Letzte Woche hat der LBV einen neuen Biodiversitätsgarten in der Kleingartenanlage NW1 eröffnet. Es handelt sich um einen Lehr- und Demonstrationsgarten nicht nur für Kleingärtner*innen. Alle urbane Gärtner*innen können sich von dieser biodivers und sehr schön gestalteten Parzelle inspirieren lassen. Der Biodiversitätsgarten ist unbedingt einen Besuch wert!
Kirschlorbeer, Forsythien und Begonien – das sind wohl die häufigsten Gartenpflanzen in Deutschland, für die Tierwelt haben sie aber wenig zu bieten. Doch München soll vielfältiger werden – der LBV zeigt in seinem Biodiversitätsgarten, wie man mit kleinen Lebensraumstrukturen im Garten auch Insekten, Vögel und andere Gartenbewohner unterstützen kann. Der Anbau von eigenem Obst und Gemüse – natürlich in Bio-Qualität – und der Wert als Erholungsort werden durch ein gesundes Ökosystem sogar gefördert.
Der naturnahe Lehrgarten bietet auch Raum für Bildungsveranstaltungen und Workshops, die jeweils gesondert bekannt gegeben werden.
In der Gartensaison, von Mai bis Oktober, steht der Garten bei gutem Wetter jeweils mittwochs von 16 bis 18 Uhr für Besucher*innen offen, sodass die verschiedenen Biodiversitätsmodule auch außerhalb von Veranstaltungen besichtigt werden können und zum Nachahmen anregen. In dieser Zeit finden Sie bei der Gaststätte „Zur Linde“ (Sadelerstraße 20) Hinweisschilder, die zur LBV-Gartenparzelle leiten.
Gesonderte Termine können jederzeit mit dem LBV vereinbart werden.
Handreichungen mit Naturgarten-Bausteinen zum Selbermachen erhält man auch kostenfrei im LBV-Naturschutzzentrum (Klenzestraße 37, Montag bis Freitag 13 bis 18 Uhr oder telefonisch unter 2002706).
Adresse: Kleingartenanlage NW1 Sadelerstr. 20 (nahe der Gaststätte „Zur Linde“) südlich des Westfriedhofs, zu Fuß in 10 Minuten erreichbar von den U-Bahnstationen Gern oder Westfriedhof (U1, U7).
Feierabendtour durch urbane Gemeinschaftsgärten in Haidhausen
am Donnerstag, 23. Juni 2022, von 17:30 bis 20 Uhr
In dem dicht bebauten Münchner Stadtviertel Haidhausen haben engagierte Gemeinschaftsgärtner*innen in den letzten Jahren verschiedene kreative Gartenprojekte geschaffen. Auf unserer Feierabendtour wollen wir einige davon besuchen und die Köpfe und Geschichten dahinter kennenlernen. Im Mittelpunkt stehen dabei die jeweiligen Besonderheiten der Orte, die unterschiedlichen Strategien der Akteur*innen beim Aufbau und Erhalt der Gemeinschaftsgärten, der Umgang mit Ressourcen und Rahmenbedingungen sowie die Ziele des gemeinschaftlichen Gärtnerns. Die Akteur*innen stellen ihre Projekte vor Ort vor und stehen für Fragen zur Verfügung.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für urbane Gärten interessieren und sich mit dem Gedanken beschäftigen, einen urbanen Garten aufzubauen oder Fragen zu dessen Weiterentwicklung haben. Teilnehmen können 20 Interessierte, es gibt eine Warteliste. Verbindliche Anmeldung mit Angabe des Gartenprojekts, eures Namens, einer Telefonnummer und einer E-Mail-Adresse bitte bis spätestens 20. Juni an info@urbane-gaerten-muenchen.de
Die erhobenen Daten sind zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich und werden für den Fall von Anschlussfragen zwölf Monate bei uns gespeichert.
Hinweise zu aktuellen Maßnahmen der Covid-19-Prävention erhaltet ihr kurz vor der Veranstaltung.
Haftungsbeschränkung
Der/die Teilnehmer*in erkennt den Haftungsausschluss des Veranstalters für Schäden jeglicher Art an. Er/sie/* verpflichtet sich, weder gegen den Veranstalter noch gegen Kooperationspartner Ansprüche wegen Schäden und Verletzungen jeglicher Art geltend zu machen, die ihm/ihr/* durch die Teilnahme an der Veranstaltung entstanden sind. Die Teilnahme an der Veranstaltung geschieht auf eigene Gefahr.
Fotos (c) Nachbarschaftsgarten Kirchen Ecke Seeriederstraße und WERKSviertel
Urbane Gärten München und das Münchner Umwelt-Zentrum im Ökologischen Bildungszentrum München (MUZ im ÖBZ) laden ein zur Gartenexkursion für urbane Gärtner*innen
am Sonntag, den 19. Juni 2022, von 14:30 bis 15:30 Uhr auf dem Freigelände des ÖBZ, Englschalkinger Str. 166, 81927 München
Als langjährige Gemeinschaftsgarten-Aktive berichten wir darüber, wie wir unsere Zusammenarbeit organsieren und unsere Projekte entwickeln.
Bei einem Rundgang durch die verschiedenen Themenbereiche entdecken wir gärtnerische Besonderheiten, beantworten Fragen und tauschen uns über unsere Erfahrungen als urbane Gärtner:innen aus.
Das ÖBZ-Sonntagscafé bietet selbst gebackene Kuchen und Getränke an und ab 16 Uhr spielt Gabriele O´grissek im Garten auf der Harfe.
Weitere Informationen bei Frauke Feuss (MUZ/ÖBZ): frauke.feuss@oebz.de
Der Gartenrundgang ist kostenfrei
Die Veranstaltung richtet sich an alle urbanen Gärtner*innen und Garteninteressierten. Teilnehmen können 20 Interessierte, es gibt eine Warteliste. Verbindliche Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse bitte bis spätestens 15. Juni an info@urbane-gaerten-muenchen.de
Die erhobenen Daten sind zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich und werden für den Fall von Anschlussfragen zwölf Monate bei uns gespeichert.
Es gelten die aktuellen Maßnahmen der Covid-19-Prävention.
Treffpunkt: vor dem Gartentor des Experiemtiergartens unter der Linde
am Freitag, den 20. Mai 2022 von 15 bis 18 Uhr im rosen_heim, ROSENHEIMER STRASSE 245
Fehlen Euch noch interessante Gemüsesorten? Andere haben sich zu stark vermehrt? Das ist die Gelegenheit, Pflänzchen zu verschenken und/oder zu tauschen. ALLE KÖNNEN MITTAUSCHEN!
Am Tag der Nachbarn kümmern sich die Gemeinschaftsgärtner*innen des rosen_heim uns auch um die Bienendamen. Nutze die Gelegenheit und bestaune die fleißigen Ramersdorfer Bienen beim Arbeiten.
ALLE KÖNNEN MITSTAUNEN!
Mit der Teilnahme am „Tag der Nachbarn“ stimmt Ihr einer Dokumentation in Text und Bild zu.
MEHR INFOS GIBT ES
in den Nachbarschaftstreffs der GEWOFAG Service GmbH und unter garten-rosen_heim@gewofag.de
Zum ersten Mal dual: im Kino und zuhause: 4. bis 15. Mai 2022 in den Münchner Kinos, 9. bis 22. Mai 2022 @home
Auch heuer präsentiert das Münchner DOK.fest unter seinen 124 Filme aus 55 Ländern wieder einige spannende Dokumentarfilme mit den Schwerpunkten Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Vom Kampf um das Recht auf eine saubere Umwelt bis zum Versuch, in einen sibirischen Park eiszeitliche Tiere anzusiedeln. Die Filme sind wie immer sehr sehenswert, einige davon werden zum ersten Mal in (deutschen) Kinos gezeigt. Und: Wer es nicht ins Kino schafft, kann sie zuhause anschauen.
„Es gibt ein kleines Land im Norden Europas, dessen Verfassung ein Recht auf saubere Umwelt verankert hat. Fridays for Future-Norwegen verklagt also die eigene Regierung, denn moralische Appelle und wissenschaftliche Erkenntnisse prallen seit Jahren auf Ignoranz. Wir begleiten beide Seiten, wie sie Gerichtstermine und Argumentationslinien vorbereiten: Ein Kampf zwischen Bürger.innen und Politik, um Umwelt und Wohlstand. Von der alles entscheidenden Urteilsverkündung hängt es ab, ob über Norwegen hinaus auch vor dem Europäischen Gerichtshof mit rechtlichen Mitteln etwas gegen den Klimawandel erreicht werden kann. Ein fesselndes Gerichtsdrama über Macht und Ohnmacht, Recht und Gerechtigkeit, Hoffnungen und Ängste sowie die Frage, ob wir die Welt noch retten können…“
Regie: Robert Schabus – Österreich 2022, 91 Min., OF: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch – UT: Englisch, UT der Onlineversion: Englisch/Deutsch (Internationale Premiere)
(c) DOK.fest München 2022 ALPENLAND
„‚Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler.‘ Von Goethes erhabener Alpenromantik ist heute nur noch auf den entlegensten Almen des Kärnter Mölltals etwas zu spüren. Längst fungieren prominente Ortsnamen wie Méribel oder Garmisch-Partenkirchen als Synonyme für Anlageoption, Zweitwohnsitz oder Umweltzerstörung – Hauptsache, der Skizirkus brummt. In Zermatt heuert man für die massive künstliche Beschneiung 3000 portugiesische Hilfsarbeiter an, während die Einheimischen keine Wohnungen finden. Und in Kaprun werden gewaltige Hightech-Indoor-Skipisten eröffnet, die Naturschützern Tränen in die Augen treiben. Robert Schabus‘ tableauartig arrangierte und multiperspektivisch erzählte Alpenreflexion ist ebenso vielschichtig wie empörend.“
Regie: Alex Pritz – Brasilien, Dänemark, USA 2022, 86 Min., OF: Portugiesisch – UT: Englisch (Deutschlandpremiere)
(c)DOK.fest München 2022 THE TERRITORY
„Die letzten 180 Angehörigen der Uru-eu-wau-wau leben zurückgezogen auf ihrem Territorium im brasilianischen Regenwald. Ihr Anführer im Kampf gegen den Landraub und die illegalen Brandrodungen ist der erst 18-jährige Bitaté. Mit Jagdbogen und Drohnenkameras wehren sie sich gegen die Siedler und Bauern, die selbst vor Gewalt nicht zurückschrecken. Aufgrund der Covid-Pandemie mussten sich die Uru-eu-wau-wau tief im Dschungel isolieren. Alex Pritz hat sie mit Kameras ausgestattet und online filmisch geschult. THE TERRITORY ist so ein kollaboratives Projekt geworden, das aus Perspektive der isolierten Gemeinschaft ihren Alltag sowie den Kampf gegen den Landraub dokumentiert. Ein ästhetisch außergewöhnlicher, ebenso intimer wie fesselnder Umwelt-Thriller.“
Regie: Klaus Stern, Frank Marten Pfeiffer – Deutschland 2022, 86 Min., OF: Deutsch, Englisch (Weltpremiere)
(c) DOK.fest München 2022 DIE AUTOBAHN – KAMPF UM DIE A 49
„Die A 49 durch den Dannenröder Forst in Nordhessen steht beispielhaft für viele unsinnige Autobahnprojekte in Deutschland, bei denen nicht nur die Kosten explodieren, sondern auch trotz Alternativen intakte Naturlandschaften unwiderruflich zerstört werden. Die Bilder vom engagierten Kampf der Waldbesetzer.innen gegen die Autobahn durch den Jahrhunderte alten Mischwald gingen durch alle Medien. Wie kaum ein anderes Projekt spaltet der Ausbau der A 49 die Gesellschaft – Klaus Stern und Frank Marten Pfeiffer lassen auch die andere Seite zu Wort kommen und zeigen, dass es keine einfachen Antworten gibt. Doch nun sind die letzten Urteile gefällt und die Polizei plant die Räumungen. Am Ende werden Tränen fließen, denn nicht alles, was verhindert werden sollte, kann auf Dauer verhindert werden.“
Regie: Luke Griswold-Tergis – USA 2022, 101 Min., OF: Russisch, Englisch – UT: Englisch (Deutschlandpremiere)
(c) DOK.fest München 2022 PLEISTOCENE PARK
„Hand auf‘s Herz: Wann haben Sie das letzte mal ein Yak gekauft? Sergey Zimov kennt sich damit bestens aus: Sein ebenso verwegener, wie einsamer Kampf gegen den Klimawandel setzt auf Yaks, Bisons, Elche. Die sollen das nördliche Sibirien wieder so bevölkern wie vor der Eiszeit. Als Forscher hat Zimov vor 15 Jahren den Artikel publiziert, der die damalige wissenschaftliche Welt erschütterte: Der Permafrost enthält doppelt so viel CO2 wie die gesamte Atmosphäre. Und der Permafrost schmilzt. Also setzt er alles in Bewegung, um seinen Plan zu realisieren. Sponsoren? Forschungsgelder? Genehmigungen gar? Alles Fehlanzeige! PLEISTOCENE PARK ist ein wilder Ritt zurück zur Natur, mit hinreißenden Protagonist.innen und haarsträubenden Wendungen.“