Archiv der Kategorie: Allgemein

Wege zu mehr Artenvielfalt – Das “Haarer Modell”

Öffentliche Grünflächen als Lebensraum für die biologische Vielfalt

In Haar lässt man Rasenflächen wachsen, statt sie dauernd kurz zu halten. Das ist aber nur eine von vielen Maßnahmen. Von Kleinstbiotopen in Vorgärten bis zu ausgedehnten Magerrasen findet man ein buntes Mosaik an „Lebensinseln“ im gesamten Gemeindegebiet.

Die Gemeinde in der Nähe von München geht beim Grünflächenmanagement schon seit 1997 konsequent einen anderen Weg – für mehr Artenvielfalt. Das zahlt sich aus, es gibt mehr einheimische Wildpflanzen und damit mehr Lebensraum für Insekten, aber auch Falter und viele andere Tiere.

Das Haarer Modell

Die Vorgehensweise in Haar ist so erfolgreich, dass sie inzwischen unter dem Titel “Haarer Modell” zum Vorzeigemodell und Impulsgeber für andere Kommunen geworden ist und hoffentlich weiter werden wird. “Naturgartenpapst” Reinhard Witt bezeichnet Haar “als vorbildlich im Sinne eines umfassenden Natur- und Umweltschutzes”.

Weiterführende Informationen zum Haarer Modell findet man bei Stadt und Grün


Haar zum Anbeißen

Haar zum Anbeißen von oben

Für urbane Gärtner*innen wird auch einiges getan: Die Gemeinde stellt Grünflächen zur Verfügung, damit jeder für sich und die Nachbarschaft frisches Biogemüse selbst anbauen kann. Derzeit gibt es vier „Haar zum Anbeißen“-Standorte: An der Dianastraße, an der Ferdinand-Kobell-Straße, vor der Konradschule und hinter dem Sport- und Freizeitpark Eglfing. Wer mitarbeiten will meldet sich bitte im Umweltamt bei Sophia Metz: Umweltamt(at)gemeinde-haar.de  


Fotos: Ruth Mahla, Stadt Haar;


Münchner Ernährungsrat (MER): Zukunftsfähig essen in München

Der Münchner Ernährungsrat (MER) setzt sich mit seinen engagierten Projekten schon seit langem für die Ernährungswende und Ernährungssouveränität in unserer Stadt ein.

Mit der Kommunalwahl im März 2026 entscheiden wir Münchner*innen nun auch über die künftige Stellung von Ernährung in der Stadtpolitik. Dazu hat der Münchner Ernährungsrat in einem offenen Dialog mit rund 30 Akteur*innen aus Landwirtschaft und Verarbeitung, Handel, Beratung, Gemeinschaftsverpflegung und Zivilgesellschaft „Neun Empfehlungen für eine bio-regionale Versorgung in München“ herausgearbeitet und sie den städtischen Entscheidungsträgern übermittelt.

Ziel ist es, dass eine gesunde und ökologische regionale Versorgung als politische Zukunftsaufgabe verstanden wird und der kommunale Handlungsspielraum auch verbindlich ausgeschöpft wird, um die ökologisch wirtschaftenden regionalen Betriebe zu stärken, denn:

„Bio-regionale Lebensmittel schützen Klima, Boden und Wasser, fördern Biodiversität und machen unabhängiger von krisenanfälligen Weltmärkten. Gleichzeitig stärken sie die regionale Wirtschaft, sichern qualifizierte Arbeitsplätze und schaffen transparente, verlässliche Lieferbeziehungen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein deutlich größerer Teil der Münchner Versorgung aus der Region kommen könnte – wenn Nachfrage, Beschaffung, Flächenpolitik, Logistik und Wissen systematisch zusammenspielen.“

Lest dazu bitte auch den ganzen Artikel auf der Website des MER


Text: Zusammengestellt von Ruth Mahla; Bild: Nina Ruehr;


Seminar-Programm der Bayerischen Gartenakademie

Die Bayerische Gartenakademie startet am 21. Januar mit vielen Online-Angeboten. Die Garten-Expertinnen und -Experten kommen in der ungemütlichen Jahreszeit via Videoseminar zu Ihnen nach Hause, so dass Sie selber keine lange Anreise haben, um fachlich fundierte Informationen zu erhalten. Im Frühjahr starten dann die Präsenzseminare. Schauen Sie mal in das Programm – sicher ist auch für Sie etwas dabei.

Die Bayerische Gartenakademie bietet auch die Zertifizierung zum Naturgarten an: Bei „Bayern blüht – Naturgarten“ sind Artenvielfalt, Ressourcenschutz und die Entwicklung des städtischen Grüns die Hauptkriterienfür eine Zertifizierung.

Lesen sie dazu auch den UGM-Artikel „Über die Führung in der Naturgarten-Kleingartenanlage NW 18“. Eine solche Zertifizierung ist ein schöner Anreiz für die Gärtner*innen, und in der Öffentlichkeit ein wichtiges Symbol für die Bedeutung der urbanen Gärten als grüne Lunge und Biodiversitäts-Hotspot in der Stadt.


Einladung zum Saatgutfestival26

„Vielfalt säen, Zukunft ernten“ – Einladung zum 8. Saatgut-Festival

Termin: Sonntag, 1. März 2026, von 10 bis 17 Uhr

Ort: Ökologisches Bildungszentrum München (ÖBZ)

Unter dem Motto „Vielfalt säen, Zukunft ernten“ lädt das Münchner Umwelt-Zentrum gemeinsam mit dem Verein für Nutzpflanzenvielfalt (VEN) am Sonntag, den 1. März 2026, zum 8. Saatgut-Festival ins Ökologische Bildungszentrum München (ÖBZ) ein. Zwischen 10 und 17 Uhr dreht sich alles um alte und samenfeste Sorten, Biodiversität und nachhaltiges Gärtnern.

Das Festival bietet Besucherinnen und Besuchern eine bunte Vielfalt alter und seltener Kultursorten, eine offene Saatgut-Tauschbörse, fachkundige Vorträge, eine offene Kinderaktion sowie Kulinarisches aus der Gartenküche.

Auch die Urbanen Gärten München und das Projekt BiodivHubs – Biodiversität ins Quartier sind wieder mit Infoständen und kleinen Aktionen vertreten: Wir stellen die neue BioDivHubs-Saatgutmischung vor, die an der TU München zusammengestellt und v.a. auf Trockenresistenz getestet wurde: 32 heimische Wildpflanzen- und Gräser für eine artenreiche Blühwiese an sonnigen Standorten. Saatgutpäckchen und Kurzanleitung können kostenlos mitgenommen werden.

Im Mittelpunkt der begleitenden Vortragsreihe stehen die Bedeutung samenfester Kultursorten im ökologischen Anbau, die Erhaltung der Sortenvielfalt und die Förderung biologischer Vielfalt in Hausgärten und auf dem Balkon. Expertinnen und Experten geben praktische Tipps zur Samengärtnerei und werfen einen kritischen Blick auf aktuelle technische und rechtliche Entwicklungen in der Pflanzenzucht.

Das Saatgut-Festival bildet den Auftakt des Jubiläumsjahres „25 Jahre ÖBZ“. Im Laufe des Jahres folgen weitere Veranstaltungen, darunter der „Tag der offenen Gartentür“ Mitte Juni, ein Festakt zum Jubiläum Anfang Juli sowie der beliebte „Erntetag am ÖBZ“ Ende September.

Hier der Flyer mit dem ganzen Programm:


8. Saatgut-Festival im ÖBZ
Sonntag, 1. März 2026
10 bis 17 Uhr
Eintritt freiÖkologisches Bildungszentrum
Englschalkinger Straße 166
81927 München
Mehr Infos unter:
www.oebz.de/saatgutfestival
Kontakt: Frauke Feuss
089 / 93 94 89 72 (Mo + Di)
frauke.feuss@oebz.de

Text, Grafik, Bilder: Ökologisches Bildungszentrum München;

Das Saatgut-Festival wird freundlich unterstützt durch das
Referat für Klima und Umweltschutz der LH München.