Entscheidungsfindungen organisiert? Ob es individuelle Parzellen oder Gemeinschaftsbeete werden sollen? Woher man gute Erde bekommt und wie man gärtnerisch loslegt? Und wie es nach dem Start weiter geht? Der Workshop bietet Austausch und Beratung zu euren Fragen. Verbindliche Anmeldung mit Angabe des Gartenprojekts, Themen und Anliegen bitte bis zum 6. April 2018 an Gudrun Walesch (gudrun.walesch@anstiftung.de).

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Unter dem Beton liegt der Garten

Vor einer Woche hat das Bündnis, das letztes Jahr das Volksbegehren „Betonflut eindämmen“ initiierte, seinen Antrag dazu beim Bayerischen Innenministerium eingereicht. Vertrerter*innen der beteiligten Organisationen wie die Arbeitsgemeinschaft für bäuerliche Landwirtschaft, Bündnis 90/ Die Grünen, ödp, der Landesbund für Vogelschutz, die Gregor Louisoder Umweltstiftung u.a. konnten 48 225 Unterschriften vorweisen. Das sind fast doppelt so viele wie nötigen. Das Engagement so vieler Bürger*innen für den Schutz von Flächen vor einer wachstumsgetriebenen Verwertung zeigt die Wichtigkeit der demokratischen Diskussion und Entscheidung über endliche Ressourcen wie den Boden. Innerhalb von sechs Wochen muss das Volksbegehren nun als zulässig anerkannt oder zur Prüfung an den Verfassungsgerichtshof weitergegeben werden.

Das Ziel des Volksbegehrens ist, den Flächenverbrauch in Bayern per Gesetz auf täglich fünf Hektar zu begrenzen. Die Fläche, die aktuell pro Tag versiegelt wird, misst durchschnittlich 13 Hektar. Diese Entwicklung wirkt sich, aufgrund des vermehrten Baus von Gewerbegebieten, Logistikhallen und Discountern mit den zugehörigen Großparkplätzen und Anbindungsstraßen an den Stadt- und Dorfrändern, deutlich auf die Siedlungsstrukturen aus. Der Flächenfraß hat auch gravierende Effekte auf Natur, Landschaft und Landwirtschaft: So werden die Pachtpreise von Ackerland angesichts der Bodenpreisspekulationen für extensiv wirtschaftende Kleinbäuer*innen unerschwinglich; unter dem Beton verschwinden fruchtbare Ackerböden und wertvolle Biotope; versiegelte Böden können kaum noch Wasser aufnehmen und tragen damit zu Überschwemmungen bei; schließlich werden Rückzugsräume und Nahrungsangebote für Tier- und Pflanzenarten und damit die Biodiversität weiter aufs Spiel gesetzt.

Zwar ist in hohem Maß der ländliche Raum von der ungezügelten Bebauung betroffen, doch freie, unversiegelte Flächen sind in der Stadt ebenfalls Mangelware. Auch in und um München verschwinden Grünflächen unter Großparklätzen und Gewerbegebieten. Mit der gemeinsamen, flächensparenden, ökologischen Nutzung von Zwischenräumen, Brachen und Abstandsgrün stehen die Urbanen Gärten für Entsiegelung, das Beenden des ungehemmten Wachstums und die Förderung der (Agro-)Biodiversität. Unter dem Beton liegen Gärten!

Weitere Informationen: https://betonflut-eindaemmen.de/