Vierfelder-Rotations-Mischkultur im StadtAcker

Anbauplanung für Gemeinschaftsgärten mit der „Vierfelder-Rotations-Mischkultur“

Termin: 29.01.2026, 19:00-20:30 Uhr – online

Referentin: Ruth Mahla, Dipl.-Geografin und Bodenkundlerin

Anmeldung bitte bis zum 28.01.2026 über dieses Formular.

Mehr Infos über das Webinar hier

Liebe Gemeinschaftsgärtner*innen,

die Prinzipien der traditionellen Vierfelderwirtschaft eignen sich gut, um die Praxis des biologischen Gemüseanbaus zu vermitteln und Neueinsteiger*innen einen Soforteinstieg in nachhaltiges Gärtnern zu ermöglichen. Der Grundgedanke ist einfach: Eine Fläche wird in vier gleich große Beete eingeteilt. Auf drei davon werden Gemüsearten mit unterschiedlich starken Nährstoffansprüchen angebaut. Auf dem vierten Beet wächst Gründüngung oder das, was von alleine aufkeimt. Der Boden kann sich ausruhen und neue Nährstoffe speichern. Jährlich rotieren die Nutzungen um ein Feld weiter. Die Gärtner*innen können in Kleingruppen auf „ihrem“ Beet den Wechsel der Kulturen mitgestalten und miterleben. Jedes vierte Jahr setzt eine Gruppe mit dem Ackern aus und erlebt die aufkeimende Artenvielfalt in ihrem Beet. Diese Methode verhindert, dass der Boden ausgelaugt wird und für gute Ernteerträge immer mehr gedüngt werden muss. Mit etwas Praxis gelingt es, den fruchtbaren Humus im Beet zu vermehren.

Inhalte des Webinars

  • Was macht einen gesunden, lebendigen Boden aus?
  • Die Pflanze, ihr Boden und gute Nachbarschaft im Beet
  • Das Brachejahr: Erholung für den Boden und die Artenvielfalt
  • Praxisbeispiel: Wie richtet man eine gelungene Rotation ein?
  • Learning by doing: Einfache Grundregeln beachten – Gestaltungsfreiheit gewinnen
Vierfelder-Rotations-Mischkultur im StadtAcker
Vierfelder-Rotations-Mischkultur im StadtAcker

Auf der Website des Ackermannbogen e.V. findet ihr auch das Video „Garteln für eine andere Welt“, wo ab Minute 5 die „Vierfelder-Rotations-Mischkultur“ erklärt wird, die wir sie im StadtAcker realisiert haben.

Wir freuen uns auf euch!

Gudrun Walesch und Ruth Mahla


Text: Gudrun Walesch und Ruth Mahla; Grafik: Ruth Mahla, Video: Ökoprojekt Mobilspiel;

WERTSchöpferei e.V.: Neue Gärten für ein neues Quartier

Logo WertSchöpferei e.V.

Website: https://wertschoepferei.org/

DIE VISION: „Die Stadt der Zukunft muss geprägt sein durch sinnvolles Wirtschaften und Leben. Freiham ist ein Ort des Aufbruchs und genau jetzt ist der Moment, hier zukunftsfähige gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen aufzubauen! Zukünftige Krisen und Belastungen können nur durch nachhaltiges Handeln und eine gemeinschaftsgetragene Grundversorgung gemeistert werden. Nur wenn wir gemeinsam anpacken, kann die Vision Realität werden.“

DAS ZIEL des Vereins ist es unter anderem, die lokale Lebensmittelerzeugung in Freiham zu fördern und mit dem Gemüseanbau in den Gärten direkt dazu beizutragen.

Die Grundversorgung im Quartier soll von Anfang an sozial-ökologisch und enkeltauglich gestaltet werden. Vielfältige Angebote von Bildungsaktionen, Events und Feiern, bis zum gemeinsamen Biogärtnern machen das neue Quartier zur lebendigen und lebenswerten Gemeinschaft für alle.

Das Gartenprojekt WERTFeld bietet für Vereinsmitglieder sowohl eigene Parzellen zum individuellen Gärtnern, als auch einen liebevoll gestalteten Gemeinschaftsgarten an. Dieser ist auch Ausgangspunkt für viele Veranstaltungen und Bildungsangebote, die für alle Interessierte offenstehen. Zum UGM-Gartenporträt .

Aktuell sucht die WertSchöpferei noch neue Mitgestalter*innen und Mitgärtner*innen. Meldet euch für die Saison 2026 an!


Bilder und Grafik: WertSchöpferei

Freiham biodivers: Einladung zur winterlichen Gartentour

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Termin: 14. Dezember 2025, 10:00 – 12:30 Uhr;

Treffpunkt: 10:00 im Freiluftgarten Freiham; keine Anmeldung erforderlich

Engagierte Gartenkoordinator*innen und Anwohner*innen führen uns durch die Gemeinschaftsgärten und Biodiversitätsprojekte im Freihamer Neubaugebiet mit anschließendem Weihnachtspunsch in einem Nachbarschaftstreff.

Unser Programm

  • Treffpunkt Freiluftgarten, Ankommen und Begrüßung, Vorstellung Freiluftgarten
  • Spaziergang zum WERTfeld, Vorstelllung Wertschöpferei e.V.
  • Spaziergang zur Wogeno, Vorstellung Bewohner*innen-Garten und Biodiversitätsflächen
  • Ausklang mit Punsch im genossenschaftlichen Ute-Community-Space der Wogeno

Bei unserer Tour durchs Quartier betrachten wir die ganz eigene Ästhetik, die die Winterruhe in den Gärten mit sich bringt: Viele Arten bilden Stängel und Samenstände aus, die den Vögeln Nahrung und der Insektenwelt Unterschlupf bieten. Wir wollen uns über eine Art des naturnahen Gärtnerns austauschen, die die Förderung der biologischen Vielfalt mit dem Anspruch an Schönheit verbindet. Denn die Akzeptanz von etwas mehr Wildwuchs und Biodiversität im Viertel hängt einerseits von Information über die Zusammenhänge, aber auch von einer gewissen „Ordnung im Chaos“ ab.


Bitte warm anziehen – wir verbringen ca. 90 Minuten draussen


Fotos: Annika Cristof-Ansarian, Ruth Mahla

Frühblüher – Pflanzaktionen in den urbanen Gärten

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Diesen November fanden mehrere Workshops und Pflanzaktionen von Frühlings-Geophyten in urbanen Gärten in München und Haar statt. Pünktlich zum ersten Frost sind nun die Zwiebeln und Rhizome unter die Erde gekommen und wir freuen uns jetzt schon auf die erste Blütenpracht im nächsten Frühjahr im Generationengarten im Petuelpark, im Garten der Vielfalt der IG-Feuerwache, im Freiluftgarten Freiham und im Gemeinschaftsgarten „Haar zum Anbeißen“.

Im Rahmen des Gartenpädagogik-Workshops werden wir auch im Stadtacker am Ackermannbogen noch einen Pflanzworkshop anleiten. Es sind noch Plätze frei: Bitte jetzt unter info@urbane-gaerten-muenchen.de anmelden.

Durch den“BioDivHubs-UGM-Link“ hat das BioDivHubs-Projekt in Zusammenarbeit mit Urbane Gärten München auch die Möglichkeit, außerhalb der 4 Modellquartiere und den 15 Studiengärten der TUM, in den nicht direkt am BioDivHubs-Projekt beteiligten urbanen Gärten – Maßnahmen durchzuführen, die die Biologische Vielfalt unterstützen. So konnten wir dieses Jahr alle zusammen auch schon im neuen Gemeinschaftsgarten Kosmos unter Null viele Wildstauden pflanzen und mehrere Gartenprojekte, die mehr für Biodiversität in den Gärten und in ihren Quartieren tun wollen, beraten. Wer nächstes Jahr Workshops für mehr Biodiversität in einem urbanen Garten kostenlos buchen möchte, meldet sich bitte bei: info@urbane-gaerten-muenchen.de

Um euch zu inspirieren, selbst kleine Pflanz-Workshops in euren Gärten durchzuführen, haben wir für euch bunte Pflanzkarten mit einigen insektenfreundlichen Wildarten angefertigt. Bitte bedenkt beim Kauf nächstes Jahr, schon früh zu bestellen. Es ist wichtig, Wildarten oder ihre Varietäten, möglichst in Bioqualität zu kaufen. Damit unterstützt ihr nachhaltige Biogärtnerein und schließt aus, dass der Pollen, die erste Nahrung für viele einheimische Bestäuber, darunter auch seltene Wildbienenarten, durch systemische Ackergifte kontaminiert ist.

Diese Qualitätszwiebeln sind meist schon im Sommer ausverkauft. Vorallem die gebietseigenen Wildarten sind in den bayerischen Biogärtnereien oft nicht mehr zu bekommen, wenn man zu spät bestellt.

Wer sich genauer über die Frühlingsgeophyten und die Pflanzaktionen im ÖBZ informieren möchte, kann dazu die Artikel auf unseren Websites lesen : Infos zu den Frühlingsgeophyten hier, Pflanzaktion „Gemeinsames Pflanzen für mehr Artenvielfalt“ im Ökologischem Bildungszentrum (ÖBZ): hier. Umfassende Informationen über noch viel mehr insektenfreundliche Frühblüher findet ihr auf NaturaDB.


Bilder: Lukas Gschnitzner, Ruth Mahla; Text und Grafik: Ruth Mahla

Kompostier(ch)en

„Was Gold und Drachen im Garten machen“

Dieses Jahr war das Team der beliebten Kindersendung „Pia und die wilde Natur“ in Naturgärten im bayrischem Voralpenland und in München unterwegs und hat u.a. auch Station im StadtAcker am Ackermannbogen gemacht.

Der 1000 Quadratmeter große urbane Anwohner*innengarten wird vom Verein Ackermannbogen e.V. – Bereich StadtNatur und vielen engagierten Gärtner*innen betrieben und ist außerdem eine der vier Modellgärten im BioDivHubs-Projekt. Zum Gartenporträt

Ruth Mahla vom Projekt „Urbane Gärten München“, und privat auch Mitgärtnerin im StadtAcker, ist von der Produktion von „Pia und die wilde Natur“ eingeladen worden, das Geheimnis um den Komposthaufen zu lüften und Pia bei ihrer Aufgabe – wie aus ihrem Apfelbutzen Gold wird – zu helfen.

Wir finden, dass es eine wunderschöne Sendung über Natur im Garten geworden ist und freuen uns, dass wir die Folge verlinken dürfen – Danke an Pia, das Kamera-Team und die Producerin Katharina:


Text und Bilder: Ruth Mahla