Unter dem Motto „Vielfalt säen, Zukunft ernten“ lädt das Münchner Umwelt-Zentrum gemeinsam mit dem Verein für Nutzpflanzenvielfalt (VEN) am Sonntag, den 1. März 2026, zum 8. Saatgut-Festival ins Ökologische Bildungszentrum München (ÖBZ) ein. Zwischen 10 und 17 Uhr dreht sich alles um alte und samenfeste Sorten, Biodiversität und nachhaltiges Gärtnern.
Das Festival bietet Besucherinnen und Besuchern eine bunte Vielfalt alter und seltener Kultursorten, eine offene Saatgut-Tauschbörse, fachkundige Vorträge, eine offene Kinderaktion sowie Kulinarisches aus der Gartenküche.
Auch die Urbanen Gärten München und das Projekt BiodivHubs – Biodiversität ins Quartier sind wieder mit Infoständen vertreten.
Im Mittelpunkt der begleitenden Vortragsreihe stehen die Bedeutung samenfester Kultursorten im ökologischen Anbau, die Erhaltung der Sortenvielfalt und die Förderung biologischer Vielfalt in Hausgärten und auf dem Balkon. Expertinnen und Experten geben praktische Tipps zur Samengärtnerei und werfen einen kritischen Blick auf aktuelle technische und rechtliche Entwicklungen in der Pflanzenzucht.
Das Saatgut-Festival bildet den Auftakt des Jubiläumsjahres „25 Jahre ÖBZ“. Im Laufe des Jahres folgen weitere Veranstaltungen, darunter der „Tag der offenen Gartentür“ Mitte Juni, ein Festakt zum Jubiläum Anfang Juli sowie der beliebte „Erntetag am ÖBZ“ Ende September.
Termin: 02. Februar 2026, 18:00-20:00 Uhr; Ort: Nachbarschaftstreff Freiham2 des KINDERSCHUTZ MÜNCHEN, Aubinger Allee 16, 81248 München Anmeldung erforderlich bis zum 01. 02. bei: freiluftgarten-freiham@kinderschutz.de
BNE-QuartierskücheWorkshop Oxymel Oxymel, auch als Sauerhonig bekannt, vereint die stärkende und wohltuende Kraft von Honig, Essig und Kräutern. Das Heilmittel wurde schon in antiken Zeiten von Hippokrates, Dioscurides und vielen weiteren Ärzten geschätzt. In dem zweistündigen Workshop lernen wir die Grundlagen der Zubereitung kennen und stellen gemeinsam ein Erkältungs-Oxymel zur Stärkung der Immunabwehr her.
Alle Teilnehmer*innen können am Ende eine kleine Menge im mitgebrachten 100-ml-Fläschchen mit nach Hause nehmen – deswegen bitte ein solches Gläschen selbst mitbringen.
Anbauplanung für urbane Gärten: „Vierfelder-Rotations-Mischkultur“
Termin: 6. Februar, 16:30-18:30 Uhr; Ort: Nachbarschaftstreff Freiham2 des KINDERSCHUTZ MÜNCHEN, Aubinger Allee 16, 81248 München
Referentin: Ruth Mahla, Dipl.-Geografin, Bodenkundlerin Anmeldung erforderlich bis zum 4.Februar 26 bei: Freiluftgarten-freiham@kinderschutz.de
Wir planen für eine spezielle Fläche im Freiluftgarten Freiham das Anbauprinzip der Vierfelder-Rotations-Mischkultur. Dieses eignet sich gut, um die Praxis des biologischen Gemüseanbaus zu vermitteln und auch unerfahrenen Gärtner*innen einen Soforteinstieg in nachhaltiges Gärtnern zu ermöglichen. Der Grundgedanke ist einfach: Eine Fläche wird in vier gleich große Beete eingeteilt. Auf drei davon werden Gemüsearten mit unterschiedlich starken Nährstoffansprüchen angebaut. Auf dem vierten Beet wächst Gründüngung oder das, was von alleine aufkeimt. Der Boden kann sich ausruhen und neue Nährstoffe speichern. Jährlich rotieren die Nutzungen um ein Feld weiter. Die Gärtner*innen können in Kleingruppen auf „ihrem“ Beet den Wechsel der Kulturen mitgestalten und miterleben. Jedes vierte Jahr setzt eine Gruppe mit dem Ackern aus und erlebt die aufkeimende Artenvielfalt in ihrem Beet. Diese Methode verhindert, dass der Boden ausgelaugt wird und für gute Ernteerträge immer mehr gedüngt werden muss. Mit etwas Praxis gelingt es, den fruchtbaren Humus im Beet zu vermehren.
Kompostieren in urbanen Gärten
Termin: 13. Februar 2026, 16:30-18:30 Uhr; Ort: Nachbarschaftstreff Freiham2 des KINDERSCHUTZ MÜNCHEN, Aubinger Allee 16, 81248 München Anmeldung erforderlich bis zum 11. 02. bei: freiluftgarten-freiham@kinderschutz.de
Seit tausenden von Jahren wird – absichtsvoll oder nicht – Kompostierung praktiziert. Auch eine einfache Entledigung von organischen Abfallstoffen auf einem Haufen zieht ja meist eine Kompostierung dieser Stoffe nach sich. Ebenfalls seit Jahrtausenden nutzen, steuern und perfektionieren Menschen diese Technik, um die Fruchtbarkeit ihrer Böden zu erhöhen und zu erhalten.
Gelingendes Kompostieren ein wertvoller und bereichender Lern- und Erfahrungsprozess für die urbanen Gärtner*innen, eine besondere Erfahrung der Erdung und der Verbindung mit den elementaren Stoffwechselprozessen des Lebens.
Wir besprechen die grundlegenden Prozesse und die Verwendung verschiedener Komposte und gehen dabei auf die speziellen Vorrausetzungen im Freiluftgarten Freiham ein. Denn jeder Garten bietet unterschiedliche Möglichkeiten, die verschiedenen Kompostierungsmethoden zu realisieren.
Termin: Freitag, 27. Februar 2026; 16:00 – 19:00 Uhr; Ort: Treffpunkt zur Einführung: Freihamer Freiluftgarten am Grünband zwischen Marie-Luise-Jahn-Str. und Kunreuthstr. Anschließender Nistkastenbau im Nachbarschaftstreff Freiham2 des KINDERSCHUTZ MÜNCHEN, Aubinger Allee 16, 81248 München Referent: Gregor Baumert
Anmeldung erforderlich bis zum 25. 02. 26 bei: Freiluftgarten-freiham@kinderschutz.de Wie können wir Vögel schützen und die Biodiversität in unseren Gärten steigern? In diesem praxisnahen Workshop erfahren Sie, wie Sie heimische Vogelarten unterstützen und Ihren Garten als vielfältigen Lebensraum gestalten können. Mit Methoden der BNE werden ökologische Zusammenhänge vermittelt und Naturschutzprojekte praxisnah umgesetzt. Jede*r Teilnehmende baut eine eigene Nisthilfe zur Förderung der Artenvielfalt.
Körperpflege aus dem Kräutergarten: sanft, kostengünstig und klimafreundlich
Termin: Sa 28. Februar 2026; 11-14 Uhr;
Ort: Raum Georg-Birk Straße 14
Referentin: Alicia Bilang, Natur- und Kräuterpädagogin
Anmeldung erforderlich bis 25. Februar bei: info@urbane-gaerten-muenchen.de
Spitzwegerich, Ringelblume, Thymian, Lavendel … in heimischen Pflanzen stecken wertvolle Inhaltstoffe – die Basis der traditionellen Grünen Apotheke. Wir nutzen ihre vielseitige Wirkung, um natürliche Körperpflegeprodukte herzustellen. Dabei erfahren wir Wissenswertes über Erntezeit, Lagerung und weitere Anwendungsmöglichkeiten.
Dank einfacher Rezepturen sind Salben, Seifen, Deos und Badesalze in Handumdrehen fertig, garantiert ohne Palmöl, Mikroplastik oder synthetische Zusatzstoffe. Unsere selbstgemischten Produkten sind nicht nur eine gute Alternative für die empfindliche Haut, sondern auch umweltschonend (und nachhaltig). Weitere Vorteile: Die Lieblingsrezepte sind mit Hilfe des ausführlichen Skripts einfach zu Hause nachzumachen. So macht Nachhaltigkeit Spaß!
Programm:
Kräuter ABC, Spitzwegerich und Ringelblume Salbe, Kräuterseifen (Kräuter/Blütenseifen aus Recycling Seife, Gartenseife mit Peeling Effekt), verschiedene Badesalze zur Auswahl (Erkältung, Entspannung, Wohlbefinden), Kräuterdeo.
Es sind jeweils auch Interessierte und Gärtner*innen aus anderen Gärten herzlich eingeladen. Workshops der Urbanen Gartenakademien können von urbanen Gärten im Stadtgebiet München auch zu anderen Terminen gebucht werden. Bei Interesse bitte ab 26.01.26 melden bei Ruth Mahla: info@urbane-gaerten-muenchen.de
Die Veranstaltungen sind ein Beitrag zu folgenden Nachhaltigkeitszielen:
Unser Projekt ist Teil der BNE-VISION 2030, ein Projekt der Landeshauptstadt München, das Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Landeshauptstadt München strukturell verankern soll.
Der Münchner Ernährungsrat (MER) setzt sich mit seinen engagierten Projekten schon seit langem für die Ernährungswende und Ernährungssouveränität in unserer Stadt ein.
Mit der Kommunalwahl im März 2026 entscheiden wir Münchner*innen nun auch über die künftige Stellung von Ernährung in der Stadtpolitik. Dazu hat der Münchner Ernährungsrat in einem offenen Dialog mit rund 30 Akteur*innen aus Landwirtschaft und Verarbeitung, Handel, Beratung, Gemeinschaftsverpflegung und Zivilgesellschaft „Neun Empfehlungen für eine bio-regionale Versorgung in München“ herausgearbeitet und sie den städtischen Entscheidungsträgern übermittelt.
Ziel ist es, dass eine gesunde und ökologische regionale Versorgung als politische Zukunftsaufgabe verstanden wird und der kommunale Handlungsspielraum auch verbindlich ausgeschöpft wird, um die ökologisch wirtschaftenden regionalen Betriebe zu stärken, denn:
„Bio-regionale Lebensmittel schützen Klima, Boden und Wasser, fördern Biodiversität und machen unabhängiger von krisenanfälligen Weltmärkten. Gleichzeitig stärken sie die regionale Wirtschaft, sichern qualifizierte Arbeitsplätze und schaffen transparente, verlässliche Lieferbeziehungen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein deutlich größerer Teil der Münchner Versorgung aus der Region kommen könnte – wenn Nachfrage, Beschaffung, Flächenpolitik, Logistik und Wissen systematisch zusammenspielen.“
Lest dazu bitte auch den ganzen Artikel auf der Website des MER
Text: Zusammengestellt von Ruth Mahla; Bild: Nina Ruehr;
die Prinzipien der traditionellen Vierfelderwirtschaft eignen sich gut, um die Praxis des biologischen Gemüseanbaus zu vermitteln und Neueinsteiger*innen einen Soforteinstieg in nachhaltiges Gärtnern zu ermöglichen. Der Grundgedanke ist einfach: Eine Fläche wird in vier gleich große Beete eingeteilt. Auf drei davon werden Gemüsearten mit unterschiedlich starken Nährstoffansprüchen angebaut. Auf dem vierten Beet wächst Gründüngung oder das, was von alleine aufkeimt. Der Boden kann sich ausruhen und neue Nährstoffe speichern. Jährlich rotieren die Nutzungen um ein Feld weiter. Die Gärtner*innen können in Kleingruppen auf „ihrem“ Beet den Wechsel der Kulturen mitgestalten und miterleben. Jedes vierte Jahr setzt eine Gruppe mit dem Ackern aus und erlebt die aufkeimende Artenvielfalt in ihrem Beet. Diese Methode verhindert, dass der Boden ausgelaugt wird und für gute Ernteerträge immer mehr gedüngt werden muss. Mit etwas Praxis gelingt es, den fruchtbaren Humus im Beet zu vermehren.
Inhalte des Webinars
Was macht einen gesunden, lebendigen Boden aus?
Die Pflanze, ihr Boden und gute Nachbarschaft im Beet
Das Brachejahr: Erholung für den Boden und die Artenvielfalt
Praxisbeispiel: Wie richtet man eine gelungene Rotation ein?
Learning by doing: Einfache Grundregeln beachten – Gestaltungsfreiheit gewinnen
Vierfelder-Rotations-Mischkultur im StadtAcker
Auf der Website des Ackermannbogen e.V. findet ihr auch das Video „Garteln für eine andere Welt“, wo ab Minute 5 die „Vierfelder-Rotations-Mischkultur“ erklärt wird, die wir sie im StadtAcker realisiert haben.
Die Bayerische Gartenakademie startet am 21. Januar mit vielen Online-Angeboten. Die Garten-Expertinnen und -Experten kommen in der ungemütlichen Jahreszeit via Videoseminar zu Ihnen nach Hause, so dass Sie selber keine lange Anreise haben, um fachlich fundierte Informationen zu erhalten. Im Frühjahr starten dann die Präsenzseminare. Schauen Sie mal in das Programm – sicher ist auch für Sie etwas dabei.
Die Bayerische Gartenakademie bietet auch die Zertifizierung zum Naturgarten an: Bei „Bayern blüht – Naturgarten“ sind Artenvielfalt, Ressourcenschutz und die Entwicklung des städtischen Grüns die Hauptkriterienfür eine Zertifizierung.
Lesen sie dazu auch den UGM-Artikel „Über die Führung in der Naturgarten-Kleingartenanlage NW 18“. Eine solche Zertifizierung ist ein schöner Anreiz für die Gärtner*innen, und in der Öffentlichkeit ein wichtiges Symbol für die Bedeutung der urbanen Gärten als grüne Lunge und Biodiversitäts-Hotspot in der Stadt.