Die Veranstaltung ist ausgebucht. Wer einen Kompostworkshop in einem urbanen Garten veranstalten möchte, wendet sich bitte an: info@urbane-gaerten-muenchen.de
Wir setzen einen Garten-Mischkompost mit Bodenanschluss auf, und beschäftigen uns mit der Frage, wie eine solche Kompostierung vor Ort am besten gelingen kann. Wie können die Gärtner*innen den Rotteprozess positiv beeinflussen und was können wir für die vielen kleinen Helfer – die Bodentiere – tun, damit sie das erwünschte Gärtnergold – die fruchtbaren Ton-Humus-Komplexe – produzieren?
Der Workshop vermittelt ein grundlegendes Verständnis für den fruchtbaren Gartenboden als Lebensraum und wie wir in den urbanen Gärten mit Hilfe einer klimagünstigen Kompostwirtschaft humusmehrend statt humuszehrend gärtnern können.
Diese Veranstaltung ist ein Beitrag zu folgenden Nachhaltigkeitszielen:
Bildung für Nachhaltige Entwicklung in den urbanen Gärten in München
Die urbanen Gärten sind für die Menschen in der Großstadt wichtige Orte des Zusammenkommens, des gemeinsamen Gärtnerns und Feierns, Orte der Begegnung mit der Natur, Orte des Aufatmens in der immer noch viel zu autogerechten Großstadt.
Viele urbane Gärten in München sind auch Orte der Umwelt-Bildung und der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Dieses Bildungsnetzwerk wollen wir unterstützen und mit interessanten Veranstaltungen erweitern.
Diese Veranstaltung ist ein Beitrag zu folgenden Nachhaltigkeitszielen:
Alle Gärtner*innen und Garteninteressierte sind herzlich dazu eingeladen, mehr über lebendigen Boden und seine Pflege zu erfahren und dabei auch gleich einen neuen Garten und andere Garten-Aktive kennenzulernen.
Die Veranstaltung findet auch bei mäßigen Regen statt, da es im Bienengarten Pasing eine große überdachte Terasse gibt.
Boden, das ist nicht nur lebloses Substrat, sondern ein lebendiges, fragiles Ökosystem, welches wir hegen und pflegen sollten. Nur ein lebendiger Boden kann auf Dauer Grundlage und Träger der oberirdischen Ökosysteme sein. Pflanzen, Tiere und Menschen sind unmittelbar abhängig von gesunden Boden.
Tauwürmer bei der Paarung
Bodenwissen wächst in den urbanen Gärten
Wir lernen unseren Gartenboden mit allen Sinnen kennen und das Zusammenspiel seiner Eigenschaften zu begreifen. Daraus entsteht sowohl eine praktische Handlungsorientierung zur Bodenverbesserung, als auch ein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Boden, Pflanzengesundheit, Ernährung, Biodiversität und Klimaschutz.
Das Team um Bodenforscher und Bio-Landwirt Hermann Pennwieser hat diese leicht anwendbare Art der Bodenuntersuchungen zusammengestellt – mit Hilfe von 10 physikalischen, chemischen und biologischen Untersuchungs-Stationen kann man sowohl gewachsenen Mutterboden, als auch aufgeschüttete Gartenböden und Hochbeet-Füllungen analysieren.
Dank der finanziellen Förderung der anstiftung steht für das Netzwerk der Urbanen Gärten München mit dem Bodenkoffer dieses schöne didaktische Werkzeug zur Verfügung, das sich Teilnehmer*innen auch kostenfrei ausleihen können.
Treffpunkt: Experimentiergarten ÖBZ – beim Gartenhaus. Bei Regen haben wir ein Tippi zur Verfügung – Bitte trotzdem geländegängige Kleidung. Wo genau der Workshop und die Bodenbeprobung stattfinden wird, steht noch nicht fest, deswegen bitte ein paar Minuten früher zum Treffpunkt kommen – wir gehen gemeinsam zur ausgesuchten Parzelle auf dem Gelände.
Leider ist es noch allgemeine Praxis, dass die hochwertige Ressource Herbstlaub dem natürlichen Nährstoffkreislauf vor Ort entzogen wird, entsorgt, verbrannt, oder – im besten Fall von der Stadt/Kommune kompostiert wird.
Um besonders hochwertige Komposterde zu produzieren, die frei von Samen und Wurzeln ist, kann jede(r) Gärtner*in einen Laubkompost anlegen. Das funktioniert sogar auf dem Balkon, auf der Terrasse und im kleinsten Garten und erfordert nur wenige Utensilien und Handgriffe. Damit es auch gut gelingt, gibt es nur ein paar einfache Regeln zu beachten.
In diesem Praxis-Workshop setzen wir im Stadtacker am Ackermannbogen zwei verschiedene Laubkomposte auf und besprechen alles rund um diese einfache und effektive Möglichkeit, dem Ziel des Humusaufbaus vor Ort und der klimagerechten Schwammstadt ein bißchen näher zu kommen.
Ein neues Lernangebot für die Münchner urbanen Gärten
Gerade in Zeiten von Trockenheit oder Starkregenereignissen wird offensichtlich, wie wichtig die Gesundheit des Bodens auch für die Klimaresilienz ist. Gemeinschafts- und Nachbarschaftsgärten, Krautgärten, Kleingärten und (Hoch-)Schulgärten beschäftigen sich schon länger mit dem langfristigen Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Hier geht es vor allem um die Pflanzengesundheit. Der Zusammenhang von Humusaufbau, Bodenstruktur, Bodengesundheit und Pflanzenernährung ist allerdings sehr komplex und vielen nicht bekannt. Deshalb kommt es oft zu willkürlichen Düngemittelgaben, die Boden und Pflanzen auch schaden können.
Deshalb wollen wir urbane Gärtner*innen bei ihrer Bodenpflege unterstützen mit dem Projekt „Boden begreifen. Boden verstehen“ und einem Werkzeug zum besseren Verstehen des Bodens. Dank der finanziellen Förderung der anstiftung steht für das Netzwerk der urbanen Gärten München mit dem „Bodenkoffer“ ein schönes didaktisches Werkzeug zur Verfügung.
Der Bodenkoffer wurde u.a. vom österreichischen Bodenforscher und Biobauer Manfred Pennwieserentwickelt, um das Bodenwissen in der Landwirtschaft zu stärken und eine ganzheitliche Bodenanalyse auch für Lai*innen zugänglich zu machen. In zehn Analyse-Stationen kann der Zustand des Bodens nach physikalischen, chemischen und biologischen Faktoren beurteilt werden. Dabei geht es nicht nur um den ph-Wert, sondern beispielweise auch um Bodenlebewesen, Knöllchenbakterien und Versickerungsfähigkeit. Zu jeder Station gibt es die passenden Werkzeuge und ein Erklärvideo. Erfasst werden die Werte digital mit Hilfe einer App.
So lernen wir, unseren Gartenboden zu analysieren, das Zusammenspiel seiner Eigenschaften zu begreifen und ihn als lebendigen Organismus zu verstehen. Daraus entsteht nicht nur eine sehr praktische Handlungsorientierung zu Bodenverbesserung, sondern vielmehr ein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Boden, Pflanzengesundheit, Ernährung, Biodiversität und Klimaschutz.
Bodenwissen wächst in den urbanen Gärten
Die Geografin und urbane Gärtnerin Ruth Mahla („BODEN.KENNEN.LERNEN“) ist erfahrene Bodenkundlerin und Gartenpädagogin. Sie bietet für das Netzwerk Workshops zur Bodenuntersuchung mit dem Bodenkoffer zunächst im Ökologischen Bildungszentrum (ÖBZ) und im StadtAcker am Ackermannbogen sowie in weiteren urbanen Gärten aus dem Netzwerk. Interessierte können sich den Bodenkoffer anschließend kostenfrei ausleihen. Die Benutzung des Bodenkoffers wird angeleitet, sodass urbane Gärtner*innen ihre Gartenböden selbst analysieren können.
Mitmachen!
Wollt ihr euren Gartenboden verstehen lernen? Meldet euch per E-Mail bei Urbane Gärten München, wenn ihr an einem Bodenkoffer-Workshop interessiert seid oder einen Bodenkoffer-Workshop in eurem urbanen Garten durchführen möchtet. Das Angebot richtet sich an die urbanen Gärten im Münchner Netzwerk und ist kostenfrei.