Mehr Artenvielfalt in der Stadt: auf dem Balkon, der Terrasse, im Garten – und im Backstage! So geht´s!
Termin: Freitag 01. August 2025; Beginn 18:30 Uhr; Einlass 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: BACKSTAGE Trashyard
Veranstalter: Backstage Concerts GmbH
„Wir alle können etwas für die Artenvielfalt tun! Ob auf dem Fensterbrett, dem Balkon, der Terrasse oder im Garten. Einiges ist aufwändig, manchmal müssen wir uns aber einfach nur zurücklehnen und nichts tun. Damit helfen wir nicht nur den Insekten, sondern bekommen selbst auch einmalige Erlebnisse! Scherenbienen, die in Glockenblumen übernachten; Blattschneiderbienen, die aus Blättern perfekte Röhren bauen oder Wildbienen, die Schneckenhäuser als Nisthilfe nutzen. Die Tier-Doku direkt vor dem Fenster sozusagen – und im Backstage. Gemeinsam pflanzen wir heimische Wildblumen auf dem Gelände, als Futter und Lebensraum für Insekten. Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge stehen vor allem auf heimische Wildpflanzen. Geranien und Petunien waren gestern! Oder vorgestern! Zumindest, wenn auf dem Balkon und im Garten so richtig was los sein soll!“
Tobias Bode
Tobias Bode ist TV- und Buchautor und „Kleingartenbotschafter“. Der gelernte Landschaftsgärtner und Dipl.-Ing. (FH) Freiraumplanung arbeitet als Autor und Regisseur bei „Querbeet“, der Gartensendung des Bayerischen Rundfunks. Gemeinsam mit seiner Frau Sabine bewirtschaftet er seit Dezember 2018 eine 250 Quadratmeter große Parzelle in der Kleingartenanlage NW 18 in München-Moosach. Tobias Bode ist Autor des Buches „Unser naturnaher Kleingarten“, das 2024 im pala-verlag erschienen ist.
Am vergangenen Wochenende lud die KlimaDult 2025 vom Netzwerk Klimaherbst bei strahlendem Wetter im Luitpoldpark zu Austausch, Mitmachen und gemeinschaftlichem Lernen rund um Klima, Stadtgrün, Ernährung und Nachhaltigkeit ein. Das BioDivHubs-Projekt war gemeinsam mit dem Netzwerk Urbane Gärten München, beides Projekte der BürgerStiftung München, mit einem Stand vertreten.
Zwei Hochbeete, zwei Standorte und viele heimische Pflanzen
Im Fokus standen zwei praktische Workshops zur Bepflanzung von Mini-Hochbeeten, die nicht nur für grüne Inspiration sorgten, sondern auch ganz konkret zeigten, wie man Biodiversität auf kleinem Raum, wie Hochbeete oder Tröge, fördern kann. Entstanden sind zwei Mini-Hochbeete, die jeweils passend bepflanzt wurden:
Foto: Julia Gamberini
Sonniger Standort:
Dieses Hochbeet wurde mit typischen „Trocken- und Hungerkünstlern“ bepflanzt, ein Mix aus mediterranen Kräutern wie Thymian und Rosmarin sowie farbenfrohen, heimischen Wildpflanzen wie der Kartäusernelke, Ochsenauge und Echtem Labkraut.
Die Pflanzen stammen aus einem früheren BioDivHubs-Workshop zur Vermehrung von Wildpflanzen und von einer Saatgutmischung der TU München. Außer dem Rosmarin sind alle verwendeten Arten heimisch und wurden im Laufe des Projekts gezielt aufgezogen, um für Workshops und Pflanzaktionen des BioDivHubs-Projekts zur Verfügung zu stehen.
Foto Minihochbeet für den Halbschatten: Ruth Mahla
Halbschattiger Standort:
Hier kamen Pflanzen zum Einsatz, die sich am Waldrand und in lichteren Bereichen oder an Gebäudekanten wohlfühlen: verschiedene Glockenblumen und Storchschnabel zaubern ein naturnahes Blütenbild mit hoher ökologischer Qualität.
Substrat: Für die untere Schicht wurde ein durchlässiges, sandig-kiesiges Substrat verwendet, das aus der Baugrube stammt, auf der sich derzeit der Zwischennutzungs-Gemeinschaftsgarten „Kosmos unter Null“ befindet. Für die obere Schicht kam eine torffreie Trogerde zum Einsatz.
Die Hochbeete als Lern- und Erlebnisorte
Die beiden Mini-Hochbeete aus Stahl waren eine Leihgabe des Gemeinschaftsgartens „Kosmos unter Null“ und wurden vom Betreiber Florian Schönhofer und seinem Team gebracht. Sie boten den Teilnehmenden nicht nur eine ansprechende Kulisse für die Pflanzaktionen, sondern bleiben auch nach der Veranstaltung als Demonstrationsbeete erhalten. Sie können ab jetzt bei „Kosmos unter Null“ besichtigt werden und sind ein wunderbares Beispiel für sichtbare, praxisnahe Biodiversitätsbildung im öffentlichen Raum.
Minihochbeet für den Halbschatten mit Pflanzplan
Minihochbeet für den Halbschatten mit Pflanzplan
Viele Interessierte und viel Austausch am Stand
Neben den Workshops gab es auch zahlreiche spannende Gespräche mit Besucher*innen an unserem Stand. Viele wollten mehr wissen über urbane Biodiversität, naturnahes Gärtnern oder die Möglichkeiten, sich selbst für das BioDivHubs-Projekt oder mehr Grün in der Stadt zu engagieren. Die KlimaDult war für uns eine tolle Gelegenheit, mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen ins Gespräch zu kommen, vom Stadtteilbewohner über die Hobbygärtnerin bis hin zu Fachleuten aus Bildung, Verwaltung oder Landschaftsplanung. Beim Besuch der Stadträt*innen konnten wir von den spezifischen Herausforderungen beider Projekte berichten und unsere Wünsche äußern.
Ein besonderes Highlight war die große Beteiligung von Kindern: Mit Begeisterung halfen sie beim Pflanzen und machten mit bei der Schnitzeljagd der KlimaDult. Unser Stand hatte zwei spannende Fragen vorbereitet rund um die Gemeinschaftsgärten in München und die Glockenblumen, die in einem Hochbeet gepflanzt wurden. Das Interesse und die Offenheit der jungen Teilnehmenden haben einmal mehr gezeigt, dass Kinder wichtige Multiplikator*innen für eine nachhaltige Stadt von morgen sind.
Viele Kinderhände halfen mit
Viele Kinderhände halfen mit
Viele Kinderhände halfen mit
Fazit: Die KlimaDult 2025 war ein voller Erfolg. Die Pflanzaktionen haben gezeigt, dass es gar nicht viel braucht, um Orte der Vielfalt entstehen zu lassen. Wichtig sind Engagement, Wissen und die Freude am gemeinsamen Tun. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die mitgeholfen, gepflanzt, gefragt, zugehört und auch gelacht haben!
„Nach einem aktuell in der EU verhandelten Gesetzentwurf sollen gentechnisch veränderte Pflanzen künftig fast unkontrolliert in Landwirtschaft, Natur und Märkte kommen – mit dem Argument, dass es wegen der Klimakrise keine Alternative gäbe.
Wir öffnen unsere Zucht- und Samengärten und zeigen Euch, wie wir uns ohne den Einsatz von Gentechnik für eine blühende, gesunde und leckere Zukunft einsetzen. Unsere beständige Arbeit der Kulturpflanzenerhaltung und -entwicklung bei Wind und Wetter bietet vielfältige Lösungsansätze für die drängenden Herausforderungen der Zeit.
Meldet Euch zum Feldgespräch an und lasst uns diskutieren, wie wir die gentechnikfreie Saatgutarbeit stärken und unsere akut gefährdete Ernährungssouveränität sichern können.“
Seht doch auch einmal auf der Website der Kulturpflanzenentwicklung Obergrashof e.V. vorbei – hier gibt es viele wertvolle Inhalte für Gärtner*innen: Erklärungen zu samenfesten Sorten, der engagierten Saatgutarbeit und dem Förderprojekt „ÖkoSaat – Vom Samenkorn bis auf den Teller“.
Kreislauf des Lebens verstehen – anhand der Arbeit der Bodentiere im Komposthaufen erfahren wir mit allen Sinnen wesentliche ökologische Prozesse und gestalten diese mit kreativen Methoden und Experimenten nach.
Dieser Outdoor-Workshop ist für Pädagog*innen von Kitas, Schulen, Mittagsbetreuung/Hort, aber auch für ehrenamtliche Gartenaktive konzipiert, die ihr Umweltwissen und intensive Gartenerlebnisse an Mitgärtner*innen und die nächste Generation weitergeben möchten. In verschiedenen urbanen Gärten in München vermitteln wir Basiswissen über Naturkunde und Ökologie, geben praktische Anbau-Anleitungen, und erkunden mit allen Sinnen den Garten. Die Möglichkeiten nachhaltiger und wohltuender Lebensstile durch die vier Jahreszeiten können spielerisch erfahren und eingeübt werden.
So lernen die Teilnehmer*innen mit erlebnisorientierten Aktionen rund ums Gartenjahr, Interesse und Begeisterung bei Kindern und Gartenneulingen für die Natur und die Möglichkeiten im urbanen Garten zu wecken.
Unsere an den Zielen und Methoden der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) orientierten Fortbildungen sollen Naturerfahrungen ermöglichen, die Sensibilität für Natur/ Ökologie/Umwelt fördern, Fähigkeiten wie Beobachtung und Erforschen einüben und Gestaltungs- und Handlungskompetenzen fördern.
Durch die kreativen Aktionen in der Gruppe werden soziale Kompetenzen gefördert und die persönlichen Ausdrucksmöglichkeiten gestärkt.
Wie nebenbei lernen die Teilnehmer*innen, wie viel Spaß nachhaltiges Leben machen kann und wie wohltuend entschleunigend und gesundheitsfördernd der spielerische Aufenthalt an der frischen Luft für alle ist.
Diese Veranstaltung ist ein Beitrag zu folgenden Nachhaltigkeitszielen:
Bitte vormerken:
Vorraussichtliche weitere Termine:
Herbst-Workshop: 25. September 2025; 17:00 – 19:30 Uhr;
Winter-Workshop: 29. November 2025; 11:00 – 13:30 Uhr;
Veranstaltungsorte und Themen werden noch bekannt gegeben. Die Workshops bauen nicht aufeinander auf. Deswegen sind alle herzlich eingeladen an beliebig vielen Teilen der Workshop-Reihe teizunehmen.
Unser Projekt ist Teil der BNE-VISION 2030, ein Projekt der Landeshauptstadt München, das Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Landeshauptstadt München strukturell verankern soll.