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Einladung zur Haarer Pflanzenbörse

Termin: 28.03.2026 von 11 bis 14.30 Uhr

Ort: Haarer Anger vor dem Poststadel, Münchener Straße 3, 85540 Haar

Für Kinder gibt es einen Kindertisch mit Rätseln und Ausmalbildern.

„Robuste Ableger gesucht? Tipps gefällig? Die Haarer Pflanzenbörse lädt zum Austausch ein!

Pünktlich zum Start in die neue Gartensaison lädt die Stadt Haar zusammen mit der vhs Haar am 28. März von 11 bis 14:30 Uhr zur Pflanzenbörse auf dem Haarer Anger ein.

Hobbygärtner mit Erfahrung wissen – nicht nur das Gras in Nachbarsgarten ist immer grüner, auch die Blumen blühen kräftiger und die Tomaten sind geschmackvoller. Deshalb verwandelt sich der Haarer Anger vor dem Poststadel auch einmal im Jahr zum grünen Marktplatz, auf dem sich zahlreiche Gartenfreunde aus der direkten Nachbarschaft treffen, um ihre überzähligen Stauden, Setzlinge, Samen und selbst gezogene Kräuter abzugeben oder zu tauschen.

Die Vorteile von einheimischen Pflanzen

Das hat gleich zwei Vorteile: Zum einen bekommen Pflanzenliebhaberinnen und Pflanzenliebhaber dort robuste, ortstaugliche Pflanzen, die schon unter Beweis gestellt haben, dass ihnen das Haarer Klima und Bodengefüge liegt. 

Dazu gibt es jede Menge kompetente Menschen mit grünem Daumen, die mit gezielten Ratschlägen für eine naturnahe und insektenfreundliche Bepflanzung auch jedem Gärtner-Neuling zur Seite stehen können, wie der Gartenbauverein Haar, die Saatgutbibliothek der Stadtbücherei sowie das Umweltamt mit Infos zu Artenvielfalt sowie Blumentöpfen zum Verschenken.

Mit dabei sind auch einige Verkaufsstände, die Gemüse- und Wildpflanzen anbieten: Zum Beispiel die Ottendichler Gärtnerei Seidl, die Kräuter, Hornveilchen und vieles mehr feilbietet. Oder die Staudengärtnerei extragrün, die mit Wildstauden von Kartäusernelke bis Flockenblume im Gepäck anreist

Beitrag zur Artenvielfalt

Aber warum das alles? Ein Austausch und Tauschen sind zum einen immer positiv, nachhaltig und vernetzend. Zudem kann diese Art des Pflanzenhandel einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten. Und viel robuster als jede hochgezüchtete Turbo-Rose sind die heimischen Pflanzen ohnehin.


Zum vorbildlichen Engagement der Gemeinde Haar lest bitte auch den Artikel: Wege zu mehr Artenvielfalt – Das “Haarer Modell”


Text und Fotos: Umweltamt Stadt Haar ;

Wege zu mehr Artenvielfalt – Das “Haarer Modell”

Öffentliche Grünflächen als Lebensraum für die biologische Vielfalt

In Haar lässt man Rasenflächen wachsen, statt sie dauernd kurz zu halten. Das ist aber nur eine von vielen Maßnahmen. Von Kleinstbiotopen in Vorgärten bis zu ausgedehnten Magerrasen findet man ein buntes Mosaik an „Lebensinseln“ im gesamten Gemeindegebiet.

Die Gemeinde in der Nähe von München geht beim Grünflächenmanagement schon seit 1997 konsequent einen anderen Weg – für mehr Artenvielfalt. Das zahlt sich aus, es gibt mehr einheimische Wildpflanzen und damit mehr Lebensraum für Insekten, aber auch Falter und viele andere Tiere.

Das Haarer Modell

Die Vorgehensweise in Haar ist so erfolgreich, dass sie inzwischen unter dem Titel “Haarer Modell” zum Vorzeigemodell und Impulsgeber für andere Kommunen geworden ist und hoffentlich weiter werden wird. “Naturgartenpapst” Reinhard Witt bezeichnet Haar “als vorbildlich im Sinne eines umfassenden Natur- und Umweltschutzes”.

Weiterführende Informationen zum Haarer Modell findet man bei Stadt und Grün


Haar zum Anbeißen

Haar zum Anbeißen von oben

Für urbane Gärtner*innen wird auch einiges getan: Die Gemeinde stellt Grünflächen zur Verfügung, damit jeder für sich und die Nachbarschaft frisches Biogemüse selbst anbauen kann. Derzeit gibt es vier „Haar zum Anbeißen“-Standorte: An der Dianastraße, an der Ferdinand-Kobell-Straße, vor der Konradschule und hinter dem Sport- und Freizeitpark Eglfing. Wer mitarbeiten will meldet sich bitte im Umweltamt bei Sophia Metz: Umweltamt(at)gemeinde-haar.de  


Fotos: Ruth Mahla, Stadt Haar;


Münchner Ernährungsrat (MER): Zukunftsfähig essen in München

Der Münchner Ernährungsrat (MER) setzt sich mit seinen engagierten Projekten schon seit langem für die Ernährungswende und Ernährungssouveränität in unserer Stadt ein.

Mit der Kommunalwahl im März 2026 entscheiden wir Münchner*innen nun auch über die künftige Stellung von Ernährung in der Stadtpolitik. Dazu hat der Münchner Ernährungsrat in einem offenen Dialog mit rund 30 Akteur*innen aus Landwirtschaft und Verarbeitung, Handel, Beratung, Gemeinschaftsverpflegung und Zivilgesellschaft „Neun Empfehlungen für eine bio-regionale Versorgung in München“ herausgearbeitet und sie den städtischen Entscheidungsträgern übermittelt.

Ziel ist es, dass eine gesunde und ökologische regionale Versorgung als politische Zukunftsaufgabe verstanden wird und der kommunale Handlungsspielraum auch verbindlich ausgeschöpft wird, um die ökologisch wirtschaftenden regionalen Betriebe zu stärken, denn:

„Bio-regionale Lebensmittel schützen Klima, Boden und Wasser, fördern Biodiversität und machen unabhängiger von krisenanfälligen Weltmärkten. Gleichzeitig stärken sie die regionale Wirtschaft, sichern qualifizierte Arbeitsplätze und schaffen transparente, verlässliche Lieferbeziehungen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein deutlich größerer Teil der Münchner Versorgung aus der Region kommen könnte – wenn Nachfrage, Beschaffung, Flächenpolitik, Logistik und Wissen systematisch zusammenspielen.“

Lest dazu bitte auch den ganzen Artikel auf der Website des MER


Text: Zusammengestellt von Ruth Mahla; Bild: Nina Ruehr;


Seminar-Programm der Bayerischen Gartenakademie

Die Bayerische Gartenakademie startet am 21. Januar mit vielen Online-Angeboten. Die Garten-Expertinnen und -Experten kommen in der ungemütlichen Jahreszeit via Videoseminar zu Ihnen nach Hause, so dass Sie selber keine lange Anreise haben, um fachlich fundierte Informationen zu erhalten. Im Frühjahr starten dann die Präsenzseminare. Schauen Sie mal in das Programm – sicher ist auch für Sie etwas dabei.

Die Bayerische Gartenakademie bietet auch die Zertifizierung zum Naturgarten an: Bei „Bayern blüht – Naturgarten“ sind Artenvielfalt, Ressourcenschutz und die Entwicklung des städtischen Grüns die Hauptkriterienfür eine Zertifizierung.

Lesen sie dazu auch den UGM-Artikel „Über die Führung in der Naturgarten-Kleingartenanlage NW 18“. Eine solche Zertifizierung ist ein schöner Anreiz für die Gärtner*innen, und in der Öffentlichkeit ein wichtiges Symbol für die Bedeutung der urbanen Gärten als grüne Lunge und Biodiversitäts-Hotspot in der Stadt.