Am Sonntag, den 23. Februar 2025 veranstaltet das Münchner Umwelt-Zentrum gemeinsam mit dem Verein für Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V. (VEN) das große Saatgut-Festival im Ökologischen Bildungszentrum München (ÖBZ). Bereits zum siebten Mal bietet dieses Event seinen Gästen eine bunte Palette alter und samenfester Kultursorten, ein reichhaltiges Informationsangebot und ein tolles Rahmenprogramm mit einer offenen Saatgut-Tauschbörse, Vorträgen, offener Kinderaktion und einem Imbiss aus der Gartenküche. Auch die Urbanen Gärten München und das Projekt BioDivHubs – Biodiversität ins Quartier sind mit einem gemeinsamen Stand dabei. Wir informieren u.a. über unser neues – für urbane Gärten in München kostenfreies Workshop-Programm.
Als Schwerpunkt der begleitenden Vortragsreihe werden die Bedeutung samenfester Kultursorten im ökologischen Anbau, die Erhaltung der Sortenvielfalt sowie die Förderung der biologischen Vielfalt in unseren Gärten vertieft. Die Beiträge widmen sich praktischen Aspekten der Samengärtnerei im eigenen Hausgarten, geben Tipps zum Anbau von Gemüse auf Balkon, Terrasse und Gartenbeet, zeigen Möglichkeiten zur Förderung der biologischen Vielfalt auf und setzen sich kritisch mit aktuellen technischen und rechtlichen Entwicklungen in der Pflanzenzucht auseinander.
VERANSTALTUNGSPROGRAMM am 23.02.2025, 10:00 – 17:00 Uhr
Saatgut-Tauschbörse von und für Gärtner*innen | 10:00 – 13:00 Uhr
Kinderaktion | 14:00 – 17:00 Uhr | Beginn jeweils 14:00 /14:45/15:30 /16:15 Uhr
Kunstperformance „frozen beans. melting beans“ von Ella von der Haide und Eva Weigel
VORTRAGSPROGRAMM
11:00 Uhr | Christine Nimmerfall: Klimafreundliches Gärtnern in Kübeln, Kästen und auf kleinen Flächen
12:00 Uhr | Urban Ewald, Kulturpflanzenentwicklung Obergrashof e.V.: Samen für die Zukunft
13:00 Uhr | Annette Holländer | Garten des Lebens | Vielfalt erhalten – Samengärtnerei im Hausgarten
14:00 Uhr | Melanie Grabner, Lila Tomate | Tomatengärtnern unter schwierigen Bedingungen – und wie dennoch eine gute, leckere Ernte möglich ist
15:00 Uhr | Christoph Then, Kein Patent auf Saatgut | Neue Gentechnik – bald ohne Risikoprüfung und Kennzeichnung?
16:00 Uhr | Konrad Bucher, BioDivHub-Projekt | Die Vielfalt heimischer Wildpflanzen in den Garten holen
„Unter dem Motto „ Platz zum Überleben gesucht!“ pflegen seit dem Frühjahr 2024 rund 60 Nachbarinnen und Nachbarn aus dem Ackermannbogen heimische Wildpflanzen auf ihren Balkonen und dokumentieren deren Wachstum in Zusammenarbeit mit der TU München. Durch die sorgfältige Beobachtung der Pflanzen unter dem ökologischen Aspekt begeisterten wir uns für die Schönheit unserer Schützlinge. Über das Balkonjahr entstand eine große Vielfalt an Bildern. Eine Auswahl davon zeigen wir in dieser Ausstellung.“
Weitere Öffnungszeiten:
Freitag, 29. November 2024, 17:00 – 19:00 Uhr Sonntag, 01. Dezember 2024, 11:00 – 13:00 Uhr Sonntag, 08. Dezember 2024, 11:00 – 13:00 Uhr
Finissage: Freitag, 28. Februar 2025, 17:00 – 19:00 Uhr
Termin: Samstag, 30. November 2024, 11:00 – 12:30 Uhr
Ort: Gärten und (je nach Wetter) Raum 2/3 im Ökologischen Bildungszentrum, Englschalkinger Straße 166,
Treffpunkt: beim Gartenhaus
Referent: Konrad Bucher, Dipl. Ing. Landschaftsarchitektur, Umweltpädagoge
Die Schönheit blühender Gärten kennen wir. Die Winterruhe bringt jetzt ihre ganz eigene Ästhetik in den Garten und birgt immer noch Leben. Viele Arten bilden haltbare Stängel und Samenstände aus, die den Vögeln Nahrung und der Insektenwelt Unterschlupf bieten. Bei einem Rundgang durch die ÖBZ-Gärten entdecken wir den optischen Reiz und die Nützlichkeit der winterlichen Flower Power und reden über eine Art des Gärtnerns, die die Förderung der biologischen Vielfalt mit dem Anspruch an Schönheit verbindet.
Biodiversität und ästhetisches Empfinden – ein Gastbeitrag von Konrad Bucher
„Den Garten winterfest machen“ Welche Bedeutung hat diese geläufige Redewendung eigentlich genau? Es kommt darauf an, wen man fragt. Früher nannte man einen Gemüsegarten auf dem Land dann winterfest, wenn Sträucher und Stauden abgeschnitten, das Laub zusammengerecht und am besten noch die Gemüsebeete umgegraben waren. Ist alles ordentlich aufgeräumt und vorbereitet für das nächste Frühjahr, ist der Garten winterfest.
Naturnahe Gärten machen sich für eine andere Gartenpraxis stark. Sie verstehen den Garten nicht nur als Nutzgarten, der nach rein praktischen Kriterien funktioniert, sondern als Lebensraum für möglichst viele Insekten, Vögel und andere Gartenbewohner. Und da man weiß, dass Vögel gerne die Samen von stehengebliebenen Blumen fressen und Insekten im Schutz der Pflanzenmasse überwintern, werden die Beete eben nicht abgeräumt. Es soll möglichst viel bis zum nächsten Frühjahr stehen bleiben.
In manchen Gärten, und gerade in den gemeinschaftlich gepflegten mischen sich die unterschiedlichen Garten-Vorstellungen. Während die einen ihr Beet als Lebensinsel verstehen und zugunsten der Insekten möglichst wenig in die natürlichen Prozesse eingreifen wollen, brauchen andere eine gewisse Struktur: der Garten ist für sie ein gestalteter Ort. Das heißt, er soll schön aussehen! Was chaotisch und verwildert wirkt, wird geordnet. Immerhin ist man sich meistens darin einig, dass der Garten ein Ort für die biologische Vielfalt sein soll. Das Bild von den Distelfinken, die im Winter die Samen aus den stehen gebliebenen Karden picken, finden zum Beispiel alle schön. Schmetterlinge mögen wir auch gerne, und wenn wir wissen, dass ihre Puppen an bestimmten Halmen überwintern – keine Frage, dann bleiben diese vertrockneten Pflanzenstängel natürlich stehen.
Aber dann endet das Vorstellungsvermögen meistens ziemlich schnell: Welche Tierchen sind es denn genau, die sich im toten Pflanzenmaterial am Leben halten? Und welche Pflanzenteile brauchen sie dafür? Samenstände, hohle Stängel, Laub…? Dass wir wenig darüber wissen, liegt in der Natur der Sache: Die Tiere verstecken sich, verkriechen sich im Schutz ihrer pflanzlichen Behausungen, wollen nicht entdeckt werden. Und uns ist es im Winter zu kalt, um geduldig nach kleinem Krabbelgetier Ausschau zu halten. Sobald wir wüssten, was da alles lebt, die Arten sogar noch mit Namen kennen würden, fiele es möglicherweise leichter, das „Chaos“ stehen zu lassen. Hat man mit eigenen Augen die winzige Ameisenspinne entdeckt, wie sie sich im Blutweiderich eingenistet hat, ist der Blutweiderich künftig nicht mehr nur totes Gestrüpp. Das Verständnis dafür, was schön ist, der Blick auf den Garten verändert sich mit solchen Entdeckungen.
Beim Rundgang durch die ÖBZ-Gärten sehen wir uns die Pflanzen unter dem Aspekt ihrer Funktion als Lebensräume an, als Teile eines komplexen Systems. Wir lernen einige Arten kennen, die sich aufs Versteckspiel spezialisieren und angewiesen sind auf ein bisschen Chaos in den Beeten. Wie wir den Garten künftig gestalten, liegt weiterhin in unserer Hand, aber das ästhetische Empfinden kann sich nach der Bekanntschaft mit den Überlebensgeschichten verändern.
Text: Konrad Bucher, Bilder: Catherina Schroell, Ruth Mahla;
Termin: Samstag, 09. Mai 2026; 13:00 bis ca. 19:00 Uhr
Ort: Ökologisches Bildungszentrum (ÖBZ)
Veranstalter: Münchner Umweltzentrum im ÖBZ und Urbane Gärten München
Ab 13 Uhr können im Rahmen der Tauschbörse überschüssige Jungpflanzen, geteilte Stauden, Kräuter etc. an andere weitergegeben und Pflänzchen für den eigenen Garten entdeckt werden. Auch Neueinsteiger*innen, die (noch) nichts zum Tauschen anbieten, sind willkommen.
Ab 16 Uhr stehen Kennenlernen sowie der Austausch von Informationen und Erfahrungen im Mittelpunkt. Mit gemeinsamen Aktivitäten sollen die vielfältigen Gärten und ihre Bedeutung in der Stadtgesellschaft sichtbarer werden. Neben der Planung von Aktivitäten in München, beschäftigen wir uns auch mit überlokalen Initiativen und Angeboten. Für eine kleine Erfrischung und Stärkung wird gesorgt.
Für unser diesjähriges Frühjahrsnetzwerktreffen haben wir aus aktuellen Anlass folgende Themen vorbereitet und Referent*innen aus verschiedenen Initiativen dazu eingeladen:
Schöpfung in Gefahr: Neues Gentechnikgesetz und Novellierungen der Bestimmungen zu Ackergiften & Co.: Was plant Industrie und Politik – und wie gehen wir in den urbanen Gärten und in anderen Garten- und Biodiversitätsprojekten damit um? Wie kann Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Urbanen Gärten zu Aufklärung und Bewußtmachung beitragen?
Wir freuen uns sehr auf den Austausch mit euch. Bitte kommt zahlreich und vernetzt euch – nur gemeinsam können wir etwas erreichen!
Referentinnen: Alicia Bilang, Biologin, Umwelt- und Kräuterpädagogin, Ruth Mahla, Geografin und Bodenkundlerin
Anmeldung bitte bis zum 15. April bei: info@urbane-gaerten-muenchen.de
Themen im Frühling:
Kräuterralley zu den ersten (Wild)Kräutern im Garten – Kräutersammeln und Kräuterbrotzeit mit Schüttelbutter
Einfaches Bio-Gärtnern mit Kindern und für Gartenneulinge – wir bauen ein Zuckererbsen-Tippi
Nahrungspflanzen und Nisthilfen für Wildbienen im Garten: Wir bauen ein Insektenhotel
Gestalten mit Pflanzen: Nostalgische Fotos mit Blumenkranz im Haar
Ein Garten kann zum guten Leben im Quartier sehr viel beitragen und wir möchten mit unseren erlebnisorientierten Aktionen rund ums Gartenjahr Begeisterung für die vielfältige StadtNatur wecken. Ob im urbanen Gemeinschaftsgarten, Schul- oder Kitagarten: das gemeinsame Gärtnern, Entdecken und Spielen an der frischen Luft wirkt wohltuend entschleunigend und verbindet mit der natürlichen Umgebung und mit den (Spiel-)Gefährten.
In verschiedenen urbanen Gärten in München vermitteln wir Basiswissen über Naturkunde und Ökologie und erkunden mit allen Sinnen, was es im Garten durch die vier Jahreszeiten zu entdecken gibt. Im Fokus stehen Spiele und praktische Aktivitäten, die Eltern, Pädagog*innen und Gärtner*innen anregen sollen, sich zusammen mit ihren Schützlingen und Mitgärtner*innen auf die zauberhafte Gartenwelt und ihre vielfältigen Möglichkeiten einzulassen.
Bitte vormerken – die Termine 2026:
Frühling WS: Do 16. April (17.00-19.30 Uhr) im StadtAcker und GBS 14 Sommer WS: Do 23. Juli (17.00-19.30 Uhr), voraussichtlich im StadtAcker Herbst WS: Do 24. Sep (17.00-19.30 Uhr), voraussichtlich im StadtAcker Winter WS: Sa 21. Nov (11.00-13.30 Uhr), im Generationengarten im Petuelpark
Die Workshops bauen nicht aufeinander auf. Deswegen sind alle herzlich eingeladen an beliebig vielen Teilen der Workshop-Reihe teilzunehmen. Die Workshops sind nicht exakt dieselben wie letztes Jahr: Wir haben einige neue Aktionen hinzugefügt. Genaue Veranstaltungsorte und Themen werden noch bekannt gegeben. Voranmeldungen für alle oder einzelne Termine bitte bei Ruth Mahla: info@urbane-gaerten-muenchen.de
Diese Veranstaltung ist ein Beitrag zu folgenden Nachhaltigkeitszielen:
Unsere an den Zielen und Methoden der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) orientierten Fortbildungen sollen Naturerfahrungen ermöglichen, die Sensibilität für Natur/ Ökologie/Umwelt fördern, Fähigkeiten wie Beobachtung und Erforschen einüben und Gestaltungs- und Handlungskompetenzen fördern. Durch die kreativen Aktionen in der Gruppe werden soziale Kompetenzen gefördert und die persönlichen Ausdrucksmöglichkeiten gestärkt.
Das Projekt Urbane Gartenakademien München ist Teil der BNE-VISION 2030, ein Projekt der Landeshauptstadt München, das Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Landeshauptstadt München strukturell verankern soll.
Der globale und industrielle Charakter unserer Agrarwirtschaft wird in der Ausstellung „Nahrungssysteme am Limit“ gezeigt. Trotzdem können sich die unbeteiligten, sog. „Verbraucher*innen“ auch als „Citizens of the Planet“ begreifen und die Weichen für eine gerechtere, gesunde und umweltschonende Ernährung selbst in die Hand nehmen: an unseren Esstischen, in unseren Esskulturen entscheiden wir auch über Nahrungsgerechtigkeit und die Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen mit. Die Sommerküche CONVIVIUM soll Diskussionen über Auswege aus den multiplen Krisen anregen und selbstbestimmte, industrieunabhängige Strategien aufzeigen, z.B die Möglichkeiten nachhaltiger lokaler und regionaler Lebensmittelproduktion – auch im urbanen Raum. Vor der Pinakothek der Moderne erweitern die Installationen der Sommerküche das Museum in den öffentlichen Außenbereich und bieten Raum für die Beteiligung lokaler Organisationen und Initiativen, die sich diesen Themen verschrieben haben und vielfältige Beteiligungs-Angebote für Menschen in München und Region vorstellen. Die Sommerküche bringt mit verschiedenen Formaten, wie Workshops und Schnippelküchen, Vorträgen und Diskussionen Fragestellungen zu Saatgut, Boden, Wasser und Verantwortung in die Mitte der Gesellschaft – auf diesen prominenten Platz im Kunstareal zwischen Pinakothek, Museum Brandhorst und Pavillon 333.
06.05.2026 HOMO – HUMUS – HUMANITAS
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr Ruth Mahla l Urbane Gärten München Die verborgene Welt des Bodens mit allen Sinnen erfahren, die globale Bedeutung von lebendigen Humus als unverzichtbare Lebensgrundlage kennenlernen und als Chance zur Bewältigung der weltweiten Ernährungs- Klima- und Biodiversitätskrise begreifen. Anmeldung: info@urbane-gaerten-muenchen.de
07.05.2026 HOW TO: GEMEINSCHAFTSGARTEN
Donnerstag 18:00-20:00 Uhr Gudrun Walesch und Dr. Robert Jende l anstiftung Wie baut man einen Gemeinschaftsgarten auf? In immer mehr Nachbarschaften entstehen Gemeinschaftsgärten. Doch wie baut man eigentlich einen partizipativen Garten auf? Der Weg zu einem Gemeinschaftsgarten kann ganz unterschiedlich sein, doch gibt es gut aufbereitetes Erfahrungswissen, das an der einen und anderen Stelle gut weiterhelfen kann. Die anstiftung hat daraus einen modular nutzbaren Online-Selbstlernkurs erstellt. Wir stellen den Kurs interaktiv vor und beantworten Fragen. Zielgruppe: alle, die sich für den Aufbau eines Gemeinschaftsgartens interessieren. Anmeldung: gudrun.walesch@anstiftung.de
13.05.2026 KOCHABEND MIT DEM KARTOFFELKOMBINAT
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr Daniel Überall und Lilian van Essen Wie schmeckt alternatives Wirtschaften ohne Ausbeutung oder Raubbau? Beim gemeinsamen Kochabend mit saisonalen, fairen und vor allem leckeren Zutaten aus dem Kartoffelkombinat finden wir es heraus. Anmeldung: lilli@kartoffelkombinat.de
16.05.2026 STADTPFLANZEN AUSSAAT
Samstag 11:00-13:00 Uhr Anja Frohwitter l Stadtpflanzen Rosenheim Gemeinsam samenfestes Saatgut aussäen und Stecklinge anpflanzen, urbane Vielfalt vermehren und die Stadt ein Stück essbarer machen. Anmeldung: anmeldung@architekturmuseum.de
27.05.2026 PARTIZIPATIVE BEETGESTALTUNG
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr David Schoo l BioDivHubs Zusammen Biodiversität pflanzen – essbare (Wild-)Kräuter und Blüten für Mensch und Insekten. Entdecken, wie sich Biodiversität in der Stadt mit einfachen Mitteln fördern lässt. Anmeldung: david.schoo@tum.de
13.06.2026 HÜLSENFRÜCHTE HOORAY!
Samstag 11:00-13:00 Uhr Münchner Ernährungsrat Bei dieser Veranstaltung lädt der Münchner Ernährungsrat e.V. dazu ein, die Welt der Hülsenfrüchte neu zu entdecken – mit allem, was die kleinen Schusser so draufhaben. Es gibt Kostproben zum Probieren, ein Quiz für Neugierige und viele überraschende Einblicke in Anbau, Küche und Alltagstauglichkeit. Anmeldung: a.ring@muenchner-ernaehrungsrat@de
17.06.2026 Der Garten als Habitat für eine essbare Stadt
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr Ruth Mahla und Dr. Robert Jende l Urbane Gärten und anstiftung Als Habitat bietet der Garten vielfältigen Lebensformen Platz, hier trifft Gemeinschaft auf Biodiversität. Das ist sowohl für ein gutes Zusammenleben der Menschen in Städten von Vorteil, als auch für das Überleben nicht-menschlicher Organismen, die die Grundlage für das menschliche Leben bilden. Im Gespräch leuchten wir die Potentiale städtischer Gemeinschaftsgärten als Zentren für eine essbare Stadt aus.
Es diskutieren: Ruth Mahla, Koordinatorin des Netzwerks Urbane Gärten München und Dr. Robert Jende, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der anstiftung.
Zielgruppe: alle Menschen, die sich für eine subsistenzorientierte, biologisch-einwandfreie und gemeinschaftsfördernde Nahrungsmittelproduktion in der Stadt interessieren Anmeldung: info@urbane-gaerten-muenchen.de
20.06.2026 TIERSCHUTZEINTOPF
Samstag 11:00-13:00 Uhr PROVIEH Zusammen mit deinen Tischnachbar:innen die Zusammenhänge kennenlernen zwischen einer Mahlzeit mit Zutaten aus der Haltungsstufe 1-2 und den konkreten Folgen bei den Tieren, die die Zutaten für dieses Essen liefern. Gemeinschaftliches Learning, klare Botschaft! Anmeldung: aktiv@provieh.de
27.06.2026 SCHNIBBELPARTY
Samstag 11:00-15:00 Uhr rehab republic Gemeinsam vor der Tonne gerettete Lebensmittel schnibbeln und kochen und dabei entdecken, wie einfach und lecker aus geretteten Zutaten Neues entstehen kann. Anmeldung: schnibbelparty@rehab-republic.de
28.06.2026 KINDERTAG
Sonntag 11:00-13:00 Uhr PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne Ein Tag voller Farben, Bewegung und Entdeckungen bei freiem Eintritt: Zwischen Sommerküche, Musik und kreativen Aktionen entstehen kleine Kunstwerke und große Momente zum Mitmachen. Draußen wie drinnen wird ausprobiert, gestaltet und gespielt – ein lebendiges Abenteuer für die ganze Familie. Ohne Anmeldung
15.07.2026 KOCHWORKSHOP
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr Landfrauen des Bayerischen Bauernverbands Gemeinsames Kochen mit regionalen Lebensmitteln aus dem Münchner Umland. Anmeldung: Alexandra.Gregor@BayerischerBauernVerband.de
10.07.2026 NEW-FOOD-FESTIVAL
Donnerstag 18:00-20:00 Uhr TUM Venture Lab Ohne Anmeldung
18.07.2026 WELTACKERSPIEL
Samstag 11:00-13:00 Uhr Ruth Mahla l Urbane Gärten München Mit dem Weltackerspiel anschaulich entdecken, wie viel Ackerfläche unsere Ernährung beansprucht und verstehen, was das mit globaler Gerechtigkeit zu tun hat.
Das Format ist auch für Jugendliche geeignet. Anmeldung: info@urbane-gaerten-muenchen.de
25.07.2026 KOCHWORKSHOP
Samstag 11:00-13:00 Uhr Landfrauen des Bayerischen Bauernverbands Gemeinsames Kochen mit regionalen Lebensmitteln aus dem Münchner Umland . Anmeldung: Alexandra.Gregor@BayerischerBauernVerband.de
29.07.2026 UNTERWEGS IN DIE STADT DER ZUKUNFT
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr Dr. Christa Müller l anstiftung Mit Dr. Christa Müller die besondere Rolle urbaner Gärten erkunden, ihr Potenzial für den gesellschaftlichen Wandel erfahren und die Stadt der Zukunft entdecken. Anmeldung: christa.mueller@anstiftung.de
02.09.2026 SAMEN FÜR DIE ZUKUNFT
Mittwoch 18:00-20:00 Uhr Dr. Hannelore Schnell und Urban Ewald l Ackermannbogen e.V. und Kulturpflanzenentwicklung Obergarshof e.V. Ohne Saatgut keine Nahrung, kein Leben. Saatgut ist inzwischen aber auch ein Wirtschaftsgut, mit dem multinationale Agrochemiekonzerne Profit machen. Wie soll es in Zukunft weitergehen? Noch mehr Machtkonzentration auf dem Saatgutmarkt? Noch mehr Hybridsorten, Gentechnik und Patente, mit denen kontrolliert wird, was auf unseren Tellern landet? Zukunft geht auch anders: Mit einer Ökologischen Pflanzenzüchtung, die unsere Lebensgrundlagen schützt und die Resilienz gegenüber den Folgen der Klimakrise fördert. Mit der Saatgut wieder ein Kulturgut wird, das die Ernährungssouveränität sichert. Anmeldung: info@kulturpflanzenentwicklung-obergrashof.de, hannelore.schnell@ackermannbogen-ev.de
05.09.2026 STADTPFLANZEN ERNTE
Samstag 11:00-13:00 Uhr Anja Frohwitter l Stadtpflanzen Rosenheim Die gemeinsame Ernte feiern und samenfestes Saatgut tauschen. Das Format richtet sich an alle, die Gemeinschaft, Genuss und nachhaltiges Wissen verbinden wollen. Ganz in unserem Sinne werden wir zusammenwachsen! Anmeldung: anmeldung@architekturmuseum.de
12.09.2026 SUPPENKÜCHE
Samstag, 11:00-13:00 Uhr David Schoo l BioDivHubs Es wird zusammen geschnibbelt und eine Suppe gekocht, mit saisonalem und regionalem Gemüse – natürlich biologisch und noch dazu vegan! Dabei in lockerer Atmosphäre über regenerative Landwirtschaft, urbane Selbstversorgung und Biodiversität ins Gespräch kommen. Anmeldung: david.schoo@tum.de
Sommerküche entwickelt von Tillmann Gebauer, Alice Janakiev und Sebastian Zitzmann.
Eine Liste der Veranstaltungen der Sommerküche finden Sie auf der Homepage des Veranstalters:
wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung „CONVIVIUM. Nahrungssysteme am Limit“am Mittwoch, 22. April um 19 Uhr! Die Ausstellung präsentiert in zwölf Kapiteln Beispiele dafür, wie unsere Nahrungsmittel heute produziert und vertrieben werden. Die sichere Versorgung hängt an einem komplexen System, das durch Klimaerwärmung, politische und ökonomische Faktoren aktuell an seine Grenzen kommt. Der Fokus der Präsentation liegt auf Europa, doch die globalen Zusammenhänge werden stets einbezogen. Die Ausstellung vereint Architektur, Umweltjournalismus und Kunst und präsentiert wissenschaftliche Erkenntnisse neben Materialinstallationen. Ziel der Ausstellung ist es, die räumlichen und technologischen Grundlagen unserer Nahrungsproduktionsichtbar zu machen – und zu zeigen, welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für die Zukunft ergeben.
IM RAHMEN DER AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG SYMPOSIUM „CONVIVIUM. Nahrungssysteme am Limit“ am 23. April, 8:30–16:00 Uhr im Vorhoelzer Forum Technische Universität Müchen VORTRAG VON RAJ PATEL am 23. April, 18:00–19:00 Uhr im Auditorium Ernst-von-Siemens in der Pinakothek der Moderne ERWEITERTE FÜHRUNG durch die Ausstellung mit Autoren, Kuratoren und Designern, am 24. April, 10:00–13:00 Uhr im Architekturmuseum der TUM Für alle Veranstaltungen bitten wir um Anmeldung unter: anmeldung@architekturmuseum.de
Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Der Direktor des Architekturmuseums, Andres Lepik, im Namen des Convivium-Teams“
Ort: Ökologisches Bildungszentrum München (ÖBZ), Treffpunkt vor dem Haupteingang;
Referentin: Ruth Mahla, Bodenkundlerin;
Das Projekt der BürgerStiftung München „Urbane Gärten München“ will mit einem Workshop aus der Reihe „Boden begreifen“ dazu beitragen, dass neben dem oberirdischen Leben, auch die Biodiversität gesunder, lebendiger Böden öffentlich wahrgenommen wird.
Denn Humus ist viel mehr als zersetzte Biomasse – Humus ist ein hochkomplexer Lebensraum, dem wir Menschen ursprünglich angehören. Weltweit gibt es sehr viel mehr Leben unter unseren Füßen als oberhalb – und dem oberirdischen Insektensterben geht oft ein unterirdisches Massensterben des Bodenlebens voraus.
In dem einfach verständlichen Workshop beschäftigen wir uns mit diesen oft nicht bekannten und geheimnisvollen Vorgängen unter unseren Füßen – und wie wir sie mit einfachen gärtnerischen oder stadtplanerischen Methoden positiv beeinflussen können. Dabei verlassen wir uns auch auf unsere Sinne: Durch Tasten, Sehen, Schmecken und Riechen erkunden wir den Boden vor Ort – denn wir Menschen sind von Natur aus in der Lage eine lebensfördernde, gesunde Umwelt zu erspüren.
Bodenversalzung durch künstliche Bewässerung
Der Schutz unserer Böden und der Humusaufbau auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen sind viel leichter, preiswerter und auch schneller zu bewerkstelligen als alle anderen Klimaschutz-Maßnahmen zusammen – vorausgesetzt die Flächen sind noch nicht zu sehr degradiert, wie dieser von Versalzung betroffene Boden auf der Abbildung.
Wenn wir weltweit unsere landwirtschaftlichen Böden schützen und rekarbonisieren, entziehen wir auf natürliche Weise der Atmosphäre CO2, stärken die Landwirte und vermindern Nahrungsmittelknappheiten und Elend weltweit: Eine echte Chance für die Menschheit, ihre „apokalyptischen Reiter“, nämlich die Folgen der Klimaerwärmung, Artensterben, Hunger- und Flüchtlingselend wirkungsvoll anzugehen.