Archiv der Kategorie: Allgemein

Parkplätze zu Parks!

Ein neues Projekt zu Gunsten eines lebenswerten Parkraums in der Stadt.

  • Wer steckt dahinter: IFUB* – ein innovatives, junges Münchner Architekturbüro, das über den Tellerrand hinausschaut 
  • Was ist die Idee: Gestaltung von Parkraumflächen mal anders
  • Wer kann mitmachen: alle, die der Meinung sind, mehr Frei-/ Nutzfläche zur Erhöhung der Lebensqualität zu gestalten
  • Was ist zu tun: Kauf, Schenkung o.ä. eines verkehrstüchtigen Pickups / einer Ape und freie kreative Gestaltung der Ladefläche – die Ideen sind frei
  • Was ist zu investieren: der Pickup, den vielleicht jemand sogar günstig abzugeben hat, Materialien für den Um-/Ausbau der Ladefläche, etwas Zeit und kreatives, handwerkliches Geschick sowie ein Parkticket von 30 € pro Jahr (in München)
  • Was bringt’s: Freude was Eigenes zu gestalten, Zeit mit Freunden, Nachhaltige Nutzung von ausrangierten Fahrzeugen, Freifläche wie eine Gartenlaube, Kräuter, Blumen o.ä. vor der eigenen Tür – Erholungswert in Mitten der dicht bebauten Stadt und definitiv was neues

Wie wollen Sie Ihre Stadt gestalten? Mehr dazu finden Sie unter ParkdeinPark.

Mit dem Radl zum Garten – aber sicher!

Radentscheid München fordert Vorrang für Radverkehr und Altstadt-Radlring

Am 28. März präsentierte das Bündnis “Radentscheid München” zwei Bürgerbegehren, um die angespannte Verkehrssituation in der Landeshauptstadt zu entlasten und die Sicherheit der Radelnden entscheidend zu erhöhen. In einem grundsätzlichen Begehren fordert das Bündnis eine attraktive, leistungsfähige und sichere Radverkehrsinfrastruktur. Ein zweites Bürgerbegehren soll einen Altstadt-Radlring ermöglichen.

Sichere und breite Radwege, ein Rad-Vorrangnetz in der ganzen Stadt, übersichtliche Kreuzungen und Einmündungen und Radabstellplätze sind die Kernforderungen des Bündnis “Radentscheid München”. Der Trägerkreis aus ADFC, Bündnis 90/Die Grünen, Bund Naturschutz, Die Linke, Green City und ÖDP hat die Unterstützung eines breiten Bündnisses von 40 Partner*innen und rund 1.000 ehrenamtlichen Radlbotschafter*innen. Neben den Bündnispartner*innen konnten auch beispielsweise Radläden, Bäckereien und Arztpraxen als Unterstützer und Sammelstellen für Unterschriften gewonnen werden.

Sonja Haider, Sprecherin des Bündnisses: “Wir wollen gute und sichere Radwege. Das heißt, dass es an Straßen mit vielen Kraftfahrzeugen oder Geschwindigkeiten über 30 Stundenkilometern baulich geschützte Radwege geben muss. Die sollen mindestens 2,30 Meter pro Fahrtrichtung breit sein und seitliche Sicherheitsabstände haben. Eine einheitliche Farbe für die Radwege muss signalisieren: Hier ist ein Radweg! Die Radwege müssen so gebaut sein, dass sie nicht als Parkplätze für Autos missbraucht werden können.”

Gudrun Lux, Sprecherin des Radentscheids: “Wir wollen Vorfahrt fürs Rad und zwar auf Rad-Vorrangrouten, die alle Stadtbezirke verbinden. Nur wenn alle wichtigen Orte des öffentlichen Lebens – seien es Universitäten und Schulen, der Hauptbahnhof oder Museen und Konzerthallen – gut mit dem Fahrrad erreichbar sind, steigen Menschen auf diese umweltfreundliche und platzsparende Mobilität um. Das flächendeckende und zusammenhängende Netz von breiten, komfortablen Radrouten macht nicht nur rasches und bequemes Fahren möglich, sondern auch das Radeln für viele – denn wir sehen ja jetzt, dass eine Menge Radwege zu Stoßzeiten vollkommen überlastet sind.”

Andreas Groh, Sprecher des Bündnisses: “Wir wollen Unfallschwerpunkte entschärfen. Daher müssen Kreuzungen, Einmündungen und Einfahrten baulich so gestaltet sein, dass freie Sichtbeziehungen für und auf den Radverkehr gegeben sind und Kraftfahrzeuge möglichst nur langsam abbiegen können. So wird Radeln sicherer!”

Andreas Schuster, Sprecher des Radentscheids: “Fahrräder werden immer hochwertiger und brauchen daher auch gute Abstellmöglichkeiten, an denen Fahrräder stabil angeschlossen werden können. Hier hat die Landeshauptstadt deutlichen Nachholbedarf. Parkplätze braucht es auch für Lastenräder und Kinderanhänger. Wir wollen an allen wichtigen Punkten des öffentlichen Lebens und an Knotenpunkten des öffentlichen Personennahverkehrs endlich Abstellanlagen, die vor Diebstahl, Vandalismus und Witterung schützen.”

In einem zweiten Bürgerbegehren fordert das Bündnis “Radentscheid München” einen sicheren, eigenständigen und durchgängigen Altstadt-Radlring. “Die heutigen Radwege entlang des Altstadtrings sind weder sicher noch komfortabel nutzbar und größtenteils unterdimensioniert. An der Blumenstraße, Brienner Straße und Frauenstraße fehlen sie teilweise sogar ganz”, konstatiert das Bündnis im Begründungstext. Der Altstadt-Radlring hingegen erzeugt mehr Sicherheit für Radfahrende. Insbesondere Kinder, Senioren*innen und unsichere Radler*innen werden geschützt. Der Radverkehr kann gebündelt und somit die Straßen innerhalb der Altstadt entlastet werden.

Als Radbotschafter*innen registrieren können sich alle Interessierten weiterhin auf der Internetseite des Radentscheids unter www.radentscheid-muenchen.de.

So funktionieren die Bürgerentscheide zur Fahrradinfrastruktur und dem Altstadt-Radlring:

Damit die Münchner Bürger*innen über eine bessere Radinfrastruktur und den Altstadt-Radlring abstimmen können, müssen in beiden Bürgerbegehren etwa 33.000 Unterschriften gesammelt werden. Volljährige Deutsche und EU-Bürger*innen mit Hauptwohnsitz in München können unterschreiben. Sind ausreichend Unterschriften gesammelt, werden die Bürgerbegehren bei der Landeshauptstadt München eingereicht: Dort werden die Unterschriften auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft. Der Stadtrat entscheidet binnen Monatsfrist über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens und legt den Tag der Durchführung des Bürgerentscheids fest, der Termin muss auf einen Sonntag binnen drei Monaten nach der Beschlussfassung fallen. Der Stadtrat kann der Bürgerschaft dazu auch einen die gleiche Thematik behandelnden, konkurrierenden Vorschlag vorlegen. Bei einer Ablehnung kann Klage erhoben werden. Eine weitere Möglichkeit ist, der Stadtrat übernimmt das Begehren, dann entfällt der Bürgerentscheid. Der Bürgerentscheid wird dann rechtskräftig, wenn ein gesetzlich vorgegebenes Quorum erfüllt ist, das heißt, wenn über die Hälfte der Abstimmenden den Entscheid unterstützt und dies mindestens zehn Prozent der Münchner Stimmberechtigten darstellt.

Über das Bündnis Radentscheid München

Der Lenkungskreis des Bündnisses Ratsentscheid München besteht aus ADFC München, Bund Naturschutz München, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN München, DIE LINKE München, Green City e.V., ÖDP München. Darüber hinaus gehören dem Bündnis zahlreiche Organisationen, Unterstützer und Privatpersonen an. Mit seinen beiden Bürgerbegehren “Radentscheid München” und “Altstadt-Radlring” fordert das Bündnis eine bessere Radinfrastruktur für die Landeshauptstadt, damit mehr Sicherheit für Radfahrende entsteht und stressfreies und bequemes Radfahren ermöglicht wird.

Mehr Informationen: www.radentscheidmuenchen.de

16. Truderinger Zukunftsgespräch zum Thema „Lebensmittelverschwendung“

Am Montag, den 1. April von 19:30 bis 22:00 Uhr lädt die Initiative „Trudering im Wandel“ zu einer Diskussionveranstaltung im Truderinger Kulturzentrum ein:

Wie kann es sein, dass in Deutschland pro Sekunde etwa  570 Kilogramm genießbare Lebensmittel im Müll landen? Teils auf dem Acker, bei der Verarbeitung und in der Gastronomie, im Handel und letztlich bei den Verbraucher*innen findet eine unvorstellbare Verschwendung von Nahrung und somit wertvoller Ressourcen und Energie statt.

Seitdem die Vereinten Nationen im Jahr 2015 die 17 Nachhaltigkeitsziele verabschiedet haben, sind alle beteiligten Staaten in der Verpflichtung, die Ziele der Agenda 2030 umzusetzen. Hierzu gehört der Kampf gegen Hunger gleichermaßen wie der Schutz von Ressourcen und eine nachhaltige Landnutzung. Ein wichtiges Thema ist die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung weltweit. Bisher setzt der Gesetzgeber hierzulande allein auf freiwillige Maßnahmen und startet stattdessen immer wieder Kampagnen, etwa www.zugutfuerdietonne.de oder www.lebensmittelwertschaetzen.de, die die Verbraucher*innen leider nicht in gewünschtem Maß erreichen.

Doch viele Menschen setzen sich gegen diesen Wegwerf-Wahnsinn zur Wehr und haben funktionierende Strategien entwickelt. „Trudering im Wandel“ stellt Initiativen und Akteure vor, die sich für einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln einsetzen und der Vergeudung den Kampf ansagen.

Ort: Kulturzentrum Trudering, Wasserburger Landstraße 32

Die Referent*innen berichten von Projekten und Strategien gegen Lebensmittelverluste:

  • Bernadette Lex, Bio-Landwirtin
    erklärt, warum auf dem familiengeführten Biohof Lex in der Nähe von Erding keine Lebensmittel verschwendet werden. Sie ist überdies Lieferantin vieler Produkte des Markttreffs „Tante Trude“, der zweimal im Monat im Stadtteilladen Trudering stattfindet.
  • Günes Seyfarth, Unternehmerin, Gründerin und Vorstand von Foodsharing München
    rettet seit über fünf Jahren selbst Lebensmittel, setzt sich für Aufklärung ein und gibt Einblicke in die Tätigkeit einer Foodsaverin.
  • Robin Hertscheck, EDEKA-Filialleiter in Neubiberg
    gibt Lebensmittel mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum kostenlos ab, statt sie wegzuwerfen. Damit setzt er ein Zeichen gegen die gängige Praxis im Handel.
  • Gisela Horlemann, Leiterin der Abteilung Ernährung beim VerbraucherService Bayern
    initiiert zum Thema „Lebensmittel zu schade für den Müll“ Vorträge, Aktionen und Bildungsangebote. Sie war Mitglied im Lenkungskreis zur Gründung des Münchner Ernährungsrates.
  • Kati Landsiedel
    arbeitet als Naturpädagogin und berichtet über ihre Erfahrungen beim „Containern“, also dem Entwenden von entsorgten Lebensmitteln aus Supermarkt-Mülltonnen.

Moderation: Julia Post

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Veranstalter: Trudering im Wandel, Bürgerzentrum Trudering e.V., www.truderingimwandel.de

Neue Chance: Boden begreifen

Wer im letzten Herbst den Workshop mit Daniel Diehl von Slow Food verpasst hat, den die Stiftungsinitiative Urbane Gärten München in Kooperation mit dem BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung angeboten hat, erhält am Sonntag, den 31. März eine neue Chance.

Unter dem Titel „(Ein-)Blick in die Erde – Boden begreifen“ bietet das Ökologische Bildungszentrum einen Workshop mit Daniel Diehl für alle interessierten urbanen Gärtner*innen an, die unsere Lebensgrundlage neu kennen- und schätzenlernen wollen.

Das Seminar ist sehr lohnenswert, es sind noch wenige Plätze frei. Anmelden! Weitere Informationen finden Sie hier.

Münchner Ernährungswende jetzt!

Auftaktveranstaltung des Münchner Ernährungsrats

Der Ernährungsrat München lädt alle Interessierten ein, gemeinsam konkrete Schritte zu erarbeiten, um der Vision näher zu kommen, ein resilientes, gerechtes und gemeinwohlorientiertes Ernährungssystem in München und seinem Umland zu etablieren und regionale Wertschöpfungskreisläufe wieder zu schließen.
Das große Ziel des Ernährungsrats ist: Gutes Essen für alle!
Es braucht ein starkes Bündnis aus allen Bereichen der Gesellschaft, um die ökologischen und sozialen Herausforderungen, die uns bevorstehen, zu bewältigen. Dafür tritt der Ernährungsrat ein und hofft dabei auf aktive Mitwirkung und Teilhabe der Zivilbevölkerung.
Zum Ersten Münchner „Local Food Summit“ sind Schüler*innen, Student*innen, Vertreter*innen von Verbänden, Handwerk, Handel, Gastronomie, Politik, Forschung und alle an der Münchner Ernährungswende Interessierten eingeladen.

Am Mittwoch, den 13. März 2019, von 18 bis 20.30 Uhr
im Alten Rathaussaal, München

Programm

18:00 Begrüßung

  • Vorstand des Münchner Ernährungsrats
  • Stephanie Jacobs / Umweltreferentin, Referat für Gesundheit und Umwelt

18:15 Impulsvorträge „Ernährungswende jetzt“

  • Münchner Kindl
  • Karl Ludwig Schweisfurth / Gründer der Hermannsdorfer Landwerkstätten
  • Sepp Braun / Bio-Bauer, Innovator für fruchtbare Böden
  • Dr. Ursula Hudson / Vorsitzende von Slow Food, Deutschland e.V.
  • Prof. Dr. Markus Vogt / Lehrstuhlinhaber für Christliche Sozialethik, München

18:40 Künstlerisches Intermezzo

Ecco Meineke / Kabarettist


18:50 Keynote

Valentin Thurn / Dokumentarfilmer, Journalist, Autor

Gutes Essen für alle: Ernährungssouveränität für München und Umland


19:10 Vorstellung des Münchner Ernährungsrat

Der Münchner Ernährungsrat – Wir sind viele!


19:30 Videobotschaften

  • Felix Prinz zu Löwenstein, Agrarwissenschaftler und Landwirt
  • Dr. Wilfried Bommert, Institut für Welternährung
  • Christian Felber, Gemeinwohl-Ökonomie
  • Ernährungsräte Berlin und Freiburg und weitere

19:40 Kulinarischer Auftakt

Melden Sie sich bitte bis 4.3.2019 mit diesem Anmeldeformular an unter email hidden; JavaScript is required