Archiv der Kategorie: Vortrag

Urbane Gärten als Lebensräume für Wildbienen

Das EineWeltHaus und die Deutsche Wildtier Stiftung laden ein zu
Film, Vortrag und Diskussion rund um das Thema Wildbienen in urbanen Gärten
am 15. Juli, von 20 bis 22:30 Uhr
im EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, 80336 München (Terrasse/ bei Regen im Haus)

In Zusammenarbeit mit und gefördert von der Deutschen Wildtier Stiftung ist ein spannendes Wildbienenprojekt am EineWeltHaus entstanden. Nachdem die ersten Nisthilfen erfolgreich bezogen wurden, ist es Zeit, dieses schöne kooperative Projekt vorzustellen und zu feiern:

Wildbiene im Anflug auf die neue Nisthilfe auf der Terrasse des EineWeltHaus

Rund 590 Wildbienenarten gibt es in Deutschland.
Doch die meisten Leute kennen nur die Honigbiene, die als Haustier von Imker*innen gehalten wird. An diesem Abend machen wir die Bühne frei für die Wildbienen!
Der Schwerpunkt liegt auf dem Thema „Wildbienen in urbanen Gärten“. Nach drei Kurzvorträgen zeigen wir die wunderbare Wildbienendoku „Biene Majas wilde Schwestern“ des bekannten Naturfilmers Jan Haft.

Programm
19.30 Uhr
: Einlass
20.00 Uhr: Begrüßung
Anschließend drei Kurzvorträge:

  • „München floriert!“ – das Wildbienenprojekt der Deutschen Wildtier Stiftung in München, Referentin: Kristin Böhm, Deutsche Wildtier Stiftung
  • „Urbane Gärten – Kontaktzonen der (Bio-)Diversität“, Referentin: Manuela Barth, Urbane Gärten München
  • „Bestäuber, Bestäubung und Bürgerwissenschaft in Gemeinschaftsgärten in München“, Referentin: Prof. Dr. Monika Egerer, TU München

Nach jedem Vortrag gibt es die Gelegenheit Fragen zu stellen.

Pause

21.30 Uhr: Film „Biene Majas wilde Schwestern“

22.15 Uhr: Diskussion

Moderation: Caren Rehm, EineWeltHaus München

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung per Mail an email hidden; JavaScript is required mit Namen und Email-Adresse wird gebeten.

Fotos: EineWeltHaus

Balkon- und Fensterbrettgärten: online-Vorträge des Ernährungsrats Freiburg

Der Ernährungsrat Freiburg & Region e.V. ist – ähnlich wie der Münchner Ernährungsrat e.V. – ein Forum, in dem sich alle relevanten Akteur*innen des Ernährungssystems von Landwirtschaft, Gastronomie, Verwaltung bis zu den Bürger*innen zusammentun um lokale, nachhaltige Ernährung zu fördern.

Zu den Themen Balkongärtnern und Gärtnern am Fensterbrett bietet er demnächst zwei spannende kostenlose online-Vorträge an, die wertvolles Wissen zur Selbstversorgung in kleinem Maßstab vermitteln.

Am 8. April 2021, 17 – 18 Uhr: Online-Vortrag „Gärtnern am Fensterbrett“

Gärtnern auf der Fensterbank leicht gemacht – indoor und outdoor: Wie das geht, zeigt uns die Buchautorin von „Bio-Gärtnern am Fensterbrett“ Birgit Lahner in diesem Vortrag: kreative Ideen für den Anbau auf kleinster Fläche. Teekräuter, Mini-Gemüse, Sprossen oder Erdbeeren zum Naschen – sehr viele Arten gedeihen auf dem Fensterbrett prächtig!

Gemüse und kurzlebige Kräuter
Ansaat
Pflanzungen im Mai von Mini-Gemüsesorten
Herbstaussaat
Mehrjährige Kräuter
Erdbeeren
Vorkultur von Jungpflanzen
Essbare Zimmerpflanzen
Keimsaaten

Anmeldung hier.

Am 20. April 2021, 18 – 19 Uhr: Onlinevortrag Balkongärtnern

Wie starte ich einen Balkongarten, was muss ich beachten? Andrea Heistinger, Autorin des „Handbuch Bio-Balkongarten“ führt ein in die Grundlagen der Balkongärtnerei: Was mit einfachen Mitteln auf kleinem Raum alles so möglich ist, um Gemüse und Kräuter selbst anzubauen. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Anmeldung hier.

Urbane Gärten „münchnern mit“

Im Rahmen der Veranstaltung „Urbanes München – Ideen für dein Quartier“ der Jahresausstellung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung stellen sich auch urbangärtenerische Initiativen vor.

Am 13. Februar um 19 Uhr
in der Rathausgalerie München, Marienplatz 8, 80331 München

In 60 Minuten stellen kreative Köpfe aus München und anderen Städten ihre Projekte und Ideen für ein lebendiges Quartier vor. Am Ende des Abends sind Sie an der Reihe: Welches Projekt können Sie sich für Ihr Quartier vorstellen?

Das sind die Projekte:
Shquared: Das Münchner Unternehmen Shquared ist eine Plattform für Parallelnutzung. Das Team bring Raumeigentümerinnen und -eigentümer mit Parallelnutzerinnen und -nutzern zusammen.
Salz&Suppe: In Stuttgart wird eine neue Form der Bürgerbeteiligung erprobt. An heimischen Esstischen wurde ein stadtweiter Dialog über die Entwicklung der Stadt geführt – und das über soziale, kulturelle und räumliche Grenzen hinaus.
Piazza Zenetti: Parkplätze wurden im Sommer 2019 zu einem bunten Nachbarschaftstreffpunkt mit Programmangebot. An einer Mobilitätsstation konnten verschiedene Sharing-Angebote getestet werden.
StadtAcker: Statt Einzelparzellen ist ein Gemeinschaftsgarten mitten in München entstanden. Die Beete werden nach verschiedenen Themengruppen bestellt. Dabei wird Gemeinschaft, Austausch und Geselligkeit groß geschrieben.
Niantic: Wie kann man auf Stadtraum neugierig machen? Niantic organisiert immer wieder Veranstaltungen, bei denen Technologie genutzt werden, um die physische Welt neu zu entdecken. Die Welt „da draußen“ wird zum Spiel, sodass Nutzerinnen und Nutzer neue Orte in ihrer Stadt entdecken.

Die Veranstaltung ist Teil der Jahresausstellung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung, Digitalisierung, Mobilität, Klimawandel, sozialer Zusammenhalt. Unter dem Titel „#mitmünchnern – Jetzt ist Zukunft“ zeigt die Ausstellung Strategien, Planungen und Projekte für die kommenden Jahrzehnte. Diese ist von 10. Januar bis 5. März 2020 in der Rathausgalerie am Marienplatz 8 täglich von 11 bis 19 Uhr zu sehen. Begleitend zur Ausstellung finden Diskussionsveranstaltungen, Führungen und Stadtspaziergänge statt. Der Eintritt und das Programm sind kostenlos.

Weitere Infos zur Ausstellung und zum Programm unter muenchen.de/mitmuenchnern.

Bild (c) StadtAcker am Ackermannbogen

Vortrag: Das Sterben der anderen – Wie wir die biologische Vielfalt noch retten können

von Dr. Tanja Busse, Journalistin, Mitglied der Kommission Landwirtschaft am Umweltbundesamt und Kuratorin der Schweisfurth-Stiftung

am Donnerstag, den 12. Dezember 2019, 19:00 Uhr
im münchner zukunftssalon oekom e.V., Waltherstr. 29. Rgb., 2. Stock, 80337 München, U-Bahn Goetheplatz

Naturschützer schlagen Alarm: Sie haben beobachtet, dass die Zahl der Insekten in den letzten 27 Jahren um 75 Prozent abgenommen hat. Nicht nur die Bienen sind in Gefahr, sondern viele andere Insekten, die vor wenigen Jahren noch als weit verbreitet galten. Und mit den Insekten sterben die Vögel. 

In den letzten Jahrzehnten sind vor allem die Spezialisten verschwunden sind, also Arten, die besondere Lebensräume brauchen, Störche etwa oder Kiebitze. Inzwischen aber passiert etwas Neues, etwas sehr Unheimliches: Allerweltsarten wie Feldlerchen, Schwalben und Spatzen verschwinden und ebenso Insekten, die es früher massenhaft gab. Feldgrashüpfer zum Beispiel oder Laufkäfer. 

Tanja Busse: „Vor zwei Jahren habe ich mich aufgemacht, um Heuschrecken und Wildbienen zu suchen. Ich wollte verstehen, warum sie verschwinden, doch je mehr ich erfahren habe, desto mehr habe ich verstanden, dass wir selbst etwas zu nah am Abgrund stehen. Wir erleben gerade ein Massenaussterben wie zuletzt vor 66 Millionen Jahren, und die Wissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel die Biodiversitätskrise noch verstärken wird. 

Das alles läuft auf finstere Zeiten hinaus. Und unsere politischen Systeme schaffen es nicht annähernd, so umfassend zu reagieren, wie es nötig wäre. Wir haben Schutzgebiete – aber sie schützen nicht. Wir haben Umweltziele – aber wir verfehlen sie permanent und nehmen das achselzuckend hin. Das Tragische ist dabei: Wir wissen, was zu tun wäre, um die biologische Vielfalt zu retten. Nur wir handeln nicht danach. 

Immer mehr Menschen verstehen, dass wir ein stabiles Klima und resiliente Ökosysteme zum Überleben brauchen. Und die Revolte hat begonnen, mit dem Volksbegehren in Bayern, mit den fridaysforfuture, mit der Extinction Rebellion, mit Greta Thunberg und Rezo. Ich glaube, es ist Zeit für ein großes Tribunal der Arten, vor dem gefährdete Tiere und Pflanzen ihr Überlebensrecht einfordern. Damit das stumme Sterben ein lautes wird und noch mehr Menschen rebellieren.“ 

Die Referentin:
Tanja Busse wurde 1970 geboren, studierte Journalistik und Philosophie in Dortmund, Bochum und Pisa. 2000 wurde sie mit einer Arbeit über die Massenmedien („Weltuntergang als Erlebnis“) zum Dr. phil. promoviert.

Tanja Busse schrieb wichtige Artikel über Landwirtschaft und Verbraucherschutz in der ZEIT, für die Süddeutsche und den Freitag. Ihr Buch „Die Einkaufsrevolution“ (Blessing, 2006) wurde ein Longseller. Auch „Die Ernährungsdiktatur“ (Blessing 2010) erlangte hohe Resonanz. 2015 erschien bei Blessing ihr viel diskutiertes Buch „Die Wegwerfkuh“.

Sie moderiert Konferenzen und Diskussionen vor allem zu Umwelt- und Agrarthemen, ist Mitglied der Kommission Landwirtschaft am Umweltbundesamt und Kuratorin der Schweisfurth-Stiftung.2009 erhielt sie die Reiner Reineccius-Medaille für Querdenker und Pioniere der Stadt Steinheim, 2017 den Salus-Medienpreis und 2018 den Wertewandel-Preis des Deutschen Tierschutzbundes.  

Wir freuen uns sehr, die renommierte Journalistin Tanja Busse an diesem Abend bei uns zu haben, und laden Sie herzlich zu diesem Abend ein. 
Es moderiert Georg Schweisfurth, Vorstand der Umwelt-Akademie.

Veranstalter: Die Umwelt-Akademie e.V.

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Vortrag: Bodenrecht im internationalen Vergleich – am Beispiel von China und Dänemark

von Bernadette-Julia Felsch

am Dienstag, den 26. November 2019 um 19:00
in der Evangelischen Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Straße 24

In Deutschland ist Privateigentum an Grund und Boden selbstverständlich. Dies impliziert Kauf und Verkauf sowie Investment in Grund und Boden und auch Spekulation damit. Um diese Sichtweise zu hinterfragen, lohnt sich, neben einem Blick in die Historie des Bodenrechts und in die politische Ideengeschichte, ein Blick über die eigenen Landesgrenzen hinaus.

Welche ganz anderen Auffassungen von Eigentums- und Nutzungsrechten des Bodens gibt es und welche Folgen hat das für den Miet- und Immobilienmarkt? Dies erläutern wir an den sehr unterschiedlichen Ländern China und Dänemark.

Referentin: Bernadette-Julia Felsch
Diplom-Verwaltungswirtin (FH) und Diplom-Politologin, Münchner Forum und Münchner Initiative für ein soziales Bodenrecht, München

Eintritt frei

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