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Bio-Balkon-Kongress

18. Bio-Balkon-Onlinekongress vom 21. — 30. März 2026;

Jedes Frühjahr ein neuer Anfang: Pflanzen für Gesundheit und mehr Lebensfreude, Selbstversorgung, Stadtnatur, Klima‑, Natur- und Hitzeschutz

30 Expert:innen aus Garten, Wissenschaft und Balkon-Praxis zeigen online und kostenfrei, wie Du Gemüse & Kräuter auf Deinem Balkon, der Terrasse oder dem Fensterbrett mit Erfolg anbaust. Dazu viele Tipps, wie Du Insekten und Tieren ein Zuhause gibst und Schatten zauberst, damit alles bestens und gesund wächst. Großartig und sehr begeisternd ist, dass 7 Frauen ihre Balkone vorstellen, wie sich diese im Laufe der Inspiration durch die vergangenen Bio-Balkon-Kongresse veränderten. U.a. diese Themen:

Max Bürck-Gemassmer: Hitzewellen und Gesundheit in der Stadt: Wie grüne Balkone die Gesundheit stärken
Andrea Heistinger: So gelingen Heil- und Teekräuter auf Balkon und Terrasse
Dr. Anna Schuster: Heilkraft vom Balkon – mit der Kräuterapotheke durch die Jahreszeiten
Til Genrich: Alles zur Jungpflanzen-Anzucht
Wolfgang Palme: Die fruchtige Vielfalt von Paprika, Aubergine & Co: Nachtschattengewächse in Töpfen und Kübeln
Dr. med. Marianne Ruoff: Glockenblumen und ihre medizinische Wirkung: Ein Blick auf die “Eiszeitmedizin”
Sigrid Tinz: Wunderschöne Wildnis: Glöckchen für Glöckchen für den Kübel
Dr. Jürgen Herler: Vertikale Gesundheisoasen — von der Klimaterrasse zur kühlen Stadt
Dr. oec. troph. Annette Nagel: Meine naturnahe Terrasse und der Bio-Balkon-Kongress
Helge Masch: Keine Angst vor Giftpflanzen: Sicherer Umgang mit potenziell gefährlichen Pflanzen
Christiane Denzel: Schwebfliegen auf dem Balkon: Bestäuber, Blattlausjäger, Überlebenskünstler
Gerald Dunst: Das Substrat ist die Basis für Erfolg: Der Grundstein für gesundes Bio-Gärtnern im Kübel
Berthold Daubner: Geselligkeit von Wildpflanzen in Topf und Kübel – Wie pflanzt man richtig?

Teilnehmen kann jeder bequem von zu Hause: Im Kongresszeitraum erhalten Angemeldete täglich per E‑Mail die Zugangslinks zu mehreren Online-Vorträgen, die jeweils 48 Stunden lang kostenlos abrufbar sind – auf Computer, Tablet oder Smartphone. Wer die Inhalte dauerhaft nutzen möchte, kann ein Kongresspaket mit allen Interviews als Video- und Audiodownload erwerben.


Text und Fotos: Birgit Schattling


Einladung zur Haarer Pflanzenbörse

Termin: 28.03.2026 von 11 bis 14.30 Uhr

Ort: Haarer Anger vor dem Poststadel, Münchener Straße 3, 85540 Haar

Für Kinder gibt es einen Kindertisch mit Rätseln und Ausmalbildern.

„Robuste Ableger gesucht? Tipps gefällig? Die Haarer Pflanzenbörse lädt zum Austausch ein!

Pünktlich zum Start in die neue Gartensaison lädt die Stadt Haar zusammen mit der vhs Haar am 28. März von 11 bis 14:30 Uhr zur Pflanzenbörse auf dem Haarer Anger ein.

Hobbygärtner mit Erfahrung wissen – nicht nur das Gras in Nachbarsgarten ist immer grüner, auch die Blumen blühen kräftiger und die Tomaten sind geschmackvoller. Deshalb verwandelt sich der Haarer Anger vor dem Poststadel auch einmal im Jahr zum grünen Marktplatz, auf dem sich zahlreiche Gartenfreunde aus der direkten Nachbarschaft treffen, um ihre überzähligen Stauden, Setzlinge, Samen und selbst gezogene Kräuter abzugeben oder zu tauschen.

Die Vorteile von einheimischen Pflanzen

Das hat gleich zwei Vorteile: Zum einen bekommen Pflanzenliebhaberinnen und Pflanzenliebhaber dort robuste, ortstaugliche Pflanzen, die schon unter Beweis gestellt haben, dass ihnen das Haarer Klima und Bodengefüge liegt. 

Dazu gibt es jede Menge kompetente Menschen mit grünem Daumen, die mit gezielten Ratschlägen für eine naturnahe und insektenfreundliche Bepflanzung auch jedem Gärtner-Neuling zur Seite stehen können, wie der Gartenbauverein Haar, die Saatgutbibliothek der Stadtbücherei sowie das Umweltamt mit Infos zu Artenvielfalt sowie Blumentöpfen zum Verschenken.

Mit dabei sind auch einige Verkaufsstände, die Gemüse- und Wildpflanzen anbieten: Zum Beispiel die Ottendichler Gärtnerei Seidl, die Kräuter, Hornveilchen und vieles mehr feilbietet. Oder die Staudengärtnerei extragrün, die mit Wildstauden von Kartäusernelke bis Flockenblume im Gepäck anreist

Beitrag zur Artenvielfalt

Aber warum das alles? Ein Austausch und Tauschen sind zum einen immer positiv, nachhaltig und vernetzend. Zudem kann diese Art des Pflanzenhandel einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten. Und viel robuster als jede hochgezüchtete Turbo-Rose sind die heimischen Pflanzen ohnehin.


Zum vorbildlichen Engagement der Gemeinde Haar lest bitte auch den Artikel: Wege zu mehr Artenvielfalt – Das “Haarer Modell”


Text und Fotos: Umweltamt Stadt Haar ;

Wege zu mehr Artenvielfalt – Das “Haarer Modell”

Öffentliche Grünflächen als Lebensraum für die biologische Vielfalt

In Haar lässt man Rasenflächen wachsen, statt sie dauernd kurz zu halten. Das ist aber nur eine von vielen Maßnahmen. Von Kleinstbiotopen in Vorgärten bis zu ausgedehnten Magerrasen findet man ein buntes Mosaik an „Lebensinseln“ im gesamten Gemeindegebiet.

Die Gemeinde in der Nähe von München geht beim Grünflächenmanagement schon seit 1997 konsequent einen anderen Weg – für mehr Artenvielfalt. Das zahlt sich aus, es gibt mehr einheimische Wildpflanzen und damit mehr Lebensraum für Insekten, aber auch Falter und viele andere Tiere.

Das Haarer Modell

Die Vorgehensweise in Haar ist so erfolgreich, dass sie inzwischen unter dem Titel “Haarer Modell” zum Vorzeigemodell und Impulsgeber für andere Kommunen geworden ist und hoffentlich weiter werden wird. “Naturgartenpapst” Reinhard Witt bezeichnet Haar “als vorbildlich im Sinne eines umfassenden Natur- und Umweltschutzes”.

Weiterführende Informationen zum Haarer Modell findet man bei Stadt und Grün


Haar zum Anbeißen

Haar zum Anbeißen von oben

Für urbane Gärtner*innen wird auch einiges getan: Die Gemeinde stellt Grünflächen zur Verfügung, damit jeder für sich und die Nachbarschaft frisches Biogemüse selbst anbauen kann. Derzeit gibt es vier „Haar zum Anbeißen“-Standorte: An der Dianastraße, an der Ferdinand-Kobell-Straße, vor der Konradschule und hinter dem Sport- und Freizeitpark Eglfing. Wer mitarbeiten will meldet sich bitte im Umweltamt bei Sophia Metz: Umweltamt(at)gemeinde-haar.de  


Fotos: Ruth Mahla, Stadt Haar;


Münchner Ernährungsrat (MER): Zukunftsfähig essen in München

Der Münchner Ernährungsrat (MER) setzt sich mit seinen engagierten Projekten schon seit langem für die Ernährungswende und Ernährungssouveränität in unserer Stadt ein.

Mit der Kommunalwahl im März 2026 entscheiden wir Münchner*innen nun auch über die künftige Stellung von Ernährung in der Stadtpolitik. Dazu hat der Münchner Ernährungsrat in einem offenen Dialog mit rund 30 Akteur*innen aus Landwirtschaft und Verarbeitung, Handel, Beratung, Gemeinschaftsverpflegung und Zivilgesellschaft „Neun Empfehlungen für eine bio-regionale Versorgung in München“ herausgearbeitet und sie den städtischen Entscheidungsträgern übermittelt.

Ziel ist es, dass eine gesunde und ökologische regionale Versorgung als politische Zukunftsaufgabe verstanden wird und der kommunale Handlungsspielraum auch verbindlich ausgeschöpft wird, um die ökologisch wirtschaftenden regionalen Betriebe zu stärken, denn:

„Bio-regionale Lebensmittel schützen Klima, Boden und Wasser, fördern Biodiversität und machen unabhängiger von krisenanfälligen Weltmärkten. Gleichzeitig stärken sie die regionale Wirtschaft, sichern qualifizierte Arbeitsplätze und schaffen transparente, verlässliche Lieferbeziehungen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein deutlich größerer Teil der Münchner Versorgung aus der Region kommen könnte – wenn Nachfrage, Beschaffung, Flächenpolitik, Logistik und Wissen systematisch zusammenspielen.“

Lest dazu bitte auch den ganzen Artikel auf der Website des MER


Text: Zusammengestellt von Ruth Mahla; Bild: Nina Ruehr;