Das Referat für Klima und Umweltschutz der Landeshauptstadt München hat mit einer neuen Allgemeinverfügung zum Wassersparen die Regelung der Nutzung von Trinkwasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz, sowie der Entnahme von Grundwasser und aus oberirdischen Gewässern neu geregelt. Die Anordnung gilt ab jetzt bis vorerst zum 1. Augustf ür das Münchner Stadtgebiet und sieben Umlandgemeinden, die von den Münchner Stadtwerken mitversorgt werden: Aschheim, Garching, Neubiberg, Neuried, Teile von Oberschleißheim, Unterföhring und Unterhaching. Anfragen zum Thema Wassersparen und die Allgemeinverfügung kann man per E-Mail an wassersparen.rku@muenchen.de stellen. Die Allgemeinverfügung als PDF gibt es hier zum Download.
Die Allgemeinverfügung beinhaltet auch ein sehr vernünftiges Gießgebot, dass wir urbane Gemeinschaftsgärtner*innen seit jeher schon berücksichtigen: Gießen nur in den Abendstunden ab 19 Uhr und am frühen Morgen bis 9:00 Uhr.
Auf Anfrage von Urbane Gärten München hat sich das Referat für Klima- und Umweltschutz wie folgt geäußert: „urbane Gärten“ würden wir als private Gärten ansehen und sind somit von der AV erfasst. D.h. Stauden, Beete usw. dürfen von 19.00 Uhr und 9.00Uhr gegossen werden. Für die Nutzung von Grundwasser gelten die gleichen Einschränkungen, vgl. hierzu Nr. 3 der AV. Regenwasser empfehlen wir genauso wassersparend einzusetzen, damit der Vorrat möglichst lange reicht.“ – Es gelten also auch für uns Gemeinschaftsgärtner*innen die Einschränkungen der Verordnung, so dass wir mit den Klein – und Krautgärtner*innen gleichgestellt sind.

Niemals sollte man bei praller Sonne gießen, auch wenn die Pflanzen die Blätter hängen lassen. Erstens verdunstet das Wasser in der Sonne ungenutzt, und zweitens schadet man den Pflanzen mit der meist kalten Überflutung, die dann nicht aufgenommen werden kann. Viele Blattpflanzen schließen nämlich als Schutz vor Wasserverlust durch Verdunstung ihre Spaltöffnungen an der Blattunterseite – so dass sie schlapp werden, ihre Blattoberfächen verkleinern und kein weiteres Wasser mehr verlieren können.
Sie schotten sich also ab und unterbrechen den Kreislauf der Wasseraufnahme durch die Wurzeln und Verdunstung über die Blätter. Es sieht natürlich kläglich aus, wenn die Kürbisse und Zucchini-Pflanzen schlapp werden – aber keine Angst, sobald die Sonne weg ist, öffnen sie wieder ihre Spaltöffnungen und das Wasser kann wieder zirkulieren.

Dicke Mulchschichten oder eine dichte und vielfältige Pflanzendecke schützen den Boden gut gegen Wasserverlust und Austrocknung. Empfindliche Pflanzen sollten abschattiert werden. Bohnen und Beerenobst sollte man zum Beispiel vor Sonnenbrand mit einem leichten Vlies schützen. Bitte lest auch für mehr Tipps und weiterführende Links das Thema des Monats vom Juni.
Text und Bilder: Ruth Mahla

